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Monatsarchiv für January 2007

Die Suche nach 'Monatsarchiv für January 2007' ergab 7 Treffer:


31. January 2007 | Michael Munz

Alles BETA oder was?

Nach einem Jahr eLAB ziehen wir ein erstes Resümee unserer Aktivitäten: eLAB hat einen Evaluierungsprozess („eLAB Funnel“) eingeführt, der helfen soll Ideen tatkräftig umzusetzen, schrittweise zu lernen aber ebenso auszusortieren um Plattformen nicht weiter zu betreiben. Ein wesentliches Element dieser Vorgehensweise sind unsere BETA Projekte, die sich in einer ersten „Live“-Phase am Markt bewähren müssen, um anschließend in eine Unternehmensgründung eingebracht zu werden. Bekannte Beispiele sind pointoo und kiwoo; beides Projekte die uns eine Menge an Erfahrung bei Contentdistribution, SEO und SEM gebracht haben.

Man durfte zurecht zweifeln, dass es keinen „Soft-Launch“ geben kann, um einen Markterfolg zu erzielen. Nur durch einen formvollendeten Launch von neuen Diensten ließen sich relevante Ergebnisse aufbauen. Denn wer wäre als Vergleich ernsthaft bereit, ein Auto ohne Lenkrad zu kaufen? Was ist nun richtig? Beta oder kein Beta, testen oder konsequenter Perfektionismus? Klare Antwort: Es kommt darauf an. Denn gerade bei recht neuen Produktideen oder Geschäftsmodellen sind Timing, systematisches Lernen und effizientes Kostenmanagement sehr wichtige Elemente. Im Fall pointoo zeigt sich das sehr schön. Der systematische Aufbau eines nutzergenerierten Inhaltekatalogs bedarf einer Menge Zeit. Einer der wesentlichen Reichweitenkanäle ist Google, auf den nur bedingt Verlass sein darf, zumal immer wieder grundsätzliche Elemente des Google-Algorithmus geändert werden. Ähnliche Angebote im englischsprachigen Internet bestätigen unsere Vorgehensweise, denn dort tritt man gerade auf die Kostenbremse.

Aber nur „sanft“ geht es nicht immer. Einige Konzepte, an denen wir gerade arbeiten, lassen sich in solch eine Vorgehensweise nicht einordnen, daher planen wir den direkten und umfänglichen Markteintritt. Darüber werden wir weiter berichten.

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30. January 2007 | Dr. Stephan Roppel

Ein Jahr eLAB - kurzes programmatisches Update

Der „erste Geburtstag“ von eLAB ist ein guter Zeitpunkt, ein aktualisiertes „programmatisches Statement“ abzugeben: Konkreter Anlass ist auch der Blog-Kommentar von Mark Bold, in dem richtigerweise angemerkt wird, dass eLAB nicht wie ursprünglich mitgeteilt ausschliesslich selbst gründet, sondern sich auch an Startups beteiligt (aktuelle Beispiele sind die Plattformen helpster.de und Arzt-Preisvergleich.de).

„Ausnahmen bestätigen die Regel“ gilt hier natürlich und sollte als Argument genügen, dennoch ein paar Anmerkungen im Einzelnen dazu: Viele, in der Tat fast alle ;–) guten Ideen entstehen nicht bei eLAB, sondern werden anderswo von kreativen und tatkräftigen Leuten entwickelt und umgesetzt. In manchen Fällen gibt es die glückliche Konstellation, dass zu einem frühen Zeitpunkt sowohl die „Erfinder“ bzw. „Gründer“ als auch eLAB zum Schluss kommen, dass gemeinsam mehr zu erreichen ist als alleine. Der Idee und Initiative auf der einen Seite muss eLAB natürlich entsprechenden Mehrwert auf der anderen Seite entgegenbringen.

Dies sind dann eben nicht nur das eventuell notwendige Startkapital, sondern auch Tools, Infrastruktur, Methoden, ein kreatives und kritisches Umfeld, last but not least die dann doch nicht zu unterschätzenden Synergien eines internationalen Medienhauses. Unsere Schwerpunkte bleiben ohne Zweifel Eigengründungen, die wir mit den besten Managern zum Erfolg führen wollen.

In jedem Fall werden wir bereits früh im Jahr 2007 wieder einige Projekte dem Markt und dem unbestechlichen Urteil der Nutzer übergeben.

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Kategorie: eLAB Intern
29. January 2007 | René Seifert

Workshop am Achensee: eLAB 2007

Nach dem ersten Geburtstag von eLAB zogen wir abseits vom operativen Tagesstress hinaus, um uns am schönen Achensee in Österreich ausschließlich Zielen, Leitbildern und übergeordneten Maßnahmen für 2007 zu widmen. Das Wetter brauchte dabei wesentlich länger als wir, um sich auf diese Bilderbuchstimmung einzustellen:
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Als wir am Donnerstag aus München über Bad Tölz und den Sylvensteinspeicher durch verschneite Landschaften mit unseren Skiern im Gepäck romantisch dahinfuhren, entgleisten uns auf den letzten 20 Kilometern vor dem Ziel kurzfristig die Gesichtszüge als die Landschaft plötzlich immer saftiger aussah und in Pertisau schließlich die grüne Wiese fröhlich grüßte. Der Freitag war ebenso kalt, aber schneefrei, während sich bereits in der Nacht und den ganzen Samstag ein heftiger Schneesturm über Tirol hermachte. Und Sonntag, voilà, alles gut.

Unser „offizielles“ Programm beendeten wir mit dem guten Gefühl am Freitag Nachmittag, die relevanten Themen angesprochen und die nötigen konkreten Schritte eingeleitet zu haben: Was wollen wir als eLAB in 2007 machen, wie wollen wir es machen, was können wir nach einem Jahr Erfahrung besser systematisieren bzw. effizienter standardisieren? Und vor allem: Was macht aus eLAB mehr als die Summe seiner Projekte/Unternehmen? Ich denke darin liegt für jeden der mit eLAB oder im Umfeld von eLAB zu tun hat, ein unglaublicher Mehrwert. Wer schon mal eine Firma von Null hochgezogen hat, der weiß nur zu gut wie viel Zeit und Energie auf unverzichtbare Basisarbeiten draufgeht, die aber mit dem eigentlichen Geschäft nur sehr wenig zu tun haben: Büro, IT-Infrastruktur, Banken, Buchhaltung und Finanzierung.

Bei eLAB hört an an dieser Stelle die Unterstützung noch lange nicht auf, weil wir uns im Kerngeschäft nutzerzentrierter Internetdienste eine gewisse Kompetenz angeeignet haben und gerade beim „eigentlichen Geschäft“ als Beschleuniger maßgeblich helfen können. Dabei geht es um die richtige Balance, den Projekten und Ventures einerseits den größtmöglichen unternehmerischen Handlungsspielraum zu eröffnen, andererseits schnell auf bewährte Methoden und Dienstleister zuzugreifen. Konkret: eLAB ermöglicht qualifizierten Zugang zu beispielsweise technischen Ressourcen, Spezialisten in Search Engine Marketing (SEM), Medienjuristen etc. Als Arbeitstitel haben wir dieses Konzept mit „betreutes Unternehmertum“ überschrieben. In jedem Fall werden wir in 2007 die Anstrengungen verstärken, diese Leistungen noch einfacher und besser zur Verfügung zu stellen, damit gute Konzepte nach kurzer Zeit möglichst effektiv der Markt bearbeiten.

Was uns von Anfang an intuitiv schon immer als wichtigste Aufgabe bewusst war, erhärtete sich im Verlauf der Workshops immer deutlicher: exzellente Leute, Unternehmertypen finden, die in der Vergangenheit bereits gezeigt haben, dass sie eigenverantwortlich Projekte und Geschäfte treiben können. Daher auch der beiläufige Hinweis: Wer sich angesprochen fühlt, einfach mal für ein vertrauensvolles und unverbindliches Gespräch melden.

Grundsätzlich kommt bei eLAB auch die Speisung nicht zu kurz, hier ein Bild von unserem gepflegten Team-Mittagessen.
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Und wir haben schon wieder Hunger: Diesen Freitag in Berlin, wo wir uns auf gute Gespräche mit unserem erweiterten Netzwerk bei unserem „eLAB-Breakfast“ freuen.

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Kategorie: Events, eLAB Intern
24. January 2007 | Sascha Schmidt

Taxonomie versus Folksonomie: Wer gewinnt bei dem Begriff ?Sehenswürdigkeit??

Bei Pointoo kann jeder Nutzer seine persönlichen Inhalte mit einem „Tag“ versehen. Dies führte schon dazu, dass wir plötzlich Wochentage in der Liste hatte. Also gab und gibt es Diskussionen darüber, ob die Begriffe „Tag“ bzw. „tagging“ dem deutschen Internetnutzer bekannt sind oder man doch besser die deutsche Übersetzung nehmen sollte – die da lautet? Alle bisher erfolgten Übersetzungen sind irgendwie nicht sexy, also steht weiter „Tag“ da.

Das „Taggen“ an sich scheint der Masse der Nutzer jedoch immer leichter von der Tastatur zu gehen. Die Sammlung der Tags ist dann eine Folksonomie und ein beliebtes Web 2.0-Element. Beispiel: Sehenswürdigkeiten bei Pointoo – neben dem klassichen Begriff „Sehenswürdigkeit“ tauchen von Nutzerhand weitere klassifizierende bzw. beschreibende Tags auf, die dem Suchenden in der Liste Sehenwürdigkeit helfen, sich in der Auswahl der Angebote aus Burgen, Schlösser, Denkmäler etc. seinen persönlichen Highlight auszuwählen.

Würde der Begriff „Sehenswürdigkeit“ entfallen, dann wären nur noch eine Vielzahl von kleinere Untergruppen vorhanden, die Klammer jedoch fehlt. Aus diesem Grund werde wir bei Pointoo zeitnah Kategorien einführen, um für alle Inhalte eine Klammer bieten zu können. Also zurück zu althergebrachten redaktionellen Taxonomie? Nein, wie immer bei erfolgreichen Web 2.0-Themen ist die Philosophie das eine (Neue) machen und das andere (Alte) nicht lassen.

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22. January 2007 | René Seifert

Blick in die Zukunft: 1. Tag DLD 2007

Nach einem angenehmen Warmstart um 16 Uhr klingt Tag 1 des DLD 2007 geruhsam aus. Es hat sich allemal gelohnt: Gute Stimmung, viele bekannte Gesichter aus der Branche und hochkarätige Sessions mit Gästen aus aller Welt.
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Aus meiner Sicht das Highlight: Gleich die erste Runde zum Thema „Zukunft der Zukunft“ mit Flickr-Mitgründerin Caterina Fake, Skype & Kazaa-Mitgründer Niklas Zennström und Lufthansa Marketingchef Thierry Antinori. Letzterer wirkte auf dem Panel ein wenig verloren, aber die beiden anderen haben beeindruckend gezeigt, warum sie zurecht in der digitalen Championsleague ganz vorne mitspielen. Wesentliche Aussichten:

•    Im Gegensatz zum Internet von vor 7 Jahren, liegt für jeden neuen Unternehmer mit einem guten Konzept eine komplette und erschwingliche Infrastruktur als „starter-kit“ vor: schnelle Up- und Downloads, günstiger Speicherplatz, Open Source (z.B. das „LAMP-Stack“) in einem robusten Eco-System bestehender Appplikationen und Diensten, auf die man mit dem eigenen Vorhaben aufsetzen kann.

•    Skype hat’s vorgemacht, YouTube hat’s vorgemacht und Facebook hat’s vorgemacht: Daran, dass bald und immer öfter neue Dienste aus dem Nichts in die Erfolgs-Stratosphäre schießen, zweifelt niemand. Die Innovationszyklen werden dank der vorliegenden Infrastruktur noch kürzer.

•    Das Internet bleibt weiterhin hochgradig disruptiv. So wie Zennström es bereits zwei mal mit Musik und Kazaa sowie Telekommunikation und Skype unter Beweis gestellt hat und soeben sein drittes Baby im Bereich Fernsehen und „Joost“ gelauncht hat, so glaubt er dass der Medizinsektor demnächst eine vergleichbar radikale Entwickung durchlaufen wird. Gleiches soll für die Finanzbranche gelten.
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Zum Abschluss blies eine original bayerische Blaskapelle in Tracht den Besuchern noch zünftig den Marsch. Hamma a rechte Gaudi g’habt …!

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Kategorie: Events, Makro-Trends
21. January 2007 | René Seifert

Ein Wörtchen zu Ideen

Nach einem Jahr eLAB bietet es sich an, das Phänomen „Idee“ etwas näher unter die Lupe zu nehmen, insbesondere was den konkreten Einfluss auf den Erfolg einer neuen Plattform, mithin eines neuen Geschäftes angeht. Das Thema liegt mir vor allem am Herzen, weil kaum ein Begriff so oft strapaziert und vor allem überstrapaziert wird. Man wirft munter mit „tollen Ideen“ als Luftschlösser in der Gegend herum, zum Beispiel in der Art: „Ah, ich hatte doch damals auch so eine Idee für ein Netzwerk à la openBC/XING.“ Schön für Dich, warum hast Du’s dann nicht gemacht?

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Idee klingt leicht nach spontanem Geistesblitz, den ein einfallsreiches Allround-Genie beim Joggen, unter der Dusche oder beim Samstagvormittag-Hausputz befällt. Damit wird urplötzlich die Welt geheilt, während sich Lob und Preis der gesamten Menschheit über dem einsamen Helden ausbreiten. Ich übertreibe absichtlich, weil sich der Irrglaube standhaft hält, ein Superhirn hätte ein paar gedankliche Auswürfe gehabt und irgend ein paar nachrangige Fußsoldaten werden es schon in die Tat umsetzen. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. John Doerr, Partner der U.S.-amerikanischen Risikokapitalfirma Firma Kleiner Perkins hat dazu treffend bemerkt: „Ideas are easy, execution is everything!“

Innovation ist der wesentlich bessere Begriff. Innovation bedeutet nämlich, dass man sich zunächst in einem bestimmten Themenkreis fundiert auskennt. Ergo: Bei eLAB wird uns ganz sicher kein neues Verfahren zur lasergetriebenen Teilchenbeschleunigung einfallen, aber beim Internet & Mobile kennen wir uns so einigermaßen aus. Ein Blick über den Tellerrand schadet ebenso wenig, wenn es darum geht, Angebote aus dem Status-Quo womöglich mit angrenzenden „Diszplinen“ zu kombinieren oder mit den Bedürfnissen einer anderen Branche zu kreuzen. (Guter Buchtipp übrigens dazu von Tom Kelley: „The Art of Innovation“).

Auf so etwas wie Skype als disruptive Innovation wird man ungefähr so oft kommen wie es einen mit einem Sechser im Lotto trifft. Man kann jedoch, ohne in Minderwertigkeitskomplexe zu verfallen, auch mit inkrementeller Innovation sehr erfolgreich sein. Bestes Beispiel das oben genannte XING, wo es mit LinkedIn, Ryze und ecademy bereits etablierte Social Networks mit Schwerpunkt Business im Internet gegeben hat, aber openBC mit ein paar intelligenten Funktionen und vor allem mit einer sehr, sehr sauberen Umsetzung überzeugen konnte.

Es ist eben diese Umsetzung, die Unterschied macht, im Englischen und Neudeutschen oft „Execution“ genannt. Nachdem man womöglich wirklich auf eine gute Idee gekommen ist, wie man zum Beispiel ein Problem löst oder einen bestehenden Dienst deutlich besser machen kann, geht es im nächsten Schritt darum, die Idee in ein greifbares Konzept zu überführen. Hier sollte sollte einerseits ein Brancheninsider verstehen, worum es geht um auf gleicher Augenhöhe sein wohlwollendes Feedback abzugeben. Andererseits sollte man jemandem aus der angepeilten Zielgruppe das Konzept so vermitteln können, dass der- oder diejenige auf die Frage „Und? Wie findest Du’s?“ bzw. „Würdest Du’s nutzen“ eine plausible Antwort parat hat.

Sofern an dieser Stelle noch alle Ampeln auf grün stehen, dann geht die eigentliche Arbeit los. Schweiß, und oft auch Blut und Tränen. Jetzt und nur jetzt wird es sich entscheiden, ob aus der Idee auch ein erfolgreiches Produkt in Markt wird, weil echte Menschen in der Verwendung für sich einen echten Nutzen entdecken. Das Verhältnis von Ideen und Umsetzung ins rechte Lot gerückt hat bei einer Veranstaltung in Bangalore Hema Ravichandar, die beim indischen IT-Riesen Infosys als Personalchefin das Wachstum von 200 auf 40.000 Mitarbeitern innerhalb von 13 Jahren mitgestaltet hat. Rückblickend steht für sie fest: „Besser eine durchschnittliche Idee exzellent umgesetzt, als eine fantastische Idee mittelmäßig realisiert.“

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14. January 2007 | René Seifert

Neues Jahr, neue Deals

Nach den Urlaub noch ein verspätetes Gutes Neues Jahr, in dem sich während der sonst üblichen Weihnachtspfunde-Verdauungslethargie mehr getan hat als sonst so üblich. Wir finden es Klasse, dass es zum Jahreswechsel mit der Übernahme von StudiVZ einen großen Deal unserer Kollegen von Holtzbrinck Networks zu vermelden gab. Es existiert in Deutschland derzeit sicherlich kaum ein vergleichbar heißes Eisen im Internet wie diese hoch frequentierte Studentenplattform.

Und auch wir von Holtzbrinck eLAB waren nicht untätig und freuen uns, eine Beteiligung an Helpster bekannt zu geben. Wie ich vor ein paar Wochen versprochen hatte, hier die Motive in aller Offenheit: Helpster ist ein Gesundheitsnetzwerk, bei dem man als Nutzer seinen Arzt bewerten kann. Einen solchen Dienst in einem zeitgemäßen Web 2.0-Zuschnitt gibt es in Deutschland bis dato nicht. Wir glauben, dass es an der Zeit ist, mündigen Patienten ein Instrument für ein mehr an Transparenz und dadurch letztlich ein mehr an Qualität an die Hand zu geben. Ärzte bilden als Diensteister das normale Leben ab, womit die Bandbreite freilich von spitze bis vollkommen daneben rangiert. Wir sind uns der Herausforderung bewusst, dass medizinische Laien bei dieser Plattform medizinische Experten in einem hoch emotionalen Thema noch dazu in einem hohen Maß an persönlicher Betroffenheit bewerten müssen. Gleichwohl sind wir der Überzeugung, dass es über ein gut gestricktes Produkt in Verbindung mit solider Moderation möglich sein wird, bei alldem Fairness für alle Beteiligten als wichtigstes Prinzip walten zu lassen.

Neben Ärztebewertungen bietet Helpster auch jede Menge Foren, in denen sich Menschen themenspezifisch Hilfe zur Selbsthilfe leisten oder ihren Erfahrungsbericht zu ihrer Krankheit bzw. ihrer Genesung mit anderen Nutzen teilen können. Gleichzeitig dienen redaktionelle Inhalte, die als solche klar gekennzeichnet sind, zur Vertiefung von ausgewählten Krankheitsbildern und deren Therapien.

Aus Sicht von eLAB und Holtzbrinck ist Helpster Teil einer gesamtheitlichen Medizinstrategie im Internet, die wir vor ein paar Monaten durch die Beteiligung an der MediKompass GmbH („Arzt-Preisvergleich“) begonnen haben. Während dieser Dienst auf das Zustandekommen einer Arzt-Dienstleistungen hinwirkt, ermöglicht Helpster den Austausch auf Peer-2-Peer Ebene. Beiden Plattformen ist gemein, dass sie Informationsasymmetrien abbauen und dadurch Patienten in eine kundigere Position im Umgang mit der eigenen Krankheitsgeschichte versetzen.

Ich selbst bin eng in das Projekt Helpster involviert, wo ich den Geschäftsführern Sönke Strahmann und Arnd Benninghoff behilflich bin, die Nutzung des Dienstes zum nächsten Reichweitensprung zu bringen. Wir werden über das weitere Fortkommen hier auf unserem Blog darüber berichten.

Viel Erfolg, und wenn wir schon im beruflichen Kontext darüber sprechen, auch persönlich ein gesundes 2007.

14:25 Comments 3 Kommentare » Trackback

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