Monatsarchiv für December 2007
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22. December 2007 |
René Seifert
Nach einem aufregenden Jahr bei eLAB, wo wir aus einem neuen Büro ein paar spannende Projekte und Ventures auf den Weg gebracht haben, geht das eLAB-Team in ein paar ruhige Tage. Wir freuen uns auf ein ebenso aufregendes 2008 und wünschen allen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch!
10. December 2007 |
René Seifert
Im aktuellen McKinseyQuarterly gibt’s hier einen lesenswerten 10-seitigen Aufsatz (Gratis-Registrierung erforderlich), der acht Technologie-Trends identifiziert. Und zwar weniger aus der Perspektive von Technologie-Anbietern, die daraus eine innovative Opportunity besetzten können, sondern für jedes Unternehmen in egal welcher Branche, um bei entsprechendem Umdenken und klugem Einsatz auch in Zukunft die Nase vorne zu behalten.
Die acht Themen sind in drei Gruppen aufgeteilt: Das Pflegen von Beziehungen, das Managen von Kapital und Produktionsmitteln sowie der gezielteren Ausschöpfung von Information. Die acht Punkte im Einzelnen:
1. Verteilte Kreation
2. Verbraucher als Innovatoren nutzen
3. Top-Personal weltweit finden und binden
4. Höhere Wertschöpfung aus Interaktionen
5. Automatisierung weiter vorantreiben
6. Produktion & Distribution voneinander trennen
7. Mehr Wissenschaft in Management-Entscheidung pflanzen
8. Aus Information ein eigenes Business entwickeln
Wenn ich mir eLAB so anschaue, dann stehen wir bei der Umsetzung bei einigen dieser Punkte gar nicht so schlecht da, bei anderen gibt es noch jede Menge Potenzial nach oben. Hauptsache nicht in Selbstgefälligkeit stehen bleiben; besser machen kann man’s immer.
8. December 2007 |
René Seifert
Alle Jahre wieder, und heuer ging’s in den Untergrund, der selbst mir als gebürtigem Münchner und regelmäßigem Gast der Bar Centrale bis dato unbekannt war. In der Mitte des gekachelten Flurs zwischen Bar und Hinterzimmer führt diskret eine Treppe in den Keller, wo sich völlig unerwartet ein Gewölbe konspirativer Katakomben auftut. Mit der stillen Heimlichtuerei war’s schnell vorbei, als sich eLAB samt seine Beteiligungen gestern Abend zur gesammelten Weihachtsfeier trafen. Digital verewigt auf dieser Flickr-Bilderserie.
Nach ein paar wenigen kurzen und vor allem kurzweiligen Reden vor und nach dem Essen gab’s Bescherung. Im Vorfeld sollten alle Gäste Gegenstände abgeben, die sie schon lange mal loswerden wollten, und von denen mal viele noch nicht mal seinem ärgsten Feind unter den Gabentisch wünscht. Aber bei eLAB ist das noch eine der freundlicheren Gesten miteinander umzugehen. Was zunächst als Wichteln nach dem Zufallsprinzip aussah, entpuppte sich schnell als abgekartetes Spiel einer schmutzigen Schiebung, bei der Weihnachtsfrau Arnd und Rentier Tina die Verteilung der Geschenke vorab fixiert hatten.

Nun ja, jedem das Seine. Eine kleine Auswahl gefällig? Robert von Guut, bekannt für eine ausgefallene Shopping-Gelegenheit pro Tag, durfte einen seltsam kostümierten Teddybären mit nach Hause nehmen.

Egal wie hässlich, egal wie nutzlos das Geschenk ausfiel, die ganze Weihnachtsgesellschaft wurde unter Androhung von Essens- und Getränkeentzug genötigt, bei der Offenbarung des Objektes lustvoll "Ohhhh, wie ist das schööööön" zu intonieren. Wie bedankt man sich bei eLAB eigentlich bei seinem Chef für ein Jahr Leadership, wenn man weiß das demnächst der Umbau seines Hauses bevor steht? Man schenkt ihm einen Gartenzwerg als Deko, für danach, wenn alles fertig ist und wieder an seinem Platz steht.

Stephan tut an dieser Stelle noch so als würde er sich freuen, in Wirklichkeit beabsichtigt er mit den illegalen Arbeitern auf seiner Baustelle Selbstanzeige zu erstatten, damit der Gartenzwerg auf der ewig unfertigen Bauruine nie zum Einsatz kommen wird. Eine schöne Bescherung …
7. December 2007 |
René Seifert
Vor dem Wochenende noch eine Personalie von einer eLAB-Beteiligung: An der Spitze von Netdoktor gibt es einen Wechsel. Silke Haffner verlässt das Unternehmen zum Ende des Jahres, Nachfolger wird Philipp Graf Montgelas. Die ganze Pressemeldung findet sich hier.
3. December 2007 |
René Seifert
Im real existierenden Szenario der "Flat World" wird der Standort für wissensbasierte Tätigkeiten zunehmend unwichtig. Daher begab es sich, dass mich Arnd Benninghoff von eLAB in Indien besuchte und wir uns drei Tage lang ein recht intensives Programm verordnet hatten, wo weder Arbeit noch Gaudi zu kurz kommen sollten. Zunächst ein Hauch von Saturday Night Fever in Mumbai (Bombay), wo wurdauf der Chawpatti Beach die legendären Pani Puris eingeschmissen wurden.
Am nächsten Tag ging’s weiter nach Goa, einer dankbaren Entspannung zum üblichen indischen Chaos. Nein, es besteht bei Goa nicht die "Möglichkeit einer Insel", es handelt sich um reines Festland an der Arabischen See ziemlich genau in der Mitte des Subkontinents. Die Mischung macht’s, wenn man nur eine halbe Stunde in Shorts und Badeschlappen mit dem Roller herumdüst, dann bekommt man von englischen "Pauschis" (=Pauschaltouristen) über satt-grüne Palmenlandschaften bis zu einsamen Stränden mit italienischen Althippies alles Mögliche geboten. Auch ein deutsches Café samt Bäckerei in der Nähe von Baga, die "Pumpernickel Health Food Pvt. Ltd." darf nicht fehlen, in das wir gerne zum Frühstück eingekehrt sind.
Am Dienstag ging’s für einen halben Tag in meine Wahl-Heimatstadt Bangalore, mit einem südindischen Essen im "Nagajuna" und einem nordindischen Abendessen im "Samarkand" zusammen mit ein paar Expat-Freunden. Nach einem Kurzclubbing bis zur Bangalore-typischen Sperrstunde um 23.30 Uhr machten wir uns auf zum Flughafen auf die LH 755 nach Frankfurt, die wegen Nebels 40 Minuten auf der Bahn stehen musste, bevor sie vom Tower die Starterlaubnis in den indischen Nachthimmel erhielt. In München mit Temperaturschock angekommen, haben wir uns inzwischen wieder einigermaßen akklimatisiert und amüsieren uns heute noch darüber, dass wir in Goa zwischen Anjuna und Vagator dem Dreh eines Tamil-Films zuschauen durften, und zwar der wichtigsten Zutat im cineastischen Masala: Der Tanzszene. Gott sei Dank hatte ich meine kleine Kamera für die Aufnahme der Aufnahme dabei. Das ist der Stoff, aus dem indischen Heldensagen gestrickt sind … :-)