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Archiv der Kategorie 'Groops'

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2. September 2008 | Mirjam Mieschendahl

Volle Hütte letzten Samstag: Erstes Barcamp für Frauen

Am Samstag Punkt 10 Uhr versammelten sich circa 50 Frauen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich in den eLab/Holtzbrinck Räumlichkeiten in der Sonnenstrasse zum ersten Barcamp für Frauen. Die Stimmung war super, relaxed und kommunikativ, vielleicht auch weil es sofort losging mit einem leckeren Frühstück und entspannten Gesprächen. Auf das Essen bezogen meinte einer der Teilnehmerinnen: ‘eLab/Holtzbrick’ weiß, wie man Frauen verwöhnt:)

Barcamps haben ja die Eigenschaft, dass alle gefordert sind sich einzubringen, es gibt nur Teilnehmerinnen und keine Zuschauerinnen, so wird die Tagesagenda erst am Morgen gemeinsam erarbeitet, das war der erste Wachmacher und führte auch gleich zu lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmerinnen. Bei über 40 vorgeschlagenen Themen konnte natürlich nur ein Bruchteil tatsächlich in die nähere Auswahl kommen. Die Themen, die am meisten Interessentinnen angezogen haben, waren: Communitybuilding und Nutzeraktivierung, KPI’s Social Media, User generated Content vs. Content, Verlage im Spannungsfeld zwischen Print und Online, Frauen als Zielgruppe von SN’s, aber auch Rhetorik, E-Learning und mobile Trends wurden diskutiert. Einige Sessionaufnahmen sind hier zu finden.

Das ganze Barcamp wurde begleitet von einem "Twitter Gewitter", die Vortragenden vorne hielten ihre Beiträge und auf den Notebooks und im eLab Foyer konnte man zeitgleich die Kommentare der Zuhörerinnen in Form von Tweets verfolgen. Auch einige Externe haben sich auf diese Weise in die Diskussion eingeklinkt. Ein paar neue Wortschöpfungen sind so entstanden, zum Beispiel, wissen wir jetzt, dass man sich ‘versingeln’ kann, dass es online Darwinismus gibt und auf die gleiche Weise wurden auch Scharen von Frauen auf die Holtzbrinck Herren Toilette getrieben, in einem Tweet hieß es, da gibt es etwas zu sehen:). Was genau es da zu sehen gab und die anderen Tweets kann man hier nachlesen.

Die häufigste Frage, die ich im Vorfeld von Journalisten gestellt bekommen hatte war, warum so wenig Frauen generell bei Branchenveranstaltungen/Barcamps anwesend sind. Ich habe darüber mit vielen Teilnehmerinnen gesprochen und es liegt sicher nicht an Desinteresse Seitens der Frauen. Als Hauptgrund wurde genannt, dass die wenigsten Frauen mitbekommen, dass ein Barcamp geplant ist. Meistens würden sie zu spät davon erfahren. Deshalb wurde auch der Vorschlag gemacht, einen zentralen Newsletter einzurichten, der über solche Events informiert, wir werden diese Idee in irgendeiner Form sicher aufgreifen. Andere Gründe, die genannt wurden, Frauen müssen anders abgeholt werden, also durch persönlichere Einladungen, die Themenauswahl,interessante Zusammensetzung der Teilnehmer.

Uns hat natürlich gefreut, dass wir gefragt wurden, wann wir das nächste Barcamp veranstalten, ein schöneres Kompliment gibt es nicht. Wir sind sicher, dies war erst der Anfang. Um auf den Laufenden zu bleiben, was in Zukunft geplant ist, einfach in dieser Gruppe eintragen.

Unser Dank geht vor allem an die Teilnehmerinnen, aber auch an die Mannschaft von Groops.de, Danke auch an das gutefrage.net Team für Ihren Einsatz und natürlich an den Sponsor, der all das ermöglicht hat: eLab/Holtzbrinck

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10. July 2008 | René Seifert

Barcamp “Web 2.0 für Frauen”: 30. August in München

Tschuldigung gleich zum Einstieg, wenn ich heute wie ein Frauenversteher rüberkomme, aber ich find die Initiative wirklich cool ;-) Ein paar Mitarbeiterinnen von diversen eLAB-Ventures haben mal einen Blick über die augenblickliche Event-Landschaft zum Thema Internet in Deutschland geworfen und heraus kam, dass der Anteil der teilnehmenden Frauen von der Facebook Developer Garage bis zur Next 08 bei läppischen 13 % liegt.

Barcamp_Frauen

Das ist zu wenig, nicht nur weil sich der Anteil von Userinnen dem der User nahezu annähert bzw. in einigen Bereichen sogar vorne liegt, sondern weil es auch auf Macherseite mit z.B. Marissa Meyer von Google Vorbilder für weibliche Superbrains der Branche gibt. Daher steigt am 30. August in München das erste BarCamp für Frauen, bei dem es aus dem Veranstaltungshinweis unter anderem um folgendes geht:

Wir reden ganz konkret über Anwendungen, Themen, Features, Wording, Marketingstrategien und Geschäftsmodelle und völlig abstrakt über Zahlen, Statistiken und wissenschaftliche Untersuchungen zur Frau im Web.

Hochkarätige Teilnehmerinnen haben sich auch schon angekündigt:

  • Claudia Kogler | Gründerin & CTO von Avaloop aus Österreich
  • Regine Haschka-Helmer | Vorstandsvorsitzende ID-Media
  • Nicole Simone | Tech Implementation Analyst & New Media Specialist
  • Anne Funk | Redaktionsleitung Online Saarbrücker Zeitung

Nähere Infos zur Veranstaltung, samt Möglichkeit sich anzumelden, gibt’s hier. Ansonsten noch der dezente Hinweis, dass eLAB selbst sowie die GuteFrage.net und Groops.de das Event sponsorn. Bei Interesse für ein Sponsoring am besten direkt bei mirjam.mieschendahl [at] gmail.com melden.

Die geschätzen 13 % Damen unter den Usern dieses Blogs, gerne gleich selbst anmelden bzw. die angenommenen 87 % der Herren, gerne weiter sagen :-)

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14. September 2007 | René Seifert

Oliver Samwer über Unternehmertum

Bei Peter Turi gibt’s heute ein äußerst lesenswertes Interview mit Oliver Samwer (Manuskript aus Tomorrow 10/2007) über Vollblut-Unternehmertum im allgemeinen und Internet-Expertise im besonderen. Das Erfolgsrezept der drei Brüder liegt zusammengefasst in einer sehr analytischen Herangehensweise, einem hohen Maß an Aufnahmefähigkeit über die Ereignisse um einen herum, was sich schließlich in mutig-zupackende Aktion übersetzen muss.

Die Ausnahme der Samwers widerlegt übrigens die "normalerweise" als ideal angesehene Konstellation, wonach ein unternehmerisches Team komplementäre Fähigkeiten mitbringen sollte. "Wir ticken so synchron, dass wir uns jederzeit nahtlos in Verhandlungen oder Vorstellungsgesprächen ersetzen können", so Samwer.

Ständige Marktbeobachtung, und das weltweit, sei das A und O um auf die richtigen Pferde zu setzen:

Alle neuen Kommunikations-Phänomene haben sich früher oder später ja weltweit durchgesetzt: Zum Beispiel MTV, Handy, SMS, E-Mail, Chat, Online-Shopping oder Music-Download. Sie müssen also nur ganz genau dahin schauen, wo neue Technologien ihren Durchbruch schaffen. Und wenn ein Trend erkannt ist, muss es schnell gehen mit der Umsetzung.

Skeptisch ist Samwer zurecht, was die Erfolgsaussichten für nicht sonderlich innovative Communities für Splittergruppen wie "Hunde, Bundeswehrler oder Jura-Studenten" betrifft. Ich halte mich bekanntermaßen auf diesem Blog absichtlich zurück, die eigenen eLAB Ventures PR-artig zu preisen, denke aber dass zwei Beispiele das Problem für sich in einen Vorteil verwandeln konnten: Groops hat sich als "Enabler" für Gruppen jeder Art aufgestellt, während Autoplenum bereits zum Launch einen Grundnutzen aus einem riesigen Unterbau an Datenklassen wie Autokatalog und Werkstättenverzeichnis mitbrachte, der mit sich aufbauendem Community-Momentum nur noch besser wird.

Als "The next big Thing" setzen die Samwers auf

MMOGs – Massive Multiplayer Online Games, wie unsere Beteiligung e-sport für die 20- bis 30-Jährigen, Habbo-Hotel für die Jüngeren oder World of Warcraft für die Älteren. Zuhause am Computer sitzen und weltweit mit Freunden spielen - das ist ganz klar die Zukunft.

Da ist was dran, vor allem weil ein übergeordneter Trend durchscheint. Wie wird das Internet aussehen, welches wir in 10 Jahren nutzen werden? Sicherlich wird es eine wesentlich reichere Nutzungserfahrung als heute bieten. Auch wenn z.B. Second Life abwechselnd gehypt und als Rohkrepierer verspottet wird, so gibt einem solchen Metaverse einen möglichen Anhaltspunkt: Das Netz ist sozial und dank Moore’s Law in weiten Teilen 3-dimensional. Mit der entsprechenden Interoperabilität zwischen diesen bisher noch separaten Silos (=verschiedenen MMOGs) und der Portierbarkeit von Avataren werden die trennscharfen Ränder zu dem, was wir heute als Internet verstehen, aufgeweicht.

Etwas skeptisch bin ich über Samwers metaphorischen Anspruch, alle investierten Ventures zu einem erfolgreichen Unternehmen zu bringen: "Wir wollen, dass aus allen 20 Eiern, die wir bebrüten, ein Küken schlüpft und sich jedes Küken zu einem prachtvollen Vogel entwickelt." Das wollen zunächst mal alle Investoren und VCs, rückblickend schlägt halt leider doch die Portfoliotheorie in die Praxis durch. Wie erst vor ein paar Tagen auf diesem Blog geschrieben, scheitert die Mehrzahl von Technologien. Wie zweifellos smart die Samwers auch sein mögen, wie analytisch in der Auswahl wie tatkräftig in der Unterstützung, am Ende gehen immer ein paar Firmen über die Wupper. Solange man jedoch ein paar goldene Eier in Nest liegen hat, um im Bild zu bleiben, so kommt am Ende in der Gesamtschau doch eine prächtige Vogelschar dabei heraus.

10:15 Comments 0 Kommentare » Trackback

4. August 2007 | René Seifert

Groops.de rollt aus dem eLAB-or

Groops LogoManche Produkt-Launches haben scharfe Kanten zwischen Private Alpha, Public Beta, Private Beta und so weiter. Andere sind plötzlich da, weil sie sich still und heimlich aus dem eLAB-oratorium in die große weite Welt davon geschlichen haben. Groops.de sagt in diesem Sinne: "Hier bin ich", und wir antworten: "Griaß de, Groops." Dabei sind wir noch nicht mal die ersten, die es bemerkt haben. Mashable, nach eigenem Bekunden mit über 5 Mio. Page Views pro Monat "the world’s largest blog on social networking", hat am Mittwoch schon etwas zu Groops gebracht und stellt den neuen eLAB-Dienst sogar in eine Reihe mit dem mega-erfolgreichen US-Service Ning.

Nicht zu unrecht. Denn der neue Dienst von Gründer und Geschäftsführer Jens Doka ist so wie Ning ein Tool, mit dem man Gruppen jeder Art online gründen und am Laufen halten kann ("Vereint Euch!").

Mit groops organisieren Sie Interessensgruppen. Uns ist es egal, ob Sie Spanisch lernen wollen oder Mitstreiter für LAN-Parties und Lichterketten finden möchten — wir sorgen nur dafür, dass alles ganz einfach funktioniert.

Dank der sehr "nicht nur sauber, sondern reinen" Erscheinung findet man sich im gesamten Groops-Verein auf Anhieb zurecht. Der Einstieg für neue Besucher über die Homepage ermöglicht eine Suche über Ort, Tags, Mitglieder oder vom System angeteaserte Gruppen und Termine. Im Mittelpunkt steht deutlich erkennbar der Grundnutzen "Was? - Wo?"

groops_home

Hat man sich erst mal registriert und ist den ersten Gruppen beigetreten, so dient einem das eigene "Dashboard" als erstklassige Info-Zentrale, von der aus man sich über das fortlaufende Geschehen in den verschiedenen Gruppen einen Überblick verschaffen kann. Ähnlich wie bei Facebook werden neueste Beitritte, Kommentare oder frisch angelegte Treffen tickerartig aufgelistet. Inhaltlich besteht eine Gruppe aus den Hauptsektionen "Willkommen" (Startseite), "Treffen", "Nachrichten", "Mitglieder" und "Chat/Log". Hier ein Screenshot aus der von mir angelegten Gruppe "Globalization".

groops_group_globalization

Das Anlegen einer Gruppe funktioniert ganz einfach. Das Erscheinungsbild lässt sich über den Einbau eines Logos und der Anpassung der Farbenwelt gestalten. Vorher beschreibt man, worum es bei der Gruppe überhaupt geht und entscheidet sich, wie öffentlich sie sein soll. Dabei stehen von Optionen von "jeder kann sehen, jeder kann beitreten" bis "Gruppe unsichtbar, nur auf Einladung" zur Verfügung.

groops_start-group

Der Dienst lässt im im jetztigen Stadium auf deutsch oder englisch verwenden. Was mir an dem Dienst imponiert hängt eng mit "Kolega Doka" zusammen, der sich erstklassig als kritischer Sparringspartner für Online-Dienste eignet und mit dem ich schon ‘zig hitzige Diskussionen führen durfte. Seine Philosophie heißt "Grundnutzen" statt "Featuristis" und das merkt man an jedem klitzenkleinen Element von Groops. Es wäre ein "No Brainer" gewesen, aufgeblähte Profilseiten, Kontakte hinzufügen und Internes Nachrichten-System dazuzuflantschen. Haben ja alle. Eben drum. Groops nicht, weil es um Gruppen geht und sich alle Funktionalitäten rigoros danach ausrichten.

16:32 Comments 2 Kommentare » Trackback

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