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Archiv der Kategorie 'eLAB Intern'

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11. June 2009 | René Seifert

Kommentar-Problem auf dem eLAB Blog

Sorry an alle, die sich in den letzten Tagen die Mühe für durchdachte und wertvolle Kommentare an dieser Stelle gemacht haben, die aber nicht online gegangen sind. Eigentlich hatte ich die Moderationsfunktion neulich abgeschaltet, und eigentlich hätten die Kommentare gleich live gehen müssen und mir eigentlich eine Systemmail zur Info schicken sollen. Na ja, eigentlich, obwohl ich das auch alles so getestet hatte, ist nichts davon passiert und die Kommentare waren von mir unbemerkt in der Warteschleife.

Sorry dafür, keine Missachtung und schon gar keine Zensur. Die Kommentare sind jetzt alle live und das Problem schaue ich mir heute im Lauf des Tages noch mal in Ruhe an. Schönen Feiertag.

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Kategorie: eLAB Intern
5. February 2009 | René Seifert

Spielarten wie man sich (nicht) in Start-Ups einbringt

Sofern man einigermaßen gut vernetzt ist, wird man erfreulicherweise immer wieder mit Ideen, Konzepten oder frühphasigen Unternehmen konfrontiert, in die man sich in einem meist nicht näher definierten Spektrum einbringen kann. Was wird einem da nicht alles suggeriert: Von „Du kannst doch dies und jenes sehr gut, was für und wichtig wäre“ bis „Du hast doch ein super Netzwerk, das Türen öffnet“.  Im Gegenzug wird einem dafür eine „Beteiligung“ in Aussicht gestellt. Selbst wenn was dran sein sollte, liegt es an einem selbst dieser vermeintlich einmaligen Opportunity Struktur und Richtung zu verleihen.

Rollen in einem Unternehmen
Das Schöne daran: Man muss das Rad nicht neu erfinden, sondern man kann und sollte sich meiner Erfahrung nach in den bestehenden Kategorien des Grundstudiums BWL bewegen, und zwar: Eigentümer, Manager, Angestellter und Dienstleister. Gehen wir’s, auch wenn es banal klingt, mal kurz nacheinander in einer zunächst trennscharfen Abgrenzung durch.

  • Der Eigentümer (=Beteiligter, „Shareholder“) zahlt Kapital in die Firma ein und profitiert durch Kapitalerträge in Form von Dividenden auf ausgeschüttete Gewinne oder einem Wertzuwachs nach einem Verkauf seiner Anteile („Exit“). Ende, aus. Von einer Verpflichtung, an den Unternehmensgeschicken mitzuwirken, ist da keine Rede.
  • Der Manager (=Geschäftsführer) verfügt über ein satzungsmäßiges und vertragliches Mandat der Eigentümer, das Unternehmen eigenverantwortlich zu führen. Dafür erhält er ein Gehalt. Nicht unüblich ist darüber hinaus eine leistungsbezogene Extrazahlung („Bonus“).
  • Der Angestellte stellt dem Unternehmen n der Regel seine ganze Arbeitskraft zur Verfügung und bekommt ein Gehalt.
  • Der Dienstleister ist eine unabhängige Organisation (im kleinsten möglichen Szenario als Freelancer), die entweder im Austausch für ein Gewerk (=Werkvertrag) oder ein Bemühen (=Dienstvertrag) eine Vergütung erhält. Auch denkbar: Eine anteilige Provision als freier Vertriebsagent für die erfolgreiche Anbahnung einer Transaktion.

So weit, nichts Neues, der alte Marx hat sich in seinem „Das Kapital“ bis zum Erbrechen und später auch historischen Gebrechen dazu verausgabt. Steht man am Anfang eines Unternehmens, werden diese Rolle aus nachvollziehbaren Gründen oft in einen Topf geschmissen. Zwei Gründe dafür: Einmal ist Cash notorisch knapp als dass man unbedingt gleich in der Vielheit dieser Dimensionen denkt, zum anderen überschneiden sich die Rollen in einem Start-Up fast immer.

Besonderheiten bei Start-Ups
Insbesondere der oder die Gründer zeichnen sich dadurch aus, dass sie in Personalunion Eigentümer, und Manager/Angestellte sind. Sie bilden den Nukleus der Saat, aus der ein blühender Garten entstehen soll. Ihre Motivation ist aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen zu gestalten sowie oft alles eigene Ersparte und das von „Friends & Family“ zu vermehren. Dafür sind echte Unternehmer bereit, sich über eine olympische Langstrecke den Arsch bis zum Genick aufzureißen. (Zu dieser schizophrenen Doppelrolle zwischen Investor und Arbeitskraft siehe auch dieser frühere Post auf dem eLAB-Blog.)

Inzentivierung an der Peripherie des Start-Ups
In diesem Beitrag geht’s mir aber nicht so sehr um den harten Kern der Gründern, sondern eher das was sich anschließend in ferneren konzentrischen Kreisen des unternehmerischen Eco-Systems bewegt. Oft genug liegt die Versuchung nahe, jeden Webseiten-Grafiker und am besten auch noch den zweifelsfrei hoch geschätzten Hausmeister am Unternehmen zu beteiligen, wenn sie dafür nennenswert auf Entlohnung verzichten und das Unternehmen deswegen sein Cash zusammen halten kann. Vor nichts kann ich mehr warnen.

Anteile sind heilig. Fängt man an, damit um sich zu werfen wie Graf Poldi am Freibierstand, ergeben sich drei bekannte Probleme: Der Aufwand für ständige Anteilsüberschreibung in einer GmbH mit Notartermin etc. ist nicht trivial („Transaktionskosten“), während erschwerend hinzukommt, dass eine hohe Zahl von Gesellschaftern dem Hüten eines Sacks voll Flöhen gleicht. Zweitens, dadurch dass die Gründer zunehmend Anteile verwässern, sinkt ihre Motivation das Unternehmen mit 120-prozentigem Einsatz zum Erfolg zu treiben. Und schließlich werden so gut wie immer wechselseitige Erwartungen enttäuscht, was genau im Gegenzug für die Anteile zu tun ist: so verbrennt man sich erfolgreich seine Reputation und sein Netzwerk.

Unklarere Erwartungen sind Gift
Anteile „verdient“ ausschließlich wer langfristig in einer Schlüsselrolle der Erfolg des Unternehmens mehren wird und dies fast allen Fällen durch die nötige Einzahlung in die Kapitalrücklage unterstreicht. Das sind freilich die Gründer selbst, oder im Modell eLAB die beteiligten Geschäftsführer, wie eLAB-Chef Stephan Roppel in diesem Interview erläutert. So ein klassisches Anti-Beispiel hingegen wie man’s nicht machen sollte: „Du kriegst ein Prozent an der Firma, wenn Du uns im Business Development wichtige Deals heranschaffst.“ Ja herzlichen Dank, aber wofür genau? Man muss keiner Hellseher sein, dass hier fehlende Spezifikation bald zu schlechter Stimmung und schlimmer noch zu fehl geleiteter Management-Attention zu ihrer Behebung führen werden.

Kommen wir zurück zu unseren verschiedenen Rollen: Besser regelt man so etwas eindeutig über einen Vetriebsprofi, der über messbare Ziele geführt wird, uns neben seiner Provision in der Regel auch eine fixe Komponente erwarten wird. Wenn das Cash dafür nicht drin ist, die Gründer die Aufgabe selbst auch nicht schultern können aber auch kein Risikokapitalgeber an das Modell glaubt, dann sollte man das vielleicht auch als hilfreichen „Reality Check“ zur Validität des eigenen Geschäftes werten.

Money rulz’
Auch der Angesprochene für diesen vermeintliche Opportunity wird auch nicht richtig inzentiviert sein: Weder am Anfang, um durch das Tal der Tränen jeder Vetriebstätigkeit zu marschieren, noch hinterher wenn er ohne großen emotionalen Bezug zu dem Unternehmen feststellt, dass er auf einem Prozent von etwas sitzt, was erst mal für längere Zeit nicht fungibel, also veräußerbar sein wird. Wenn er jedoch an das Konzept samt Team glaubt, die Bewertung stimmt und man etwas Geld übrig hat, ist das Liebäugeln mit einer Beteiligung keineswegs verboten. Kommt diese zu Stande, sollte allen Beteiligten klar sein, dass jegliches Engagement als aktiver Investor in Form von Mentoring, Sparrings-Partner oder Türöffner möglich ist, jedoch eine vollkommen freiwillige Zusatzleistung darstellt.

Daher sollten alle Beteiligten in einer solchen Konstellation erst einen Schritt zurück treten, sich die diversen Hüte für die verschiedenen Rollen in einem Unternehme aufsetzen um zu testen, welcher von denen in der herrschenden Lage am besten passt. Aus Erfahrung wird es im Sinne einer bestmöglichen Corporate Governance nicht die Beteiligung gegen reine Arbeit sein. Dafür dient auch in Zeiten der Finanzkrise das alt bewährte Tauschmittel namens Geld.

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5. December 2008 | René Seifert

Ehrliche eLAB-Weihnachtsfeier in der Ayinger Brauerei

Das Christkind muss in diesem Jahr ein Braumeister sein. Mit Bussen legten wir gestern Abend aus der Münchner Sonnenstraße ab mit Kurs auf Aying im Südwesten der Stadt, dort auf das Allerheiligste der 4400-Seelen Gemeinde zu: Die Ayinger Brauerei für unsere Weihnachtsfeier 2008. (Alle Fotos vom Event hier in diesem Flickr-Album).

So sehr wir alle bei eLAB und seinen 14 Ventures auch unseren Job im Internet lieb haben, so haben wir schon gestaunt wie so ein altes und ehrliches Handwerk wie das Bierbrauen den Sprung in die Gegenwart geschafft hat: Das Reinheitsgebot von 1513 auf einer High-Tech vollautomatisierten Produktionsanlage im 21. Jahrhundert Tag für Tag stoisch durchzulittern – wie wir dank einer kompetenten Führung durch den Betrieb erfahren haben.

Im "Kommandostand" der Privatbrauerei stehen zwei Computer, die einem visuell anzeigen wenn etwas im Prozess hakt und gegebebenfalls nachts oder am Wochenende den "BvD" (=Braumeister vom Dienst) automatisch aus dem Bett telefonieren. Ansonsten dominiert in der Produktionsanlage ein sauberes chromglänzendes Ambiente.

Ayinger Brauerei

Das erste Freibier gab’s auch direkt aus dem Reifetank für das Kellerbier (unfiltriert, siehe Bild oben), bevor es dann im ersten Stock im Brauereigasthaus mit mehr und noch mehr Freibier zünftig weiter floss. Es zeugt zweifelsfrei von einer toleranten und friedfertigen Weihnachtsgesellschaft, wenn in einem solchen Rahmen auch Weintrinker geduldet wurden ;-) Stephan stellte seiner Rede für die Rückschau fest, dass es auch noch ein Jahr 2008 vor September und der Krise gab, in dem innerhalb der Ventures Großartiges geleistet worden ist.

Freilich könne niemand die augenblicklich schwierige Konjunkturlage leugnen, deren weitere Entwicklung in 2009 zudem mit Unsicherheit behaftet ist, aber gerade in solchen Zeiten seien Fokus, Leidenschaft und der Glaube an den eigenen Dienst erst recht die wichtigsten Kräfte für unternehmerischen Erfolg.

Die Rückschau der etwas anderen Art lieferten der Nikolaus und Krampus, die in der Verkörperung des Edlen durch Arnd bzw. des Proleten durch mich bis auf die Kostümierung keiner Schauspielerei bedurften. (Ich hatte mich einfach 3 Tage lang nicht rasiert.)

Venture für Venture wurde zum hochnotpeinlichen Verhör nach vorne befohlen und musste dem Nikolausi ein kleines Kunststückchen vorführen, bevor man ein Geschenk in der Bilanz als GWG aktivieren und gleich wieder abschreiben durfte. Hut ab vor dem Einfallsreichtum: Von einem Medizinquiz ("Wie viele Kalorien hat ein Teelöffel Sperma?") durch NetDoktor bis hin zu einer Abwandlung von "We will rock you" in "We will jog you" durch Jogmap wurde nichts ausgelassen.

Gar nicht zu reden von der geilen Fresserei einer hervorrangenden Bayerischen Küche vom Brauereiherd, wo die Krustensau mit Blaukraut und Knödeln den Weg in unsere gierigen Rachen gefunden hat. Und ein unendlicher Strom an perlendem Freibier hat dann dafür die gesorgt, dass die Peristaltik die Nahrung geschmeidig in den Magen zur weiteren Verwertung befördert. Bei uns verkommt nämlich nix.

Zurück in den Bussen machte sich angenehme Trägheit nach einem ehrlichen bayerischen Abend, so dass es nur noch ein harten Kern zur After-Hour in die Milchbar eine Tür weiter vom eLAB-Büro geschafft hat.

Erwiesen ist jedoch, dass zwischen 1513 und 2008 in wirtschaftlichen Höhen und auch in Tiefen eines in Stein gemeißelt steht: Hopfen und Malz – Gott erhalt’s :-)

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21. November 2008 | René Seifert

In eigener Sache: Leitfaden für Beiträge auf dem eLAB-Blog

Das ist so etwas, was ich "immer mal machen wollte". Hab jetzt endlich mal die Zeit und Muße dafür gefunden. Einmal in platter Selbstreferentialität so etwas wie eine eigene Positionsbestimmung, die sich in den zwei Jahren dieser Blogexistenz ergeben hat, zum anderen nach vorne gerichtet eine herzliche Einladung für interessierte Autoren.

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Der eLAB-Blog zielt auf Unternehmer bzw. Verantwortliche aus den Branchen Internet, Mobile und digitale Medien, die insbesondere einen auf den Endnutzer gerichteten Fokus verfolgen. Gleichzeitig schließt er den Blick über den Tellerrand in laterale Industrien mit Innovationswirkung für die eigene Kernausrichtung mit ein. Freilich nimmt er in einem gesunden Mix Produkte und Ereignisse aus dem Holtzbrinck eLAB-Kosmos mit einer gewissen inhaltlichen Distanz auf.

Inhaltlich verfolgt der Blog den Anspruch, aktuelle Entwicklungen, authentische Erfahrungen und Best-Practises in einem übergreifenden Kontext „von Unternehmern für Unternehmer“ zu verbinden. Der Blog versteht sich als offene Plattform für Beiträge von Autoren sowohl aus dem eLAB-Umfeld als auch von außen, deren Beiträge uns herzlich willkommen sind.

Aufgrund der Erfahrung zahlreicher Postings auf dem Blog, an ein paar Tipps für einen gelungenen Beitrag bei eLAB.

Gute Beispiele:

Positiv

  • Thema klar definieren, welches von Anfang bis Ende mit einem roten Faden durchgezogen wird. Gerne im Vorfeld Rücksprache halten. Im Zweifelsfall Fokus eng halten.
  • Nutzer/Leser im Auge behalten: Anspruchsvolle Zielgruppe von Machern und Verantwortlichen aus der Branche, denen man nicht die Abkürzung SEO erläutern muss. 
  • Authentizität: Aus eigener Erfahrung sprechen („Ich/Wir haben XYZ ausprobiert …“), Mut zu Blut und Tränen beweisen, gerade wenn etwas nicht so lief wie geplant.
  • Leidenschaft und Feuer demonstrieren, die eigene Erfahrung mit anderen zu teilen. Dabei kommt es auch nicht auf den letzten pulitzerpreisverdächtigen Schliff in der Sprache an.
  • Frontale, schnörkellose Sprache in lesbaren Satzlängen. Deutsch schreiben, Anglizismen sind bei der inhaltlichen Ausrichtung des Blogs unvermeidbar. Dennoch nicht inflationär verwenden, lieber von „Suche“ als von „Search“ sprechen. 
  • Gerne einen gut begründeten Standpunkt, auch einen kontroversen, vertreten.
  • Reichlich auf andere Quellen/Blog-Posts zurückgreifen, zitieren und verlinken. Davon lebt das Intenet :-)
  • Die eigene Firma bzw. Produkt darf freilich samt Link genannt werden, es wäre jedoch schön wenn das Unternehmen dabei in den Zusammenhang des Marktes eingeordnet wird und man bei der Häufigkeit der Erwähnung Bescheidenheit walten lässt. 
  • Zwischenüberschriften, Aufzählungen und Bulletpoints schaffen Übersichtlichkeit.
  • Gerne Bilder und Grafiken verwenden, deren Rechtelage geklärt ist. Am besten per jpeg via Mail mitschicken. Gerne auch Einbetten von anderen Medienformen wie Video.
  • Format des Textes zum Vesand per Mail: Word-Dokument oder Google Docs
  • Länge: 400 bis 1000 Wörter

Negativ

  • PR-Gewäsch (geht gar nicht!): Selbstbeweihräucherung und Suggestion einer perfekten Welt im eigenen Unternehmen und der bevorstehenden Weltmarktführerschaft haben auf dem eLAB-Blog nichts verloren.
  • Bashing des Wettbewerbs oder einzelner Personen
  • Gefälligkeiten durch vermeintlich objektive Erwähnung von Kunden, Partnern oder Unternehmen, bei denen z.B. durch einen nennenswerte Beteiligung (>5 %) ein eigenes Interesse besteht. In diesem Fall eine solche Überscheidung von Interessen im Text offenlegen. (Dies triff freilich nicht zu, wenn man wie in den o.g. Beispielen als namentlich genannter CEO von United Domains einen Expertenartikel zum Thema Domains verfasst.)

Kontakt
René Seifert, rene.seifert [at] gmail.com, Telefon: +49 171 973 33 10

Viel Spaß, und: Wer schreibt, der bleibt :-)

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3. November 2008 | René Seifert

Bewertungsplattformen: Bedeutung und Rechslage bei negativen Bewertungen

Wir haben im eLAB-Portfolio ein paar Dienste, die sich auch mit Nutzer generierten Bewertungen befassen. Es liegt in der Natur der Sache, dass dabei nicht nur lobpreisende Huldigungen zu Wort kommen, sondern  auch mal die eine oder andere negative Bewertung. Dies aus Betreibersicht zu unterbinden würde das ganze Konzept ad absurdum führen; daher stellt sich eher die Frage des richtigen Umgangs mit solchen Bewertungen.

Was sagen Bewertungsplattformen wirklich aus?
Aber voher noch einen Schritt zurück: Ich hatte schon Abend füllende Diskussionen über die Richtigkeit von nutzergenerierten Bewertungen, wo ich von Seiten der Kritiker immer zu hören bekam: "Das sagt aber nichts über die wahre Qualität aus." Ja, Herr im Himmel: Muss man denn dafür immer gleich eine Heerschar von Stiftung Warentest-Jüngern unter sterilen Laborbedingungen ins Feld jagen, bevor irgend etwas Brauchbares bei Einschätzungen heraus kommt? Meine Gegenargumente dafür sind im wesentlichen folgende:

  1. Was ist Wahrheit? Ohne dabei in die phililosophischen Tiefen von Joseph Ratzinger einzutauchen, der sich zeitlebens mit dieser Elementarfrage befasst, so darf und muss man sogar genauer definieren was eine Bewertungsplattform aussagt, wo ihr Potenzial, aber auch ihre offensichtliche Beschränkung liegt.
  2. Wenn man sich darüber mal etwas den Kopf zerbricht, dann kann man den Nutzen ungefähr so vergleichen: Stell Dir vor, Du bist neu in Hamburg und suchst einen guten Augenarzt. Du hast einen guten Kumpel, der Dir aus eigener Erfahrung einen empfiehlt. Oder: Du steht in der Kneipe auf der Reeperbahn und kommst mit einem Fremden ins Gespräch, der Dir auch einen Artzt seines Vertrauens nennt. Die Empfehlung Deines Kumpels wirst Du höchstwahrscheinlich höher bewerten als jene des Unbekannten, aber dennoch letztere auch nicht gänzlich verwerfen. Der "social graph" macht an der Stelle also den Unterschied.
  3. Einen Mix aus solchen Eindrücken bekommt man nun auf einer Bewertungsplattform, die über die Vielzahl der getroffen Aussagen "skaliert" und im Fall von vielen Bewertungen pro "Bewertungsobjekt" daraus im trivialen Fall eine gemittelte Aussage trifft. Mit der ganzen Mischung von Meinungen, von denen man einzelne als mehr oder weniger relevant ansehen würde.
  4. Zur neu gefassten Medienkompetenz des 21. Jahrhundert gehört eben auch, dass jeder rein "lesende" Nutzer selbst gefordert ist, diese Aussagen richtig einzuordnen: Mit dem Verständnis, dass es sich um aggregierte subjektive Meinungen handelt, die einen Ausschnitt der Wahrheit liefern – wenn auch meiner Ansicht nach einen durchaus Bedeutenden.
  5. Interessant wird es, bleiben wir im obigen Beispiel, der Augenarzt falsch bewertet wird. Dabei gibt es in den Extrema von "falsch" zwei Fälle: Im ersten Fall wird ein Arzt als "inkompetent und unfreundlich" verrissen, obwohl er medizinisch voll auf der Höhe und gleichzeitig sehr freundlich ist ("Alpha-Fehler"). lm anderen schreibt jemand "alles super, toller Arzt, nette Behandlung", obwohl der Herr Doktor eigentlich ein unfähiger miesmuffiger Arsch ist ("Beta-Fehler") . Bei sehr vielen Bewertungen zu dem Arzt wird sich so etwas wie eine Normalverteilungskurve ergeben, wo sich an den Rändern links und rechts eine geringe Verteilung der Fehler, in der Mitte um den "wahren Wert" die meisten Bewertungen sammeln. In der Gesamtschau kommt dabei etwas heraus, was durchaus ein relevantes Stimmungsbild aus der Perspektive der Bewertenden abbildet und dem interessierten Augenarztsucher eine relevante Orientierung liefert.

Rechtslage bei Bewertungsplattformen
Jetzt aber weg von der Meta-Makrosicht zu etwas Handfestem: Was aber, wenn sich der Augenarzt in unserem fiktiven Beispiel von einer negativen Bewertung auf den Schlips getreten oder gar in seiner Ehre angegriffen fühlt? Dann wird er sich von der Normalverteilungskurve kaum besänftigen lassen, außerdem ist die Rechtslage auch sehr klar: Wenn er von der Plattform verlangt diese Bewertung zu löschen, dann müssen wir dies ohne wenn und aber aus der Betreiberhaftung unverzüglich tun.

Ich will da auch nicht jammern, von wegen "ungerecht" oder "Zensur", das Persönlichkeitsrecht hat zurecht einen hohen Rang und uns Betreibern obliegt die Verantwortung, Leute auf Wunsch vor der Pfanne zu bewahren, in die sie andere hauen wollen. Dennoch bin ich immer noch von einer "Objektivität durch aggregierte Subjektivität" überzeugt, selbst wenn der oben genannte Arsch alle negativen Bewertungen löschen lässt: Positive Bewertungen fängt er sich trotzdem deswegen nicht ein – im Gegensatz zu seinen kompetenten und freundlichen Mitbewerbern. Und am Ende des Tages muss das oberste Ziel einer solchen Plattform sein, positive Empfehlungen auszusprechen und nicht systematisch die Stinkstiefel zu dissen.

Wir hatten aber auch immer wieder Fälle, wo nicht nur die Löschung einer negativen Bewertung gefordert wurde, sondern auch die Herausgabe der Userdaten des Autors. Als neulich sogar ein eingeschalteter Rechtsanwalt dieser Forderung Nachdruck verlieh, haben wir unsererseits einen Fachanwalt mit der Prüfung der Rechtslage beauftragt. Und da hört dann die Liebe bzw. der Spaß auf: Userdaten sind heilig. In der Balance zwischen Schutz des Persönlickeitsrechtes eines "Beurteilungsobjektes" und dem Vertrauensschutz, den ein Autor bei einer Bewertung erwarten darf, schlägt das Pendel der Iustitia eindeutig zu Gunsten der User-Vertrauensschutzes aus. Ich zitiere aus der Antwort unseres Anwaltes:

Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass unsere Mandantin Ihnen die ladungsfähige Anschrift des betreffenden Person nicht mitteilen kann. Ein solches Anspruch Ihres Mandanten auf Mitteilung der ladungsfähigen Anschrift der Person besteht nicht. Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass eine solche Mitteilung auch zum Einen ohne unerheblichen technischen Aufwand nicht möglich wäre und zum Anderen meine Mandantin zur Herausgabe der Information auch nicht befugt wäre. Unser Mandantin würde hierdurch insbesondere gegen gesetzliche Vorgaben des Datenschutzrechts, vgl. z.B. § 12 Abs. 2. Telemediengesetz verstoßen.

So, Amen. Was lernen wir daraus: Zunächst mal nie einschüchtern lassen, und außerdem jemanden fragen der sich damit auskennt. Wenn es der "Beschwerdeführer" darauf anlegt, kann er immer noch Strafanzeige erstatten. Dann fängt vielleicht die Staatsanwaltschaft an bei einem Anfangsverdacht wegen Beleidigung, übler Nachrede oder Verleumdung zu ermitteln. Am Ende muss aber ein Richter eine entsprechende Anordnung auf Herausgabe der Daten erlassen. Und an der Stelle habe ich volles Vetrauen auf das Gebot der Verhätnismäßigkeit im Rahmen einer intakten Gewaltenteilung.

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30. October 2008 | René Seifert

Kurs durch die Turbulenzen: Cash, Fokus und ein bisschen Trotz

Als sich das ganze Drama der Finanzkrise von ein paar Wochen abzuzeichnen begann, wurde ein Experte im amerikanischen Fersehen gefragt, wie man am besten duch die harte Zeit kommt. Seine Antwort: "Cash and Fetal". "Cash", verstanden. Aber "Fetal"?? Bis ich verstand: Das Adjektiv von Fötus, also zusammengekauert und geborgen in Mutters Schoß. Aha.

So schön die Metapher klingt, aber nicht nur für uns Unternehmer stellt sich die Anschlussfrage: "Wo finde ich diesen denn? Den Schoß." Eben. Den gibt’s in der Form nicht, daher bleibt einem wie sonst auch in guten Zeiten in den schlechten Zeiten keine andere Option als das Heft des Handelns in die eigene Hand zu nehmen. Vor ein paar Tagen saßen Michael Munz und Markus Schunk von eLAB und ich beisammen und haben die aktuelle Lage noch mal in ihrer kurzen Historie Revue passieren lassen. Der erste Reflex von vielen – insbesondere unseren deutschen Politikern – als in den USA die Wellen der Immobilienkrise über den amerikanischen Großbanken zusammenschlugen, lautete: "Ist alles nicht so schlimm, trifft uns in Deutschland nicht." Ja, Scheißdreck.

Irgendwie erinnert mich – der Vergleich sei mir verziehen – die Verarbeitung der Information über die Krise an die 5 Sterbephasen von Elisabeth Kübler-Ross, also dem Umgang von Menschen mit der Nachricht ihres Arztes, dass sie nur noch ein paar Monate zu leben haben: Nichtwahrhabenwollen, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz. Ich kann nicht genau sagen, in welcher Phase wir uns gerade kollektiv befinden, aber die tröstende Nachricht vorneweg: Es gibt nicht nur ein Leben in der Krise, sondern es geht auch nach einer Rezession immer irgenwie weiter. So oder so.

Allerdings sollte man wie gute Piloten eines Flugzeugs, welches ein Gewitter durchfliegen wird, auf die Turbulenzen vorbereiten: Den eigenen Gurt noch etwas fester ziehen, die Anschnallzeichen in der Kabine einschalten und noch einmal sicherstellen, dass die Navigationsinstrumente alle laufen. Denn zum Fenster rausschauen, um sich gemütlich an der Landschaft zu orientieren wird nicht mehr funktionieren. Im Instrumentenflug werden die Piloten von Anfang an darauf gedrillt, sich ausschließlich auf das zu verlassen, was ihnen die Nadeln und Balken im Cockpit anzeigen, egal welchen Streich einem zum Beispiel das Gleichgewichtsorgan im Innenohr zu spielen versucht.

Bedeutet auf ein junges Unternehmen übertragen, die "Metrics" wie Cash Flow, Umsatz, Kosten sind erst mal die allerwichtigsten, auf die man sich zu konzentrieren hat. (Mit denen hat man sich schon im ersten Semester BWL herumgeschlagen und sie haben bis heute nichts an ihrem ewigen Wahrheitsgehalt verloren.) Dann kommt erst mal Lange nix, bevor man sich auf die alten Bekannten in "unserer Branche" stürzt: Unique Users, Visits, PIs, Conversions, Retention und was es sonst noch alles gibt. Den Tenor durch die Blogs ist durchweg der Gleiche: Cash aufnehmen wo es geht, Cash-Out reduzieren wo es geht und voller Fokus auf Break-Even und möglichst schnell eine Cash-Flow positive Situation herbeiführen. Oder wie VentureBeat den VC-Godfather des Silicon Valley John Doerr zitiert:

  1. Act now. Act with speed. Raise money. Get a loan, secure financing. Focus, cut or sell.
  2. Protect the vital core of the business. But use a scalpel not an ax. Be surgical. Protect the vital core of the company. Cut once, deeper than you think.
  3. Make sure you have at least 18 months of cash. Or more — on a conservative revenue forecast.
  4. Defer facility expansions. Don’t spend money on tech infrastructure, such as new software or computers. Doerr noted that Andy Bechtolsheim’s new startup, Arista uses Google Docs (free web office software).
  5. Reevaluate your R&D priorities.
  6. Renegotiate any contracts that you can. Everything is negotiable.
  7.  Remember, everyone in the organization should be selling, from the receptionist to the engineers.
  8. Offer people equity instead of cash e.g. in place of bonuses. (You can do this with outside vendors as well).
  9. Secure your cash. Treasuries, or treasury backed securities, are more secure than money market funds.
  10. For your revenue plan, develop and obsess on leading indicators — e.g. bookings, unique visitors, conversions.
  11. Over-communicate with everyone – employees, investors, partners and particularly customers. Don’t sugar coat things, communicate your resolve.

Martin Varsavsky fügt der Liste auf seinem Blog ganz zurecht hinzu - auch wenn man das ungern hören will-, dass es in Härtefallen auch bedeuten muss, eine Firma dichtzumachen. Seiner Ansicht nach haben wir in den letzten drei Jahren eine zweite Blase erlebt, und wenn die Profitabilität der Firma in 2009 nicht abzusehen ist, dann sei es besser den Investoren das verbliebene Geld zurückzuzahlen als es mit nahezu Gewissheit komplett zum Fenster herauszuschmeißen. Dieser New York Times-Artikel beschreibt wiederum, wie einige Firmen rund ein Drittel ihrer Belegschaft entlassen haben, um sich für die bevorstehende magerere Zeit mit wenig Hoffnung auf Anschlussfinanzierung schlank aufzustellen: Mahalo, Seesmic, Zivity, AdBrite aber auch schon etabliertere Läden wie Hi5 oder Zillow.

So unschön die Lage im Augenblick auch sei, erst recht durch die Unsicherheit die einem niemand nehmen kann, so gebiert eine Krise manchmal auch großartige Chancen wie Jason Calacanis in seinem inspirierenden Post "Good News for People who Hate bad News" schreibt:

Fortunes are built during the down market and collected in the up market. Now’s the time to build, so turn off CNBC and forget the Dow. It’s meaningless to you now. All that matters is your work and your personal progress.

Die Perspektive erinnert mich auch an XING-Gründer Lars Hinrichs, der bei seiner Rückschau auf die Anfänge bei damals noch openBC immer wieder wieder dieses Bild verwendet hat: "Nach dem Zusammenbruch der New Economy herrschte in der Deutschland der nukleare Winter, niemand hat irgendetwas gegründet und niemand wollte irgend etwas finanzieren." Und doch, siehe da, ist in so einem Markt von geringster möglicher Wettbewerbsdichte ein so erfolgreiches Unternehmen entstanden. Die Rahmenbedingungen heute sehen vordergründung ähnlich schlecht aus. Aber mit dem richtige Modell und der nötigen frugalen Einstellung gerade jetzt erst recht. Oder glaubt irgendwer ernsthaft, dass es nichts mehr zu erfinden gibt?

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22. September 2008 | René Seifert

OnlineStar ‘08: Drei eLAB-Ventures in der Endrunde

Publikumspreise sind was Schönes, gell. Statt eines präpotenten Jury wie bei DSDS fühlt man sich in einen basisdemokratischen Prozess eingebettet, als wäre man Teil der Kommune 1 und die fesche Uschi O. schenkt vor der Abstimmung jedem noch mal eine Tasse Tee ein :-)

Beim OnlineStar ‘08, dem sicherlich bekanntesten Publikumspreis in Deutschland in Sachen Internet, ist die Vorrunde vorüber und jetzt geht’s in der ehrlichen Hauptrunde um die Wurscht. Und siehe da, in den 15 Kategorien tummeln sich auf drei Ventures von eLAB, nämlich:

  • guut.de (Kategorie Shopping-Portale)
  • golem.de (Kategorie Hard- und Softwarehersteller, sowie IT-Zeitungen und Zeitschriften)
  • netdoktor.de (Kategorie Gesundheit und Wellness)

Vielleicht hat ja wer Bock bis 13. Oktober an der Abstimmung hier mitzumachen. Ich sag’s bloß so. Wenn man dann für die eLAB-Ventures abstimmt, hat keiner was dagegen. Fühlt Euch aber nicht verpflichtet; den Tee von Uschi O. gibt’s auch so :-)

 

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9. September 2008 | René Seifert

NetDoktor.de geht mit Relaunch live

Es ist vollbracht. Nach fast einem Jahr Konzept- und Bauzeit, dem üblichen Einsatz von viel Blut und Tränen ist der Schalter umgelegt und das neue Gesicht von NetDoktor.de hat den Schleier abgelegt. Ich finde, schaut gut aus, recht magazinig, so dass man zum einen eine gefühlten Eindruck bekommt, was einen erwartet und zum anderen gleich in den Inhalt reingezogen wird. Neben einer laienverständlichen Darstellung von Krankheiten gibt’s auch einen neuen Bereich "Gesund leben". Der Name ist hier Programm und außerdem sind das Ressort Nachrichten ebenso wie die Foren näher und vor allem themensensitiv an die Artikel herangerückt.

Glückwunsch ans ganze NetDoktor.de-Team rund um Philipp Montgelas und viel Erfolg mit der neuen Seite!

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9. September 2008 | René Seifert

Tag 1 Techcrunch50: Man muss schon was zeigen

Der erste Tag Techcrunch 50 ist vorbei, Arnd und mir brummt ordentlich der Schädel nach so einer geballten Dosis von heute 16 Start-Up Präsentationen, Panel-Diskussionen und jeder Menge guter Gespräche mit anderen Teilnehmern. So weit hat sich die Fernreise allemal gelohnt.

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Nachdem wir heute morgen überraschenderweise die Konferenz in Hab-Acht Stellung zur amerikanischen Nationalhymne begonnen hatten, ging’s dann auch los mit den Start-Ups, die je 8 Minuten präsentieren durften. Anschließend gab’s immer noch eine kleine Grillung durch eine erfahrene Jury mit z.B. Marissa Meyer (Produktchefin von Google), Yossi Vardi (legendärer Investor aus Israel), Netscape- und Ning-Gründer Marc Andreessen oder Salesforce-Gründer Marc Benioff.

Weltwunder wurden erwartungsgemäß nicht gezeigt, das meiste ist eher inkrementelle Innovation, aber was auffiel ist, dass die Qualität der Produkte schon verdammt ausgereift gewesen ist. Dabei muss man bedenken, dass die Auflage für die Präsentation auf der Techcrunch50 unmissverständlich war: Vorher nur Entwicklung und Stealth-Mode, man durfte nicht mal verraten dass man von den über 1000 Bewerbern ausgewählt wurde. Erst auf der Konferrenz wurde der Schleier feierlich gelüftet.

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Einige Start-Ups haben einen fetten Aufwand getrieben, um im Frontend eine ansprechende "User Experience" zu bieten, andere wiederum bestachen durch eine bemerkenswerte technologische IP (=Intellectual Property). Alles in allem musste man schon etwas zeigen, um vor diesem Publikum und dieser Jury bestehen zu können. Die Zeiten, wo man einer fehlerhafte und lausig aussehende Beta-Version mal in der Markt schmeißt und dann hofft und verbessert scheinen mir entgültig vorbei zu sein.

Allerdings konnten viele Start-Ups nicht mit einem klar erkennbaren Geschäftsmodell überzeugen, die Auffassung "Build first and they will come" ist durch aus noch verbreitet, aber selbst die anwesenden VCs und Business Angels haben sich nicht grundsätzlich dagegen gesperrt, wenn das "Problem, welches man löst dabei nur groß genug" ist.

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8. September 2008 | René Seifert

ProSiebenSat.1 beteiligt sich an autoplenum.de

Auch an der Stelle noch der Hinweis auf einen wesenltlichen Meilenstein für autoplenum.de, die Community für die gepflegten Freunde des Automobils aus dem Hause eLAB: ProSiebenSat.1 hat sich mit 25,1 % an dem Unternehmen beteiligt und hält zudem eine Option, um die Mehrheit an autoplenum.de zu erwerben. Das Kartellamt hat seinen Segen auch schon erteilt. Die ganze Pressmitteilung mit den Stimmen aller involvierter Parteien gibt’s zum Nachlesen hier.

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