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Monatsarchiv für February 2007

Die Suche nach 'Monatsarchiv für February 2007' ergab 7 Treffer:


28. February 2007 | Frank Penning

?I took the Blue Pill”: Ein Tag in Second Life bei IBM

Neos Matrix wird Wirklichkeit, nur werden wir nicht hineingeboren sondern müssen uns erst registrieren.

Wie es der Zufall so will, hatte ich Gelegenheit einer Einladung von IBM zu einer Einführung in Second Life (SL) zu folgen. Dabei wurde freundlicherweise allen Teilnehmern, die keinen eigenen Avatar mitgebracht hatten, ein solcher gestellt und so begann ich, als Frl. Sabrina Apparatchik (die demnächst im IBM Pavillon an der Rezeption stehen wird) meinen Streifzug auf der IBM Insel ( IBM 8 ).

Die Welt erinnert etwas an das Erdinger Moos im Herbst: 500m Sicht, dahinter verschwimmt alles im Nebel. Grund dafür ist die noch zu geringe Bandbreite. Dadurch, dass die Welt und alle enthaltenen Wesen frei von den Teilnehmern bestimmt werden können, müssen alle Umgebungsdaten vom Server geladen werden. Anders als z.B. bei World of Warcraft, wo die Welt auf DVD vom Hersteller geliefert wird und lokal vorliegt. Um die Leitung nicht zu überlasten wird nur ein festgelegter Umkreis um die Figur geladen. Schnelle Bewegungen wie fliegen oder teleportieren, Eigenschaften die Avatare in Second Life haben, machen den stückweisen Download und Aufbau der Grafik schmerzlich bewusst. Zusätzlich wird es serverseitig sehr langsam, wenn sich viele User in einer Region befinden und so den Server belasten, der die Region darstellen soll. Da wirkt sich nachteilig aus, dass der Mensch als Herdentier immer gerne dahin geht, wo auch andere Menschen sind. Eine Straßendemo ist dann wohl auch der Albtraum des Betreibers ….

„A déjà-vu happens when they change something …“, naja zumindest fast ist dieses Zitat aus Matrix richtig. In Second Life passiert es, wenn ein Dienst oder Server nicht verfügbar ist und die Figur kurzerhand auf den letzten Zustand vor der versuchten Aktion zurückgesetzt wird.

Second Life ist definitiv ein Vorreiter einer neuen Technologie und hat eben noch mit der Unzulänglichkeit der Technik zu kämpfen. Das wird sich aber in den nächsten Jahren durch mehr Rechenleistung (aha jetzt kommt IBM ins Spiel) sicherlich von selbst lösen.

Virtuelles Gambling

(Alle Bilder vom Event gibt es überigens hier auf unserem eLAB-Flickr-Account)

Ist Second Life ein Spiel? Ja und Nein.

Eigentlich ist es ein Spiel, eine Simulation, also nicht das richtige Leben. SL ist eine Simulation des Lebens, welches man führen könnte, wenn man all das ausleben würde, was man im realen Leben durch physikalische und andere Grenzen nicht macht.

Die Bedürfnisse, die ausgelebt werden entsprechen denen im realen Leben; das zeigt schon der Blick auf die Top 10 Ziele in SL. Sex und Gambling stehen ganz oben, dicht gefolgt von Konsum und Selbstdarstellung. Insbesondere Sex hat ja bereits als Vorreiter für zahlreiche Technologien gedient (Videorekorder, Internet, etc.). Das Stand also zu erwarten.

SL bietet aber noch mehr, insbesondere im Bereich Design und Kunst gibt es dank der 3D Engine die Möglichkeit, für sehr wenig Geld ein eigenes Modelabel zu starten oder eigene Ausstellungen und Konzerte zu veranstalten. Die Qualität der Technologie macht es möglich, Live-Streamings von Konzerten in einer anderen Qualität zu erleben als nur einem herkömmlichen Podcast oder Stream zu lauschen. Plötzlich lassen sich Umfeldinformationen wie das Verhalten anderer Zuhörer, räumliche Abstände, etc. in das Erlebnis aufnehmen.

Aus meiner Sicht liegt darin der wesentlichste Vorteil von SL: Der Grad des Erlebnisses gegenüber der bisherigen Interneterfahrung ist deutlich größer. Zwar ist man noch weit von Matrix oder Total Recall entfernt, aber es geht schon in diese Richtung. Für mich ist Second Life eines der besten Userinterfaces für Websites das ich seit langen gesehen habe.

Aber, es geistert auch die Geschichte vom Geldverdienen in Second Life durch die Medien. Was ist da dran? Fakt ist: Second Life betreibt ein eigenes Micro Payment System, mit dem eine Währung abgebildet wird und so Transaktionen zwischen den Spielern möglich sind. Gleichzeitig kann man Güter wie Kleidung, Gegenstände, Möbel, Immobilien, Fahrzeuge etc. erstellen. Dadurch schafft man die Voraussetzung für Handel, an dem auch der Betreiber von SL beteiligt ist, indem er virtuelles Land in Form von Inseln verkauft.

Prinzipiell kann man mit allem handeln, auch mit Gegenständen und Dienstleistungen, die nicht vom Betreiber hergestellt worden sind. Dadurch wird es möglich, auch für reale Leistungen z.B. ein Live Konzert oder eine Ausstellung von Bildern Geld zu verlangen und bei entsprechender Qualität auch zu bekommen. So wird aus realer Leistung, die in SL erbracht wird, virtuelles Geld, welches wiederum in reales Geld getauscht werden kann.

Ein gutes Beispiel für rein virtuelle Güter ist der Flagshipstore von adidas. Reale Leistungen in der virtuellen Welt sind z.B. die Konzerte die jeden Abend in den verschiedenen Clubs stattfinden. SL ist für Europäer übrigens im wesentlichen nachtaktiv, da die meisten Spieler in USA leben.

Unternehmer werden ist nirgendwo leichter als in SL, da die Investitionskosten deutlich geringer sind als im realen Leben. Kriminalität wird durch ein ausgeklügeltes Rechtssystem und die Unsterblichkeit der Avatare sehr zuverlässig unterbunden – zumindest in der virtuellen Welt.

Augenblicklich befriedigt Second Life aber nur ein sehr geringes Spektrum der menschlichen Bedürfnisse. Im wesentlichen das Interesse an Konsum, Interaktion und Status. Sport, Kampf und Action sind nicht wirklich vorgesehen wodurch, World of Warcraft auch in Zukunft Ihren Sinn und Zweck behalten.

Was Second Life von Spielen wie Myst oder World of Warcraft unterscheidet ist das Fehlen einer Handlung, bzw. eines Spielzwecks. Als Simulation hat SL sein Potenzial mit Sicherheit noch nicht annähernd ausgeschöpft und wenn es die Basis bzw. der Vorreiter für WEB 3D sein soll, so werden die nächsten Jahre sehr spannend. Man vergleiche nur BTX und Web 2.0 ;-)

Der Gedanke den Code von Second Life Open Source zu machen ist sicherlich der richtige Weg.

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27. February 2007 | René Seifert

Web 2.0: ?Elementarteilchen? bei Brand Eins

Einen der besten Aufsätze seit Langem zu Thema „wasistjetztandersiminternet“ (vulgo "Web 2.0") lege ich den geneigten Nutzern unseres eLAB-Blogs gerne ans Herz. Er findet sich in der aktuellen Ausgabe von Brand Eins und ist überschrieben mit „Elementarteilchen“. Kompliment, dass man ihn in voller Länge online lesen kann!

Wolf Lotter spannt einen weiten Bogen, und er argumentiert Schritt für Schritt rasiermesserscharf. Es geht bunt und munter physikalisch, literarisch, technisch, zeitgeschichtlich, politisch und ökonomisch zur Sache. Der Bogen beginnt mit der Heisenberg’schen Unschärferelation, die besagt dass Ursache und Wirkung in einem Experiment mitunter nicht mehr voneinander zu trennen sind. Und es endet mit einer Aussage über die neue Gegenwart der Arbeit, die mit Begriffen aus der Vergangenheit wie „Arbeitsteilung“ und „Spezialisierung“ sehr wohl beschrieben werden kann. Und dazwischen liegen, in der Printausgabe zumindest, acht sehr gut durchdachte Seiten Druckerschwärze.

Der Titel „Elementarteilchen“ passt auch wirklich gut. Wer den gleichnamigen Roman des französischen Skandalautors Michel Houellebecq gelesen hat, fühlt sich an einen ähnlichen interdisziplinären Rundumschlag erinnert. Der Aufsatz von Lotter bietet zwar keine Skandale, die hätte man aber an dieser Stelle auch nicht erwartet. Fazit: Unbedingt lesen – äußerst erhellend.

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Kategorie: Makro-Trends
20. February 2007 | René Seifert

CleverApply live: Bewerbungs-Cockpit im Internet

Die eLAB Digitalschmiede freut sich, heute einen neuen Dienst vorzustellen: Clever Apply – der digitale 360°-Partner für Bewerbungen online. cleverapply

Der Service liefert eine integrierte Lösung zu einer ganzen Reihe von Problemen: Dicke Bewerbungsmappen auf den Schreibtischen von Personalern sind out, das Variieren von einem Bewerbungsmaster für verschiedene Adressaten wird schnell komplex und – nicht zu unterschätzen – der Überblick über eine Vielzahl von parallelen Bewerbungen geht leicht verloren.

CleverApply bringt zum Start eine ganze Reihe von Vorlagen mit, die man freilich für den eigenen Bedarf personalisieren kann. Hat man sicht ein mal die Mühe gemacht, die Stammdaten für z.B. den Lebenslauf einzugeben, hat man im Handumdrehen ein Master beisammen, welches je nach Ziel-Unternehmen einfach angepasst werden kann. Anschreiben fomulieren, letzter Check und schon geht die Bewerbung per E-Mail an den Empfänger, der in etwa so etwas bei sich in der Inbox zu sehen bekommt:
cleverapply2
Jetzt wird’s spannend, ob der erste Eindruck der Bewerbung sitzt. Sofern man es entsprechend eingestellt hat, kann der Personalentscheider ein ad-hoc Chancenfeedback abgeben. In jedem Fall sieht man im CleverApply-Backend auf einen Blick alle versandten Bewerbungen, deren Öffnungsrate samt der Anzahl der "Page Views" sowie Downloads des PDF-Dokuments. Nachdem speziell in den ersten Berufsjahren der Bewerbungserfolg über das "Gesetz der großen Zahl" zu Stande kommt, ist so eine zentrale und stets aktuelle Übersicht Gold wert.

Somit hilft CleverApply dem motivierten Berufssuchenden zusammenfassend, über das Bewerbungs-Cockpit hoffentlich bald den Traumjob zu landen.

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15. February 2007 | René Seifert

Gesundheit online im Aufwind

Das neue Wort des Tages gleich zum Start: "E-Health". So wie E-Banking oder E-Learning, jetzt also auch "E-Health". Es gibt eine neue Studie zum Thema, herausgebracht vom Branchenverband BITKOM.

Demnach sucht jeder dritte Deutsche medizinischen Rat im Internet; das kann sich mit weit über dem EU-Durchschnitt von 20 Prozent sehen lassen. Nur die Holländer liegen mit 45 Prozent und die Finnen mit 44 Prozent noch weiter vorne.

BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms macht zwei Gründe für den Trend verantwortlich: zum einen ein gestiegenes Gesundheitsbewusstein, zum anderen eine Zunahme von Qualität bei den Online-Angeboten. Der höheren Qualität stimme ich vorbehaltlos zu, glaube aber dass das höhere Gesundheitsbewusstsein insbesondere durch bessere Angebote im Netz geschärft worden ist. Ein typischer Fall von Innovation, der ein Henne-Ei Problem löst und sich im Erfolg nunmehr wechselseitig befeuert.

Arzt-PreisvergleichAls klassische Beispiele nennt BITKOM: "Infos über Krankheiten, Ernährungstipps für Babys oder Erläuterungen zu Arzneimitteln." Genau. Das Spannende daran ist aber, dass es über die "Old Media One-2-Many"-Berieselung auch zunehmend Dienste gibt, wo die Nutzer in ihren verschiedenen Rollen als Patienten oder Ärzte in sinnvoller Weise miteinander in Kontakt treten. Wir von eLAB sind in diesem Zusammenhang nicht ganz untätig geblieben und haben uns in den vergangenen Monaten an den beiden Plattformen Arzt-Preisvergleich.de und helpster.de beteiligt.

Arzt-Preisvergleich.de (APV) bahnt basierend auf einem gut operationaliserbaren Leistungsgesuch bzw. Heil- und Kostenplan mögliche Arzt-Patientenbeziehungen an, indem registrierte Ärzte ihre Gebote abgeben können. Für den nachfragenden Patienten kommt aber im Gegensatz zu z.B. eBay nicht automatisch beim niedrigsten Gebot ein verbindlicher Vertrag zu Stande. Stattdessen kann er in Ruhe – auch dank der Bewertungenen vorheriger Patienten auf dem Dienst – die für sich beste Entscheidung beim Preis-Leistungsverhältnis treffen.

helpster.dehelpster.de ist APV insofern vorgelagert, als dass es ein Informationsbedürfnis des Gesundheitsinteressierten auf Peer-2-Peer Ebene befriedigt, bevor man üblicherweise einen Arzt konsultiert. So bewerten Nutzer ihren Arzt, was anderen wiederum hilft einen vertrauensvollen Arzt in ihrer Nähe ausfindig zu machen. Andererseits tauschen sich Nutzer in Foren und Erfahrungsberichten zu Krankheiten und ihren Therapien aus. Das hilft ihnen als Patienten, beim nächsten Arztbesuch informierter aufzutreten.

Medizin in Internet steht noch ganz am Anfang und meine Prognose ist, dass in überschaubarer Zukunft bei "E-Health" Dienste entstehen, die das Gesundheitswesen ordentlich durcheinanderwirbeln werden. Und das ist im Sinne aller Beteiligten, denen die Gesundheit der Patienten und Fairness gegenüber Ärzten wirklich am Herzen liegt, kein schlechtes Szenario.

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11. February 2007 | René Seifert

Web 2.0 in 4,5 Minuten Film

Mit einer knappen Definition von Web 2.0 tut man sich nach vor etwas schwer, oder die Definition artet rasch alles andere als knapp, sondern verkopft und akademisch aus. Und Slides wie diese haben wir allesamt schon oft genug gesehen:
Nasscom07_043

Warum nicht mal ganz anders? Ein Filmchen sagt mehr als 100 Worte und diese 4:31 min sind es in jedem Fall wert angekuckt zu werden. Autor ist Michael Wesh, "Assistant Professor of Cultural Anthropology" an der Kansas State University. Klingt zwar zunächst auch akademisch, ist der Film aber gar nicht. Vor allen Dingen ein spannender Blickwinkel auf das Thema. Viel Vergnügen …

Danke, Marco, für den Tipp :-)

05:44 Comments 0 Kommentare » Trackback

Kategorie: Rich Media
7. February 2007 | René Seifert

Joost: Das Beste von TV und Internet

Dankeschön an Marco Versace, der uns diesen Artikel bei Wired empfohlen hat. In der Vielfalt des Themas hervorragend geschrieben, was die Kazaa- und Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis in einer Art Feierabendprojekt aus dem Boden gestampft haben: Joost, früher noch bekannt unter dem Decknamen "The Venice Project".

Joost bringt das Beste von Fernsehen und Internet zusammen, vor allem die Stärke von Peer-2-Peer Netzwerken, bei denen die beiden Skandinavier genügend Erfahrung gesammelt haben dürften. Bemerkenswert ist dabei jedoch, dass es über einen Software-Client hinaus bei dem neuesten Wurf auch um Digitales Rechtemanagement geht, der außerdem ordentlich lizensierte Inhalte, Bezahlmodelle und Top-Leuten mit MTV-Hintergrund für den Aufbau einer stattlichen Marketingmaschine beinhaltet.

In jedem Fall ein weiterer Anlauf zu disruptiver Innovation, bei dem man ungestört von alten Verpflichtungen und bestehenden Geschäftsmodellen einen Markt ordentlich umkrempeln kann:

"Can they wrestle the broadcast beast onto the Net? Friis and Zennström are players now, big names with a fearsome track record. Even more amazing (or scary, if you’re a TV insider), they have zero stake in the traditional media pillars. They don’t own shows, channels, or networks. They don’t have billion-dollar ad deals to protect. Steve Jobs has married Walt Disney. Jeff Bezos is dating Hollywood. "

Ist Joost wirklich die Zukunft des Fernsehens? Schau mer mal, dann seh mer schon …

19:16 Comments 0 Kommentare » Trackback

Kategorie: Rich Media
2. February 2007 | René Seifert

eLAB-Breakfast in Berlin: ?Tear down this Wall!?

An den 12. Juni vor 20 Jahren können sich vermutlich noch viele lebhaft erinnern, die vor dem Fernseher saßen, um die Rede des damaligen U.S.-Präsidenten Ronald Reagan vor dem Brandenburger Tor live zu verfolgen.

“General Secretary Gorbachev, if you seek peace, if you seek prosperity for the Soviet Union and Eastern Europe, if you seek liberalization: Come here to this gate! Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!”

(Die ganze Rede findet sich hier auf der Seite der Reagan Foundation.) Die Gänsehaut beim Zuhören, damals, durfte man getrost als sicheres Indiz dafür nehmen, dass hier Geschichte geschrieben wird, wobei in jenem Moment sicher niemand ahnte, dass sich die denkwürdigen Worte zwei Jahre später mit dem Fall der Mauer bewahrheiten würden. „Tear down this wall!“

Unsere Eventserie „eLAB-Breakfast“, inzwischen die Zweite nach der Premiere in Hamburg, machte heute morgen Station in der schönen Bundeshauptstadt. Unsere Location in der legendären Pan Am Lounge, in der sich seinerzeit eine Vielzahl von Piloten und Stewardessen der amerikanischen Fluggesellschaft einquartiert hatten, transportiere den idealen Kreativmix aus Nostalgie und Moderne, um mit unseren Freunden des erweiterten eLAB-Netzwerks einen offenen und partnerschaftlichen Dialog zu morgentlicher Stunde zu führen.
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In aller Bescheidenheit unserer eigenen Bedeutung, und freilich ohne jede historisch-pathetische Überhöhung, betrachte ich diese Form der Austauschkultur für bestens geeignet, bestehende Mauern kraftvoll zu schleifen: Mauern abgeschotteter Bunkermentalität, Mauern hierarchischen Top-Down-Pfauengehabes und Mauern proprietären Lordsiegelbewahrertums von Unternehmen. Wir von eLAB denken, dass wir gute Ideen haben, aber wir wissen, dass jemand „da draußen“ noch bessere Ideen hat. Fähigkeit sie erfolgreich umzusetzen inklusive. So gehen wir gerne in Vorleistung, offen über unser Vorhaben zu sprechen und sind zuversichtlich, sie gemeinsam mit unseren Partnern in fairen gemeinsamen Modellen auf eine höhere Flugbahn zu hieven. Mitunter geschieht dies auch unter vollem Einsatz von Händen und Müsli …
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Der Abbau überflüssiger Mauern setzt sich zunehmend durch und ist im Begriff, Unternehmensorganisation grundlegend zu verändern. Darin ist sich Don Tapscott, Autor von „Wikinomics“ sicher, wenn er schreibt die Paradigmen erfolgreicher Innovation lägen heute bei „openness“, „peering“, „sharing“ und „act globally“. Als Vorzeigebespiel nennt er den Konzern Procter & Gamble, bei dem die die R&D-Abteilung ausdrücklich angehalten ist, die Hälfte innovativer Konzepte von außerhalb des Unternehmens zu heben. Genau dies funktioniert nur über Zugang zu entsprechenden Fachnetzwerken auf Basis einer glaubwürdig gelebten offenen Unternehmenskultur.

Einen fantastischen Vortrag im angenehmen Erzählton bekamen wir heute morgen von Maks Giordano, Partner von Iconmobile, geboten. In einem gesamtheitlichen Rahmen vermittelte Maks illustriert durch 170 Fotos, Grafiken und Schaubilder in 30 Minuten (!) greifbar die Konzepte von Web 2.0, der digitalen Sozialisierung von Kindern und Jugendlichen, der Bedeutung des mobilen Endgerätes – alles vor dem Hintergrund des Individuums, sich in seiner „Me, Myself & I“-Lebenswelt innerhalb einer Community Gleichgesinnter angemessenes Gehör zu verschaffen. Ganz konkret auch mit Erfahrungswerten und Tipps für Macher neuer digitaler Dienste strikt darauf zu achten, dass sich einem neuen Nutzer mit dem ersten Besuch einer Plattform auf Anhieb der Grundnutzen erschließen muss.
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So sind des die Plattformen wie Flickr oder XING, die es geschafft haben die natürlichen Mauern einer ausschließlichen Interaktion im eigenen Ort mit Peripherieradius Nachbardorf zu sprengen und Menschen mit gleichen Interessen in einer zunehmend flachen Welt zueinander zu führen.

Alle Bilder vom heutigen eLAB-Breakfast gibt es hier. Wünsche ein schönes und erholsames Wochenende.

19:49 Comments 0 Kommentare » Trackback

Kategorie: Events, eLAB Intern

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