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Auf zum Web 2.0 Summit nach San Franciso





16. October 2007 | René Seifert

Sitze auf gepackten Koffern und freue mich schon wie ein Schnitzel auf den Abflug heute Nachmittag mit LH 458 von MUC nach SFO. Ab morgen gibt es dort den vierten Web 2.0 Summit. mit einer interessanten Agenda und spannenden Speakers. Nachdem das Event letztes Jahr wirklich lohnend war, hab’ ich mich entschlossen auch heuer wieder rüberzumachen und werde so artig wie es geht an dieser Stelle bloggen.

Was ich mir erhoffe mitzubringen ist freilich ein Update zu den "aktuellen Trends" durch die Veranstaltungen und durch Gespräche mit interessanten Teilnehmern. Letztlich juckt es mich als Unternehmer so konkret wie möglich für neue Produktideen inspiriert zu werden. Man muss umgekehrt auch die Kirche im Dorf lassen und darf sich von drei Tagen Konferenzbesuch keine Atem beraubende Enthüllung erwarten, wenn man ansonsten die Branche durch Blogs und Produktreviews verfolgt. Aber eine Veranstaltung von diesem Kaliber reicht einem die Materie zumindest in einem hoch verdichteten Aggregationszustand dar.

Der gestrige Spiegel-Artikel über Dotcom-Phantasien war eigentlich überfällig, wenn man sich die die Vielzahl von debilen Web 2.0 Firmennamen anschaut, deren Qualität nur noch von der Produktidee selbst und dem nicht vorhandenen Geschäftsmodell unterboten wird. Aber wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne. So sollte man sich nicht täuschen lassen, dass in einem Internetjahr nicht eine Menge passiert wäre und die Themen auf dem diesjährigen Web 2.0 Summit ohne Kunstgriff andere Schwerpunkte besetzen als noch auf dem Letzten. Der offizielle Titel lautet "The Web’s Edge".

Dieser Wired Blog-Post deutet das etwa griffiger um in "The Socialization of Presence" und bezieht sich dabei auch auf Chris Messinas Ausführungen zur jüngsten Jaiku-Akquisition durch Google. Voraussetzung für folgenden Usecase wäre ein (bisher in dieser Form noch nicht existentes) Adressbuch 2.0:

Rather than calling somebody or sending an e-mail or a Twitter or an IM, you just open up your contact list and click on their name. Wherever they are, your communication reaches them via the most convenient and appropriate means. So, they’re walking on the beach, their iPhone rings. If they’re in a meeting, they get a text message. If they’re at their desk, they get an e-mail. If they’re in Asia, they’re probably asleep, so they get a voicemail. Another name for it is the "presence-enabled phone book."

In einem solchen Szenario, und da bewegen wir uns wirklich an den Rändern des Internet, geht es in erster Linie nicht um proprietäre Dienste wir Facebook, Twitter, Skype oder Plazes die Informationen zu unserem Aufenthaltsort und unserer aktuellen Kommunikationsbereitschaft isoliert vorhalten. Vielmehr geht es um die Möglichkeit die "bits & pieces" aus diesen und vielen anderen Anwendungen seinem vertrauten sozialen Netzwerk so sinnvoll anzubieten, damit sich ihnen dadurch eine Vielfalt von Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.

In den nächsten Tagen dann mehr aus San Francisco und hoffentlich auch etwas konkreter … ;-)


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16. October 2007 - 09:14, abgelegt in Kategorie: Best Practices, Events, Makro-Trends, Web 2.0

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