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Monatsarchiv für September 2008

Die Suche nach 'Monatsarchiv für September 2008' ergab 16 Treffer:

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22. September 2008 | René Seifert

OnlineStar ‘08: Drei eLAB-Ventures in der Endrunde

Publikumspreise sind was Schönes, gell. Statt eines präpotenten Jury wie bei DSDS fühlt man sich in einen basisdemokratischen Prozess eingebettet, als wäre man Teil der Kommune 1 und die fesche Uschi O. schenkt vor der Abstimmung jedem noch mal eine Tasse Tee ein :-)

Beim OnlineStar ‘08, dem sicherlich bekanntesten Publikumspreis in Deutschland in Sachen Internet, ist die Vorrunde vorüber und jetzt geht’s in der ehrlichen Hauptrunde um die Wurscht. Und siehe da, in den 15 Kategorien tummeln sich auf drei Ventures von eLAB, nämlich:

  • guut.de (Kategorie Shopping-Portale)
  • golem.de (Kategorie Hard- und Softwarehersteller, sowie IT-Zeitungen und Zeitschriften)
  • netdoktor.de (Kategorie Gesundheit und Wellness)

Vielleicht hat ja wer Bock bis 13. Oktober an der Abstimmung hier mitzumachen. Ich sag’s bloß so. Wenn man dann für die eLAB-Ventures abstimmt, hat keiner was dagegen. Fühlt Euch aber nicht verpflichtet; den Tee von Uschi O. gibt’s auch so :-)

 

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16. September 2008 | René Seifert

Interview mit Maks Giordano von SevenOne Intermedia

Inzwischen sind alle Vögelein von der TechCrunch50 wieder artig ins häusliche Nest zurückgeflattert und dabei die Eindrücke der äußerst inspirierenden Konferenz für sich zu verarbeiten. Auch an dieser Stelle der Ordnung halber noch der Nachtrag, dass der Gewinner der Konferenz Yammer heißt, Twitter für das Unternehmen. Die US-$ 50,000 als Preisgeld in die Klassenkasse sind sicher nicht übel, aber der Turbo für die Marktdurchdringung dieses prominente Event gewonnen zu haben, ist eigentlich in Geld nicht aufzuwiegen. Gutes Fazit des Events von Thomas Knüwer (Handelblatt), einem prägenden Teilnehmer des Germanen-Stammtischs :-)

Bin ein bisschen auf den Geschmack gekommen, mit den Video-Interviews und hab‘ noch eine Konserve aus San Francisco mitgebracht. Maks Giordano, verantwortlich für Online bei der SevenOne Intermedia, einer Tochter der ProSiebenSat.1 fasst auf dem schönen Alamo Square seine Eindrücke des Events zusammen, spricht vom inhaltlichen Fokus seiner Arbeit und dem strategischen Zusammenhang mit dem TV-Kerngeschäft.

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11. September 2008 | René Seifert

Techcrunch50: Michael Schwetje im Video-Interview

Immer wieder mal was Neues, auch auf dem eLAB-Blog. Nachdem sich das klassische geschriebene Interview an dieser Stelle ganz passabel bewährt hat, probieren wir heute mal Bewegtbild aus. Den Auftakt macht Michael Schwetje, Gründer und bis zuletzt CEO von OnVista, welches kürzlich an Boursorama verkauft worden ist. Seit ein paar Wochen ist Schwetje so was wie "Unternehmer in der Wartschleife", lässt sich für neue Ideen inspirieren und hat von daher auch nicht den weiten Weg nach San Francisco zur TechCrunch50 gescheut. Bei dieser Gelegenheit durfte ich ihn mir gleich mal greifen und im Hinblick auf seine zukünftigen Pläne interviewen.

Aus meiner Radio-Zeit bei Bayern 3 habe ich eines eingebläut bekommen: "Man kann über alles reden, nur nicht über zweieinhalb Minuten". So ungefähr kommen wir damit hin und sorry, ich sag’s gleich, für die Zitterhand. Ja dann, "Film ab":

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11. September 2008 | René Seifert

Techcrunch50: GoPlanit plant die Reise

Fines Tool von GoPlanit, welches das alte Leiden lösen hilft, bei einem Wochenend-Trip nach London jedes mal von Neuem das Rad neu erfinden muss, was schaut man an, wo geht man essen, wo haut man sich noch den Absacker rein. Und dann sollen diese Orte auch in irgend einer vernünftigen räumlichen Abfolgen zueinander stehen und in das Budget für den individuellen Geldbeutel passen.

goplanit

Mit GoPlanit definiert man den Zeitraum für die Reise und in die Kalenderfunktion werden automatisch die Slots für die Aktivität eingegen, die man noch mal anschließend frei bearbeiten oder mit Schiebereglern z.B. durch das Budget fürs Shopping verändern kann. Interessant an der Stelle, dass Mobile nicht nur ein Wurmfortsatz für einen Web-Dienst darstellt, sondern für das z.B. iPhone mit ortsbasierten Angeboten von Anfang an dabei ist. Am Ende der Reise lassen sich Erinnerungsfotos der Reise an die jeweiligten Ereignisse hängen. Und fast überflüssig zu erwähnen, kann man seine Einträge mit seinem Freunde teilen und sich daraus gegenseitige Empfehlungen abholen.

Das Geschäftsmodell in diesem ziemlich kompetitiven Umfeld soll "hyper-targetierte" Werbung und ein White Label Lösung sein. Nettes Ding, kein Zweifel, die Herausforderung wird wie so oft Distribution sein, Nutzer von anderen Seiten zum Wechseln zu bewegen bzw. die wenigen an Bord zu bringen, die sich noch nicht auf ähnlichen Plattformen herum treiben.

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11. September 2008 | René Seifert

Techcrunch50: Closet Coutoure zieht Frauen an

Sachen gibt’s, der Wahnsinn. Gerade hat Closet Couture in der Kategorie "Vertical Social Networks" präsentiert. Problem: Frauen brauchen im Schnitt 90 Minuten, um sich fürs Ausgehen bereit zu machen, davon gehen 26 Minuten auf den Klassiker drauf, wenn die Dame vor dem prall gefüllten Kleiderschrank steht und heult: "Ich hab’ nichts zum Anziehen".

Mit dem Dienst kann frau ihre Kleidung wie in einem Inventar-Management speichern, indem Klamotten fotografiert werden um dann in einer grafisch attraktiven Form (ohne ätzenden Hintergrund) als Rock, Bluse, Schuhe etc. im Profil abgelegt werden. Frau kann dann eine virtuelle Puppe probe-anziehen, aber vor allen Dingen ihren Kleiderschrank ihrem Netzwerk zur Verfügung stellen, aus dem Empfehlungen für das Outfit kommen. Vor allen Dingen, und da wird auch ein Geschäftsmodell erkennbar, kann man sich online ab US-$ 25 mit einem "Personal Stylist" verbinden, der den Job professionell erledigt. Viele, viele Features, fast ein bisschen zu viele, so zum Beispiel die Funktion dass man auf einer Kalender-Funktion genau weiß, wann man wann getragen hat, um die größte aller Peinlichkeiten für die Nutzerin zu vermeiden, mit der gleichen Klamotte zwei mal aufzulaufen.

Was auch auch unter dem Aspekt Geschäftsmodell Sinn macht und inhaltlich nahe liegt, sind Partnerschaften mit Geschäften, die im gleichen Format ihre Produkte einstellen, die man auf der virtuellen Puppe ausprobieren kann und bei Gefallen gleich von dort bestellen.

Ja, also: Sachen gibt’s. In Sachen Style bin ich ja der allerletzte den man fragen sollte. Ich hadere aber gerade mit mir, ob das wirklich ein Problem ist welches man lösen kann oder besser gesagt: ob frau das überhaupt mit rationalen Strukturinstrumenten lösen will, oder ob das Gejammer von "Ich habe nichts zum Anziehen" nicht Teil eines eingespielten und wichtigen Rituals zur partnerschaftlichen Beziehungspflege ist :-)

 

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10. September 2008 | René Seifert

Techcrunch50 Tag 3: Coole Start-Ups bei “Games”

Und weiter geht’s mit den nächsten Runde zu "Games", nachdem man beim gut besetzten deutschen Stammtisch im Bratwurst- und Bierphantasien gesellig ausgetauscht hat. So stellt man auf der Konferenz sicher stellt, dass man in ein paar Tagen Ami-Land seine Muttersprache nicht verlernt :-)

Den Start machen Grockit mit Slogan "think.learn.be.", die sich " Massively Multiplayer Online Learning" bezeichnen. Die Idee ist, dass man sich in der z.B. Vorbereitung auf einen Multiple Choice-Test zeitgleich zusammen schließt und dabei ungefähr so was wie "Wer wird Millionär" spielt, wenn man nicht mehr weiter weiß und dann andere Teilnehmer in der Community auf den Plan treten, um mit ihren Tipps die Auswahl von 4 auf 2 zu reduzieren. Das spielerische Element soll die Streberei erträglicher machen. So richtig reißt dieser Dienst kleinen vom Hocker weil die virale Ausbreitung von "Hey, lass uns mal zusammen Moped-Führerschein-Theorie büffeln" nicht so super-sexy klingt.

Atmosphir ist in jedem Fall eines von den geileren Start-Ups auf Techcrunch50 und läst sich am ehesten mit "Lego für Computer Spiele" beschreiben: Nicht für Studios wie Electronic Arts, sondern für Menschen wie Du und ich, die mit einem intuitiven grafischen Benutzerobefläche ein Spiel im Editor zusammen bauen, verschiedene Levels, beliebige Landschaften, Formen, Spielern, Anzahl an "Leben" und Regeln. Während man baut, kann man zum Testen immer wieder in den Spiel-Modus wechseln. Was am Ende dabei heraus kommt, ist dafür dass es von "Laien" stammt wirklich beindruckend.

Der Rest ist durchexerziert und absehbar beim "Deployment": Der soziale Kontext, in dem man das Spiel gemeinsam entwickelt und freilich zusammen oder gegeneinander spielt. Joi Ito in der Jury stellt die kluge Frage, ob man bei so einer Plattform, bei der man "alles" machen kann am Ende "nix" dabei rauskommt, wenn man nicht mit engeren Formaten an den Start geht, die die Kreativität in Gang setzen. Aber am besten mal selbst die Präsentation on demand nachkucken.

Fette Grafik zum Gameplay von Playce, bei der die Innovation darin besteht, dass man per Streaming im Browser eine Spielqualität geboten kriegt, die man sonst nur von der Konsole (sagen wir vor 3 Jahren) kennt – und da steckt bekanntlich eine DVD mit Daten satt. Schon beeindruckend, weil auch daduch die Welt zunehmend zum einheitlichen URL-Standard zusammen schrumpft. Mit verschiedenen Spiele im Angebot will man sich im Gegensatz zu den Vorgängern als Destination-Site aufstellen. Joi Ito bringt legt zurecht den Finger in die Wunde, weil man als Destination erst dann wirklich erfolgreich wird, wenn man ein bis zwei Blockbuster auf der Rille hat. Und dazu reicht eine smarte Streaming-Technologie alleine nicht aus. Geschäftsmodell zielt auf im Spiel eingebettete Werbung und virtuelle Güter.

Pause. Benninghoff besorgt Getränke. Anschließend stehen noch "Vertical Social Networking" und "Research & Recommendation" auf dem Programm. "Wir werden weiter berichten" :-)

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10. September 2008 | René Seifert

Techcrunch50 Tag 3: Rich Media begeistert die Halle

Tag 3 beginnt mit Rich Media, wo Videosurf von isrealischen Gründern schon mal gut in die Vorlage geht. Es handelt sich um eine Meta-Suche über veschiedene Video-Seiten wie YouTube, die über eine Technologie Menschen, Objekte und Szenen/Situation erkennen kann. Sucht man z.B. nach Brad Pitt, bekommt man Ergebnisse die genau an die jeweilige Stelle des Videos springen, wo der Angelina-Gatte zu sehen ist. Darüber hinaus kann man über eine visuell gesteuerte Navigation Inhalte erreichen bzw. sich für neue Entdeckungen inspirieren lassen. In der DSDS-artigen Jury stellt Bradley Horowitz von Google die Frage, ob man nicht versucht ohne Not eine Problem technologisch zu lösen, welches sich durch einen sozialen Kontext wie Tags besser lösen lässt.

Nun ja, mit Verlaub, genau das aber, nämlich Suche mittels Hochtechnologie, ist das was Horowitz’ Arbeitgeber mit nicht so schlechtem Erfolg seit 10 Jahren macht – wie auch gerade Michael Arrington bemerkt. Wenn Videosurf wiklich das hält, was es verspricht, löst es ein fettes Problem von der Undurchdringlichkeit von Video-Inhalten.

GazoPa kommt als nächstes, mit zwei Herren aus Japan auf der Bühne. Der Dienst nimmt für sich in Anspruch, eine Bildersuche für Ähnlichkeiten anzubieten. Im Beispiel geht es um Handtaschen. Und siehe da: Es kommen Bilder von Handtaschen, so weit nichts Neues. Aber man kann anschließend über Parameter defineren, dass man Handtaschen in der gleichen Form, aber in unterschiedlichen Farben sehen will. Und in der Tat: Plötzlich sieht man nur noch Handtaschen (länglich mit hohem Henkel) in rot, braun, grün und schwarz. Ein bisschen Gesichtserkennung ist auch dabei, wenn es um Personen geht. Spannend ist das Feature, dass man freihändig die Silhoutte von z.B. einem T-Shirt in einen Editor malen kann und als nächstes bekommt man als Treffer eben T-Shirts. Die Funktion lässt sich auch auf Videos übertragen.

Was soll man davon halten? Mein Nerd-Herz ist davon begeistert, aber ich bin mir nicht sicher, ob das für eine Company oder ein Business reicht und ob man damit eine eigene Webseite erfolgreiche oder gar profitabel betreiben kann. So eine Funktion wäre ein fantastisches Feature für Flickr oder Picasa, aber als Stand-Alone Produkt gibt das zu wenig her.

Illustere internationale Runde heute, nach den Jungs von GazoPa aus Japan ist nun ein französischer Monsieur mit charmantem Akzent auf der Bühne und stellt seine Start-Up Fotonauts vor. Es handelt sich um einen Album-Aggregator, mit dem man seinen eigenen Bilder aus verschiedenen Quellen wie seinem Flickr- oder Picasa-Account zusammenziehen kann und dabei auch auf die bestehenden Meta-Daten wie Titel oder Tags zugreift. Smart ist, dass man sein Album auch um eine Suche von Bildern Dritter erweitern kann, die das Bild mit einer Create Commons Lizenz versehen haben. Ein sozialer Kontext ist auch dabei, in dem man Bilder von seinen Kontakten nahe gebracht bekommt bzw. diesen seine eigenen Kontakte empfehlen kann. Beim Play-Out kann man einen Feed per RSS, in sein Facebook-Account oder ein eingebettetes Album in den Blog pflanzen. Gutes Feedback von der Jury.

Bojam kommt auf die Bühne und bringt einen bloden, hageren und langhaarigen Gitarren-Rocker auf die Bühne. Und was die vorführen hat echte Gänsehaut-Qualität und ganz einfach erklärt: Ein weltweit verteiltes Musikstudio oder "Open Source Wikipedia for Music Creation". Ein Tool, welches im Browser Aufnahme von Songs zulässt, jeder mit seinen Instrument mit einer Tonspur, zeitlich beliebig versetzt, wo jeder seinen Take einspielt. Alles das lässt sich kollaborativ perfekt zusammenmixen. Bojam geht noch einen Schritt weiter, wie der Rocker gerade vormacht. Er verfolgt die bereits aufgenommenen Gitarrengriffe von "Africa" (Toto) per Video und "Noten", die im Browser wie beim Karaoke vorbei-scrollen und kann parallel dazu üben. Hammer.

Anschließend, nachdem er sich fit fühlt, spielt der Musikant seine Session ein. Als Business Modell will man diese Aufnahme z.B. bei iTunes, Rhapsody gegen Bezahlung anbieten. Die Jury ist von Produkt angetan aber stellt die richtigen Fragen, wie es mit den Rechten bei den Songs aussieht. Einfach gestaltet sich das, wenn man selbst etwas komponiert, aber bei so was wie bei Toto’s "Africa" kann mit "Open Source" auch schnell Schluss sein. Aber meiner Einschätzung alles lösbar, wenn der Dienst Fahrt aufnimmt, was ich mir nach dem Demo sehr gut vorstellen kann.

 

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10. September 2008 | René Seifert

Techcrunch50: Swype mit Potenzial zur Tipp-Revolution

Mit "Dicke Hose"-Sprüchen halte ich mich zurück so weit es geht, aber diese Technologie ist der Hammer, der allen 2000 Teilnehmern auf der Techcrunch 50 den Atem stocken ließ. Denken wir noch mal knapp 10 Jahre zurück, als SMS in die Gänge kam. Da musste man auf einer frickligen Tastatur Buchstabe für Buchstabe eingeben – bis T9 erfunden wurde. Woaßt scho, da wo man nach ein paar Buchstaben das beabsichtigte Wort vorgeschlagen wird …

Erfunden hat die Technologie Cliff Kushler, der mit seiner neuen Company Swype die Latte noch mal ein schönes Stück höher legt und souverän überspringt. Swype macht das Tippen nämlich gänzlich überflüssig, was sich in Zeiten von Touchscreens à la iPhone mit einfacher und schnellerer Eingabe bezahlt macht. Was man tut ist ganz einfach: Mit dem Finger oder dem Griffel fährt man nur die Buchstaben auf der Tastatur nacheinander pro Wort ohne Absetzen ab und der Algorithmus erkennt das Wort mit hoher Trefferquote. Weitere Anwendungen, die in der Luft liegen, gehen in die Richtung mittels Gesten auf der Spielkonsole Wii Buchstaben abzufahren um damit zu schreiben.

Das Ding ist richtig groß, die ganze Jury (siehe Post über Mobile oben) hat es nicht mehr auf den Stühlen gehalten und alle wollten das Ding live ausprobieren und es hat funktioniert. Aber machmal reichen Worte nicht aus, um die Dinge zu beschreiben, daher kann ich nur wärmens empfehlen sich das Video der Präsentation hier anzuschauen.

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10. September 2008 | René Seifert

Live von der Techcrunch50: Mobile nach dem Mittagessen

Die erste Runde von heute Vormittag ist geschlagen, die ich später noch nachtragen werde (meinem Akku ging der Saft aus). Jetzt geht’’s um 14.20 Uhr weiter mit dem Themencluster "Mobile". Geile Jury mit Craig Newman (Craigslist), Tim O’Reilly (O’Reilly Media), Josh Kapelmann und Even Williams (Twitter).

Mytopia sind mit der Mission angetraten "Make the world play together". Der Dienst nimmt sich das Problem zur Brust, dass es in der mobilen Welt noch eine Vielzahl von Plattformen gibt (Microsoft Mobile, Symbian, J2ME etc.), die jedem Entwickler die Haare zu Berg stehen lassen, weil sie den Entwicklungsaufwand ohne Not und Nutzen verfielfachen. Witzig: Zur Demo hat der Gründer 5 verschiedene Smartphones unter den Präsentationsbeamer gelegt und da gab’s auch die Panne zum Vorführeffekt. Was Mytopia jetzt launcht, ist ein Entwicklungsframework "RUGS" für Spiele, so dass man als Entwickler nur ein mal entwickeln muss und die Multi-Plattform Anpassung von selbst funktioniert. Die Jury nimmt sich den jungen Mann Guy Ben-Artzi gut zur Brust, will wissen wie er damit Geld verdienen will oder ob er sich als Tool- oder Content-Company verrsteht. Da bleiben die Antworten – wie durchaus auf der ganzen Techcrunch 50 – eher dünn bis schweigsam.

Ring frei für tonchidot, ziemlich abgefahrene Applikation, die mich ein bisschen an ein Head-Up Display im Cockpit von Kampfflugzeigen erinnert. Der Pilot schaut nach vorne durchs Fenster und auf die Scheibe werden ihm die wichtigsten Flugdaten projeziert. In diesem Fall ist das Cockpit das iPhone, durch das man mittels Video-Funktion live in z.B. eine Fußgängerzone glotzt, und dank GPS und der Applikation von Tochidot bekommt man bunte Widgets Tags auf z.B, auf die sichtbaren Häuser gesetzt, die einem zeigen um welches z.B. Restaurant es sich handelt und wie die Speisekarte aussieht. Man geht in einen Laden, dann bekommt durch das gleiche Verfahren Preisvergleiche zu den Produkten vor einem. Während ich hier live schreibe, kommen zunehmend Zweifel auf, ob die japanischen Gründer mit einem völlig überdrehten Auftreten und wenig Substanz beim Nachfragen nicht um eine Hape Kerkeling-mäßige Verarsche  handelt, bei der es Mike Arrington und die Jury reingefallen sind. Abgefahrene Nummer, gute Show, haben uns hier alle weggeschmissen.

fitbit will das Problem lösen, dass die Amerikaner immer fettter werden, 60 Prozent sind entweder übergewichtig oder fettleibig. Das Produkt ist ein unauffälliger schwarzer Clip, der in der Lage ist das eigene Bewegungsprofil zu messen und drahtlos und automatisch ins Internet zu übertragen. Dort loggt man sich auf seiner Profilseite ein, die einem alle "Telemetriedaten" wie Kalorienverbrauch oder Schlafmuster anzeigt. Zusätzlich gibt man dann noch ein, was man so an Essen und Trinken zu sich genommen hat. Der Dienst erlaubt es dann, dass man sich Ziele setzt und sowohl Kalorienaufnahme als auch -verbrauch im Griff behält. Das echt Coole daran ist die Verbindung aus Hardware und Software, der schon ziemlich in Richtung "Ambient Computing" geht und mit einem Kaufpreis von $99 dabei die Tür zu einem nachvollziehbaren Businessmodell aufmacht. Alles in allem ist der Dienst einer der Innovativsten, die bisher auf der ganzen Techcrunch50 präsentiert haben.

 

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9. September 2008 | René Seifert

Techncrunch50: Neue Dienste nach Tag 1

Bevor es gleich mit der Session für den Tag 2 weiter geht, an dieser Stelle noch ein paar erwähnenswerte Start-Ups vom gestrigenn Auftakt. Shryk ist eine Dienst, der Teenagern erlaubt spielerisch ein Gefühl für Geld zu vermitteln, was es heißt duch Autowaschen das Taschengeld aufzubessern, sich Klamotten zu kaufen und gleichzeitig etwas zum Sparen beiseite zu legen. Blahgirls wurde Demi Moore-Gatten und Gründer Ashton Kutcher präsentiert, ein schrilles, interaktives Videoformat für Teenage-Mädel welches stilistische Erinnerungen an South Park weckt.

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DotSpots hat den Anspruch einen plattformübergreifenden Standard dafür zu setzen, dass man auf inhaltebasierten Seiten wie bei Fußnoten Anmerkungen und Kommentare hinzufügen kann, die sich sogar bei Agenturmeldungen auf alle Plattformen erstrecken, die die gleiche Meldung bringen. FairSoftware war einer meiner Favoriten, weil er durch ein cooles Produkt die Grenzen zwischen einem Unternehmen mit Gesellschaftern und einem Projekt mit Freelancern verschwimmen lässt. Man setzt ein Projekt auf, benennt Projektteilnehmer und gibt ihnen virtuelle Aktien, definiert Einbehaltungsquoten für Gewinne, mögliche Verwässerungen und vor allen Dingen schließt man untereinander einen bindenden Vertrag. Die eingehenden Einnahmen werden dann wie in einer Gesellschaft nach dem Aktienschlüssel verteilt und ausgeschüttet. Wenn das Projekt so gut läuft, dass man nun noch doch lieber aus einer "richtigen Firma" heraus operiert, dann bietet einem FairSoftware bereits die richtige Grundlage für den Übergang dafür.

Yammer ist so eine Idee, bei dem man sich ans Hirn haut und sagt "ja, klar, warum bin ich da nicht selbst draufgekommen". Yammer ist Twitter fürs Unternehmen. Das heißt man hat eine Vielzahl von sinnvollen Einstellungen, damit man in der Firma unter sich ist. Aus der Sektion "Advertising & Commerce" hat sich AdGregate Markets hervorgetan, weil es das Problem löst, dass man für eine transaktionsbezogene Werbung auf einer Publisher-Seite immer erst von der Seite weggeführt wird. AdGregate erlaubt es eine Produkt aus dem Werbebanner heraus zu bestellen und dort die gesamte E-.Commerce Bestellung abzuschließen.

OtherInbox schließlich was noch so ein anderer Publikumsliebling, der dem Nutzer erlaubt on the fly beliebig viele E-Mail Adressen wie z.B. amazon@rene.otherinbox.com oder beateuhse@rene.otherinbox.com usw. für alle Dienste zu erzeugen, mit denen man so zu tun hat und die einem zusammen genommen pro Tag 30 bis 100 Mails pro Tag verschicken, aber die man eben wegen lästiger E-Mail Flut nicht in der Hauptinbox haben will. Am Ende kann man sich pro E-Mail Adresse clusterweise einen Überblick über die eingegangenen Mails verschaffen und sich sogar eine Zusammenfassungsmail an die Hauptmail schicken lassen.

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Spannender Tag war’s gestern, was uns noch zusammenfassend auffiel ist dass das Zeitalter von Communities vorbei zu sein scheint. Es war kein einziges Start-Up dabei, welches versucht von Null kritische Masse aufzubauen, vielmehr versucht man Dienste à la Hangout (haben auch gestern präsentiert) auf den bestehenden Massen-Netzwerken wie Facebook oder MySpace aufzusetzen.

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