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?Man kann nicht nicht kommunizieren?…,





28. June 2007 | René Seifert

… geht die geflügelte Weisheit von Paul Watzlawick, um die mächtige Allgegenwart der Kommunikation zu beschreiben. Nokia , die von Berufswegen recht intensiv in dem Thema herumrühren, haben ein paar Forschungsergebnisse ihres firmeninternen Anthroplogen veröffentlicht. Das schreibt der „The Economist“ in seinem jüngsten „Technology Quarterly". Die Highlights in Auszügen.

  •  60 % der Männer tragen ihr Handy in der Hosentasche, 61 % der Frauen in der Handtasche. Die Hälfte der Frauen berichtet deswegen regelmäßig von „missed calls“, weil sieihres Telefons nicht schnell genug habhaft wird. Kein Scheiß.
  • Das Handy mit einer neuen Schale, Bändchen und sonstigem Firlefanz zu dekorieren findet erwartungsgemäß am häufigsten in Asien (Seoul und Tokio) statt.

Auch die Swisscom hat für den Artikel in seinem „User Adoption Lab“ die Tür einen kleinen Spalt weit geöffnet. Erstaunlich: Trotz perfektem Telefonnummerverzeichnis im Handy verbringen die Nutzer 80 % ihrer Zeit am am mobilen Rohr damit, sich nur mit den vier engsten Menschen in ihrem Bekanntenkreis zu unterhalten. Ansonsten hat das schweizer Telco-Unternehmen diverse Kommunikationskanäle unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich dabei sehr unterschiedliche Nutzungsprofile ergeben.

  • Das Festnetztelefon hat einen überwiegend öffentlichen Charakter, weil der Apparat von mehreren Familienangehörigen im Haushalt genutzt wird.
  • Das Handy wird vor allem dafür genutzt, kurzfristig etwas zu planen oder Reisen, Treffen usw. zu organisieren.
  • SMS stehen für „Intimität, Gefühle und Effizienz“.
  • E-Mail ist bei Jugendlichen als Inbegriff einer Zwangsjacke der Erwachsenenwelt mehr und mehr auf dem Rückzug. Und für die etwas Älteren unter uns dient die klassische elektronische Post für administrative Aufgaben sowie den Austausch von Dokumenten, Bildern und Musik.
  • Instant Messaging und Voice of IP fungiert als ständig offener Kanal, während man schwerpunktmäßig mit etwas anderem beschäftigt ist.

Eine der größten Überraschungen: Obwohl das Telefonieren immer billiger wird, bei Skype und Konsorten sogar ganz unsonst ist, verzeichnet man quasi keine Zuwäche im Gesprächsvolumen. Stattdessen ist das Schreiben enorm auf dem Vormarsch, weil offensichtlich die asynchrone bzw. semi-synchrone Form des Austausches gegenüber der rein synchnronen Kommunikation als weniger penetrant und mehr effizient angesehen wird.

Auch wenn einige der Erkenntnisse aufgrund gewisser technologischer Eigenheiten oder der daraus resultierenden Wirtschaftlichkeit unausgesprochenen Vemutungen entsprechen, so gehen einem bei anderen durchaus mit Erhellung die Augen auf. Vor allem aber können einem die geschilderten Muster helfen, die geistige Vefasstheit seiner Zielgruppe besser zu begreifen, wenn man entsprechende Dienste für sie entwickelt.


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28. June 2007 - 13:46, abgelegt in Kategorie: Makro-Trends, Mobile, Verticals

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