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Archiv der Kategorie 'GuteFrage'

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12. November 2009 | Markus Wölflick

Gutefrage.net launcht Computer-Plattform

Vor wenigen Wochen hat die gutefrage.net GmbH ihre inzwischen sechste Themenplattform gelauncht: www.computerfrage.net, die sich auf alle Ratgeberfragen rund um das Thema Computer konzentriert. Bereits nach vier Wochen haben sich die Visits in den vierstelligen Bereich hochgekämpft. Speziell die organic visits über Google steigen kontinuierlich, was für eine sehr schnelle Indizierung des Portals spricht. Heute gibt es auf computerfrage.net bereits über 1000 Stammuser.

Computerfrage.net Homepage

Das Themenspektrum auf computerfrage.net ist bewusst sehr weit gefasst, um möglichst viele User zu erreichen. Während die Nutzer in der Anfangsphase vor allem Rat zu alltäglichen PC-Problemen etwa mit diversen Office-Anwendungen suchten, wird die Plattform nun auch mehr und mehr von Hardcore-Tekkies in Anspruch genommen, die sich zu php, java oder anderen Programmiersprachen austauschen.

Eine ähnliche Erfahrung konnten wir bereits mit unserem Sport-Portal machen: Obwohl sich auch diese Themenplattform dezidiert von der breit aufgestellten gutefrage.net abgrenzt, empfiehlt es sich, die inhaltliche Ausrichtung einer Website nicht zu eng zu fassen. Diesen Grundsatz beherzigen wir auch bei unseren anderen Themenportalen - und der Erfolg gibt uns recht.

So hat sich in Zeiten von Wirtschafts- und Bankenkrise finanzfrage.net zu unserer momentan wachstumsstärksten Plattform gemausert. Der Grund: Die User können sich dort zu sehr speziellen Geldanlagen wie Derivaten oder Zertifikaten genauso austauschen wie zu den eher existenziellen Fragen rund ums Thema Geld – mittlerweile gehören daher auch Keywords wie „Hartz IV“ oder „Finanzkrise“ zu den am häufigsten nachgefragten Themen auf finanzfrage.net.

Auch auf unserer Reise-Website bewegt sich inzwischen nicht nur der deutsche Durchschnittstourist. Seniorenreisen sind inzwischen ebenso ein Thema wie Familien- oder Singlereisen. Die Reiseziele reichen von Deutschland oder Österreich bis hin zu Afrika oder Mikronesien. Die Userin KaeptnKoC hat sich beispielsweise auf Kreuzfahrten spezialisiert, wohingegen demosthenes lieber mit seinem Motorrad auf eigene Faust Asien erkundet.

Unser Portal zu Gesundheit und Medizin ist inzwischen thematisch ebenfalls sehr breit aufgestellt. Die unterschiedlichen Meinungen zu Homöopathie und klassischer Schulmedizin spiegeln sich auch in den Beiträgen der User wieder und führen nicht selten zu spannenden Diskussionen. So gibt es sowohl Tipps zu Behandlungen mit Globoli als auch Informationen zu gängigen schulmedizinischen Therapien.

In diesem Sinne freuen wir uns, computerfrage.net in der Familie unserer Themenportale willkommen zu heißen und ihr beim hoffentlich schnellen Wachsen zuzusehen.

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2. September 2008 | Mirjam Mieschendahl

Volle Hütte letzten Samstag: Erstes Barcamp für Frauen

Am Samstag Punkt 10 Uhr versammelten sich circa 50 Frauen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich in den eLab/Holtzbrinck Räumlichkeiten in der Sonnenstrasse zum ersten Barcamp für Frauen. Die Stimmung war super, relaxed und kommunikativ, vielleicht auch weil es sofort losging mit einem leckeren Frühstück und entspannten Gesprächen. Auf das Essen bezogen meinte einer der Teilnehmerinnen: ‘eLab/Holtzbrick’ weiß, wie man Frauen verwöhnt:)

Barcamps haben ja die Eigenschaft, dass alle gefordert sind sich einzubringen, es gibt nur Teilnehmerinnen und keine Zuschauerinnen, so wird die Tagesagenda erst am Morgen gemeinsam erarbeitet, das war der erste Wachmacher und führte auch gleich zu lebhaften Diskussionen unter den Teilnehmerinnen. Bei über 40 vorgeschlagenen Themen konnte natürlich nur ein Bruchteil tatsächlich in die nähere Auswahl kommen. Die Themen, die am meisten Interessentinnen angezogen haben, waren: Communitybuilding und Nutzeraktivierung, KPI’s Social Media, User generated Content vs. Content, Verlage im Spannungsfeld zwischen Print und Online, Frauen als Zielgruppe von SN’s, aber auch Rhetorik, E-Learning und mobile Trends wurden diskutiert. Einige Sessionaufnahmen sind hier zu finden.

Das ganze Barcamp wurde begleitet von einem "Twitter Gewitter", die Vortragenden vorne hielten ihre Beiträge und auf den Notebooks und im eLab Foyer konnte man zeitgleich die Kommentare der Zuhörerinnen in Form von Tweets verfolgen. Auch einige Externe haben sich auf diese Weise in die Diskussion eingeklinkt. Ein paar neue Wortschöpfungen sind so entstanden, zum Beispiel, wissen wir jetzt, dass man sich ‘versingeln’ kann, dass es online Darwinismus gibt und auf die gleiche Weise wurden auch Scharen von Frauen auf die Holtzbrinck Herren Toilette getrieben, in einem Tweet hieß es, da gibt es etwas zu sehen:). Was genau es da zu sehen gab und die anderen Tweets kann man hier nachlesen.

Die häufigste Frage, die ich im Vorfeld von Journalisten gestellt bekommen hatte war, warum so wenig Frauen generell bei Branchenveranstaltungen/Barcamps anwesend sind. Ich habe darüber mit vielen Teilnehmerinnen gesprochen und es liegt sicher nicht an Desinteresse Seitens der Frauen. Als Hauptgrund wurde genannt, dass die wenigsten Frauen mitbekommen, dass ein Barcamp geplant ist. Meistens würden sie zu spät davon erfahren. Deshalb wurde auch der Vorschlag gemacht, einen zentralen Newsletter einzurichten, der über solche Events informiert, wir werden diese Idee in irgendeiner Form sicher aufgreifen. Andere Gründe, die genannt wurden, Frauen müssen anders abgeholt werden, also durch persönlichere Einladungen, die Themenauswahl,interessante Zusammensetzung der Teilnehmer.

Uns hat natürlich gefreut, dass wir gefragt wurden, wann wir das nächste Barcamp veranstalten, ein schöneres Kompliment gibt es nicht. Wir sind sicher, dies war erst der Anfang. Um auf den Laufenden zu bleiben, was in Zukunft geplant ist, einfach in dieser Gruppe eintragen.

Unser Dank geht vor allem an die Teilnehmerinnen, aber auch an die Mannschaft von Groops.de, Danke auch an das gutefrage.net Team für Ihren Einsatz und natürlich an den Sponsor, der all das ermöglicht hat: eLab/Holtzbrinck

20:26 Comments 0 Kommentare » Trackback

10. July 2008 | René Seifert

Barcamp “Web 2.0 für Frauen”: 30. August in München

Tschuldigung gleich zum Einstieg, wenn ich heute wie ein Frauenversteher rüberkomme, aber ich find die Initiative wirklich cool ;-) Ein paar Mitarbeiterinnen von diversen eLAB-Ventures haben mal einen Blick über die augenblickliche Event-Landschaft zum Thema Internet in Deutschland geworfen und heraus kam, dass der Anteil der teilnehmenden Frauen von der Facebook Developer Garage bis zur Next 08 bei läppischen 13 % liegt.

Barcamp_Frauen

Das ist zu wenig, nicht nur weil sich der Anteil von Userinnen dem der User nahezu annähert bzw. in einigen Bereichen sogar vorne liegt, sondern weil es auch auf Macherseite mit z.B. Marissa Meyer von Google Vorbilder für weibliche Superbrains der Branche gibt. Daher steigt am 30. August in München das erste BarCamp für Frauen, bei dem es aus dem Veranstaltungshinweis unter anderem um folgendes geht:

Wir reden ganz konkret über Anwendungen, Themen, Features, Wording, Marketingstrategien und Geschäftsmodelle und völlig abstrakt über Zahlen, Statistiken und wissenschaftliche Untersuchungen zur Frau im Web.

Hochkarätige Teilnehmerinnen haben sich auch schon angekündigt:

  • Claudia Kogler | Gründerin & CTO von Avaloop aus Österreich
  • Regine Haschka-Helmer | Vorstandsvorsitzende ID-Media
  • Nicole Simone | Tech Implementation Analyst & New Media Specialist
  • Anne Funk | Redaktionsleitung Online Saarbrücker Zeitung

Nähere Infos zur Veranstaltung, samt Möglichkeit sich anzumelden, gibt’s hier. Ansonsten noch der dezente Hinweis, dass eLAB selbst sowie die GuteFrage.net und Groops.de das Event sponsorn. Bei Interesse für ein Sponsoring am besten direkt bei mirjam.mieschendahl [at] gmail.com melden.

Die geschätzen 13 % Damen unter den Usern dieses Blogs, gerne gleich selbst anmelden bzw. die angenommenen 87 % der Herren, gerne weiter sagen :-)

14:47 Comments 1 Kommentar » Trackback

30. June 2008 | Markus Wölflick

Gutefrage.net launcht mehrere redaktionelle Testplattformen

Für inhaltlich getriebene Webseiten gewinnt das Thema "Unique Content" versus „Duplicate Content“, Qualität der Inhalte sowie Suchmaschinenoptimierung immer mehr an Gewicht. Um hier eigene, ganz spezielle und aktuelle Erfahrungen zu sammeln, haben wir uns bei gutefrage.net entschlossen, redaktionell erstellte Ratgeberinhalte im Zusammenhang mit mehreren Nischenportalen zu testen.

In diesem Projekt haben wir in letzter Zeit fünf verschiedene Webseiten gelauncht. Der Motorrad-Blog Rampert beschäftigt sich mit allem, was mit heißen Zweirädern und dem Motorradsport zu tun hat, während tennis-fuer-kinder.de aus Sicht einer Tennistrainers alles Wissenswerte rund um Tennis für Kinder und Jugendliche darstellt.

Dabei testen wir unter anderem die Indizierungsgeschwindigkeiten neuer Inhalte auf ganz neuen Domainnamen gegenüber solchen, die bereits länger existieren und käuflich gewesen sind. Ebenso untersuchen wir die Indizierungsqualität abhängig von der Relevanz der gesetzten externen Verlinkung. Zusätzlich fahren wir Tests, ob die Einbindung von Google AdSense einen Einfluss auf die Indizierungsgeschwindigkeit und Indizierungstiefe hat. Für eine schon etwas ältere Plattform mit vorhandenem Google Page Rank steht kiwoo.de, das eine Menge Ratgeber-Content zu einem breiten Themenspektrum beinhaltet. Hier testet unser Team zusätzlich die Bedeutung von Subdomains wie z.B. gesundheit.kiwoo.de bzw. sport.kiwoo.de oder die Effekte von firmeninterner, aber thematisch passender Querverlinkung.

Erste Ergebnisse zeigen uns eine unglaublich schnelle Indizierung der neuen Portale, speziell über Google, auch bei komplett neuen Domains, selbst wenn nur ein einziger Link auf diese neuen Websites gesetzt wird. Bestätigt hat sich für uns wiederum der Wert älterer Domains, was speziell das Ranking in den Search Engine Results Pages (SERP’s) betrifft. Neue Artikel z.B. auf kiwoo landen am Tag der Einstellung deutlich weiter vorne in den Suchergebnislisten, als neu eingestellte Artikel auf noch jungen Domains.

Interessant im Rahmen dieses Projekt ist es natürlich auch das Vermarktungspotenzial der thematisch ganz unterschiedlichen Webseiten zu untersuchen. Die AdSense-Platzierungen und die Anzeigenformate haben sehr starken und genau messbaren Einfluss auf die CTR (Klickrate) und damit die Erlöse. In dem Untersuchungsfeld werden deshalb derzeit viele Formate auf unterschiedlichsten Platzierungen getestet und systematisch ausgewertet. Speziell der Google Content Ad 300×250 erwies sich bisher besonders ertragreich. In längeren Artikeln mit viel Unique Content liefern uns Google Linkblocks gute Zusatzeinnahmen.

Laut anderer Untersuchungen der eLAB gibt es erfahrungsgemäß speziell für Finanz-, Reise- und Sportthemen deutlich überdurchschnittliche Erlösmöglichkeiten auf TKP Basis, weshalb unter anderem mit singlereisen-europa.de auch ein Blog mit dem Schwerpunktthema Reise an den Start ging.

Bei diesen Spezialthemen spielt Google AdSense mit thematisch sehr passenden und damit gut konvertierenden Anzeigenzuspielungen seine Marktdominanz aus. Parallel dazu laufen bei uns Tests für das suchmaschinenoptimierte Schreiben, etwa die optimale Verwendung von Keywords. Bei onlinemarketing-studien.de, eine Webseite, die sich in der Hauptsache mit Studien zum Onlinemarketing beschäftigt, wurde bereits beobachtet, dass auch kurze Artikel, die eine gute und stimmige Verschlagwortung aufweisen, gut von den Suchmaschinen gerankt werden.

Zusätzlich konnten wir eindeutig feststellen, dass Suchmaschinen Websites mit vielen verschiedenen Artikeln deutlich bevorzugen. Und zwar auch im Ranking einzelner Artikel im Vergleich. Während kiwoo.de sehr viele verschiedene Ratgeber-Artikel aufweisen kann, hat das Projekt auslandsstudium-mit-behinderung.de von Florian Gerich, das den Themenschwerpunkt Auslandsstudium für Menschen mit Behinderung und Fernweh aufgreift, bisher noch vergleichsweise wenig Content. Auch aus dem Grund ranken Inhalte von diesem Blog noch weit hinten in der SERP’s.

Wer mit uns seine Erfahrungen zu diesem Thema teilen will bzw. eigene, auch andere Erfahrungen gemacht hat, kann sich natürlich jederzeit auf diesem Blog per Kommentar oder bei mir direkt melden. Ich freue mich schon auf eine spannende Diskussion.

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12. June 2008 | René Seifert

eLAB-Chef Stephan Roppel im Interview: „Unsere Inhaltliche Auseinandersetzung schafft Mehrwert“

eLAB (René Seifert): Du kommst gerade vom Schwimmen für Dein Triathlon-Training. Wie geht’s voran mit der Vorbereitung?
Dr. Stephan Roppel: Letzte Woche hatte ich schon einen kleinen Test, der lief ganz ok. Der Ernstfall tritt Ende Juni am Schliersee ein und ich gehe mal davon aus, dass ich in meiner Altersklasse „Senioren I“ nicht Letzter werde (lacht).

eLAB : Schlagen wir uns zum Einstieg doch mal mit Begriffen und Definitionen rum: Was ist eLAB? Inkubator? Venture Capitalist? Ein bisschen was von beidem?
Roppel: eLAB ist ein Inkubator, der ab und zu etwas mehr Kapital investiert als nur für die Seedphase, weil wir die Unternehmen nicht nur im ersten Jahr, sondern auch im zweiten, dritten oder vierten Jahr in der Mehrheitsposition begleiten. Im Unterschied zu einem VC wollen wir die Ventures in der Regel halten.

Stephan Roppel - Holtzbrinck eLAB

eLAB: eLAB ist jetzt gut zwei Jahre alt, kürzlich gab’s auch ein kleines Fest dazu. 16 Ventures sind jetzt im Portfolio. Lief diese Entwicklung nach einem genauen Masterplan ab?
Roppel: Den gab es, die Entwicklung lief dann aber etwas anders ab als in den ursprünglichen Papierkonzepten.

eLAB: Was war für Dich dabei die größte Überraschung?
Roppel: Konkret haben wir gelernt, dass wie die Konzepte und Projekte wesentlich früher aus dem Kernteam von eLAB heraus in eine Gesellschaft übergeben und früher das richtige Management dafür holen müssen.

eLAB: Nach dem ersten Jahr waren es rund 5 Ventures, dann dieser rapide Zuwachs auf jetzt 16. Was musste eLAB operativ und strukturell lösen, um dieses Wachstum im Griff zu behalten?
Roppel: Im ersten Jahr hatten wir noch nicht so viele Aktivitäten, die wirklich in Gründungen gemündet sind. Im zweiten Jahr hatten wir dafür dann einen gut gefüllten
Funnel an parallelen, frühphasigen Projekten, die zeitnah in Gesellschaften etabliert wurden.

eLAB: Welche Transformation hat eLAB durchlaufen, um von eigener Konzeptumsetzung auch ein Beteiligungsmanagement zu etablieren?
Roppel: Das Beteiligungsmanagement wie auch die Beteiligungsformen für das Management als Konstrukt hatten wir von Anfang an im Blick. Allerdings hat sich gezeigt, dass für jeden Einzelfall natürlich gewisse Variationen notwendig sind. Evolutionär haben wir Lücken im Modell geschlossen, vor allem sind wir in der Umsetzung für Vereinbarungen von beteiligten Managern routinierter geworden.

eLAB: Wie musstest Du Deine eigene Sicht bzw. die Erfolgsmessung dabei anpassen, um das Geschehen im Blick zu behalten?
Roppel: Es ging nicht darum, neue Ziele zu entwickeln. Klar war von Anfang an, dass wir Teil eines großen Medienunternehmens sind und mit eLAB ein Forum etablieren müssen, wo wir einen adäquaten RoI auf das eingesetzte Kapital liefern. Die Messbarkeit für den Erfüllungsgrad liegt naturgemäß bei unseren Geschäften in der Anfangsphase weiter in der Zukunft. Somit haben wir uns am Anfang angeschaut: Wie viele Projekte haben wir? Und innerhalb dieser Projekt: Kommt da irgendein User vorbei? Sind die Werbewirtschaft oder andere Kunden interessiert? Gibt es erste Umsätze? Aber dabei durften wir nicht das erstgenannte Ziel aus den Augen verlieren.

eLAB: Wie ist eLAB als Firma aufgestellt?
Roppel: Wir sind bei eLAB ein Kernteam von fünf Leuten, die Projekte bzw. Firmen konzipieren, gründen und als Beteiligungen managen, manchmal auch vorübergehend in einer operativen Verantwortung. Darüber hinaus besteht für uns ein wichtiger Bereich aus Buchhaltung und Administration, was wir auch als Service für die jungen Gesellschaften anbieten; dort sind 4-5 Feste bzw. feste Freie beschäftigt. Und in den eLAB-Ventures arbeiten inzwischen ca. 60 Leute, mit wachsender Tendenz.

eLAB: Was läuft nicht so gut oder wo liegen größere Probleme?
Roppel: Da sehe ich zwei Sphären: Es ist absehbar, dass in der Vielzahl von Projekten nur ein Teil, langfristig auch nur ein kleinerer Teil, wirtschaftlich erfolgreich sein wird. So schließen wir auch immer wieder Projekte still und leise, bevor sie überhaupt die Öffentlichkeit erreichen. Das bedeutet natürlich eine kleine Niederlage, weil man zunächst an diese Konzepte geglaubt hat. Für eLAB insgesamt, aber das ist „typisch Holtzbrinck“, gibt es erst mal wenig automatische Querwirkungen innerhalb der Verlagsgruppe für Kooperationen oder Austausch von Kompetenzen. Das bedeutet für eLAB-Projekte: Sie müssen sich selbst beweisen, ohne dass sie mit Ausnahme von Kapital und dem guten Namen und Kontakten auf garantierte Unterstützung von innerhalb der Verlagsgruppe bauen können.

eLAB: Welche Bedingung muss ein Konzept erfüllen, um von eLAB in den Funnel eingespeist zu werden und vor allem am Ende als Company im Markt etabliert zu werden?
Roppel: Da gibt es eine Reihe von Dingen, die jeweils nicht alle erfüllt sein müssen, aber wenigstens in Teilen: Die Idee bzw. das Geschäftsfeld soll zur Verlagsgruppe von Holtzbrinck passen, was Werte und Qualität angeht. Ebenso soll eine anspruchsvolle Zielgruppe getroffen werden. Ideen sollen einen Innovationsgrad aufweisen und kein reines Me-Too Produkt im deutschen Markt verfolgen. Eine Anpassung von erfolgreichen ausländischen Konzepten ist aber völlig in Ordnung wie
guut.de als bestes Beispiel zeigt. Der oder diejenigen, die sich mit dem Thema befasst haben, sollen sich alleine oder zusammen mit einem Partner die nächsten zwei bis drei Jahre zu vollem Engagement bereit erklären. Denn die Bedeutung eines kompetenten und langfristig motivierten Teams kann man gar nicht überschätzen. Und schließlich wollen wir als eLAB etwas davon verstehen, wofür das Kriterium „digitale Medien“ alleine nicht ausreicht: Wir wollen mit den Ventures auf Augenhöhe auf eine inhaltliche Auseinandersetzung hinaus; das unterscheidet uns abermals von einem reinen Finanzinvestor, so dass die Gründer auch von uns profitieren.

eLAB: Gibt es Konzepte oder Themen, bei denen Du den Zug als abgefahren ansiehst?
Roppel: Communities, die eher emotional und kommunikativ funktionieren, wie zum Beispiel studiVZ, erfindet man nicht bei eLAB, wo ein Team von rationalen Menschen im Lebensalter von 30-40 Jahren arbeitet. Solche Konzepte müssen von außerhalb entstehen. Innerhalb der Verlagsgruppe verfügen wir ja glücklicherweise über Investitionsstrukturen, um eine entsprechend spätere Beteiligung zu realisieren.

eLAB: Welchen Mehrwert kann eLAB einem Unternehmer mit einem guten Konzept bieten, den ein klassischer Risikokapitalgeber („VC“) oder die Erfahrung plus Geld von Business Angels nicht liefern können?
Roppel: Wir wissen inzwischen ganz gut, wie man eine Idee über eine Projektskizze zu einem Unternehmen, wenn auch einem kleinen, überführt. Das betrifft das richtige Team, seine Größe, die nötigen Budgets sowie das Netzwerk intern und extern. Wir helfen bei der Auswahl der richtigen Dienstleister, achten auf Skalierbarkeit und Effizienzen. Dann liefern wir Querschnittkompetenzen etwa in den Bereichen Online-Marketing, Entwicklung und Hosting. Ebenso haben wir uns ein Netzwerk in die Breite des Online-Marktes aufgebaut, wo ein Kompetenzaustausch schneller möglich ist als beim Einzelnen. Nicht zuletzt können wir dank unserer Strategiekompetenz die nächsten sechs Monate wie auch die längerfristigen Chancen eines Unternehmens ziemlich realistisch planen.

eLAB: Wie sieht in diesem Zusammenhang die Balance zwischen unternehmerischer Freiheit und Anbindung an eLAB aus?
Roppel: In der Regel machen wir Angebote zu Services, die meistens angenommen werden, aber auch nicht immer, beispielsweise bei der Beauftragung von Dienstleistern. In anderen Bereichen wie Buchhaltung und Finanzen sind wir etwas rigider, wo wir bereits frühphasig sicher stellen, dass alle nach den gleichen Verfahren arbeiten - alleine schon um Vergleichbarkeit und Transparenz innerhalb der eLAB-Gruppe zu haben.

eLAB: eLAB hat ebenso den Anspruch, selbst Themen zu finden und daraus umsetzbare Konzepte zu etablieren. Dabei wandert das Konzept oft durch mehrere Hände. Wann ist der richtige Zeitpunkt, einen Geschäftsführer zu etablieren, der das Unternehmen mit der nötigten Kontinuität in den Markt treibt?
Roppel: Grundsätzlich lassen sich zwei Fälle differenzieren. Im Ersten kommt jemand mit etwas Fertigem, was wir dann weiter begleiten. Im Anderen gibt es einen Ansatz, der aus uns selbst herauskommt, wo wir ein Thema oder eine Nische identifiziert haben, aber noch kein Produkt dazu haben. Dann holen wir uns jemanden, der dieses Produkt entwickelt.

eLAB: Wie sieht aus der Erfahrung der letzten zwei Jahre das Profil eines idealen Geschäftsführers für ein eLAB-Venture aus?
Roppel: Eine Mischung aus Bill Gates und Jeff Bezos (lacht). Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Leuten gemacht, die eine Historie in Online-Konzernen hinter sich haben, wo sie das Handwerkszeug fürs Management gelernt haben, beispielsweise bei eBay, Amazon, Yahoo! oder der Scout Gruppe. Diese Kandidaten stehen meist an einem Punkt, wo sie sich größere Verantwortung, mehr Freiheitsgrade und unternehmerische Verantwortung wünschen. Sie sind dann bereit, die gewohnte Größenordnung auf ein Start-Up zu reduzieren, einen Teil des Risikos zu übernehmen, wobei dahinter eine ganze Mediengruppe mit ihrer Finanzkraft und Nachhaltigkeit steht.

eLAB: Eine Frage, die Ihr einem verantwortlichen Unternehmer regelmäßig stellt, lautet: „Wie groß kann dieses Venture werden?“. Die gleiche Frage an Dich: Wie groß kann eLAB werden?
Roppel: Wenn man weglässt, dass wir positive Seitenausstrahlungen in die Verlagsgruppe leisten, dann ist eLAB zunächst die Summe seiner Einzelteile. Zur Zeit sind das 16 Ventures, das ist schon in Ordnung, aber letztlich nicht der Maßstab. Was wir erreichen wollen sind nach drei bis vier Jahren zwei bis drei wirklich große Unternehmen zu entwickeln, die gute zweistellige Millionenumsätze erwirtschaften und gleichzeitig profitabel sind.

eLAB: Gibt es bei einem unternehmerischen Konstrukt wie eLAB bei der Skalierung eine natürliche Grenze?
Roppel: Ja, die gibt es, denn wir sind eben nicht nur rein auf Inkubation fokussiert, sondern managen auch das Wachstum von jungen Unternehmen mit. Dort hat man es mit ganz anderen Management- und Budgetanforderungen zu tun. In den folgenden Reifephasen ist eLAB dafür nicht das richtige Vehikel, dazu haben wir in der Verlagsgruppe die klassischen Unternehmen und fürs digitale Geschäft die
Holtzbrinck Networks.

eLAB: Die Geschwindigkeit neuer Konzepte und neuer Nutzungsgewohnheiten der User ist nicht langsamer geworden, im Gegenteil. Welches sind die heißen Themen, um die sich eLAB demnächst noch kümmern muss?
Roppel: Ich hatte die Ehre vor zwei Wochen an der Google Zeitgeist in London teilzunehmen, einer hochkarätigen Veranstaltung mit Teilnehmern aus Medien und Wissenschaft, wo man über die Welt im Allgemeinen und die Internet-Welt im Besonderen sprach. Dabei waren die großen Themen zum einen der Sprung, den Bewegtbild derzeit in alle digitalen Spielfelder vollzieht. Auf Produzentenseite hat inzwischen in der westlichen Welt fast jeder ein Handy mit Videofunktion und in der Distribution verfügen wir endlich über die nötigen Bandbreiten. Konkret stellt sich die Frage, wo man Video in bestehende Modelle integriert, beispielsweise bei unserer Ratgeber-Plattform gutefrage.net in Form von „How To“-Videos. Zum anderen stehen wir erst ganz am Anfang, wie User Generated Content und redaktionelle Inhalte zusammenspielen, von Empfehlungen bis hin zur Qualitätssicherung. So etwas ist ja ein klassisches Verlagsthema, wo wir mit unserem Verständnis an der Schnittstelle sitzen und geeignete technologische und „redaktionelle“ Ansätze zur sinnvollen Moderation entwickeln werden.

eLAB: Vielen Dank für das ausführliche Gespräch und alles Gute beim weiteren Trainingspensum.

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6. February 2008 | Markus Wölflick

kurzefrage.de: Erfahrungen aus dem Community-Management

Eine Kurzgeschichte in bisher fünf Akten von Markus Wölflick, Geschäftsführer der gutefrage.net GmbH

1) kurzefrage.de in den Händen der Gründer

Diese Zeit ist mir aus einigen persönlichen und vor allem oft witzigen Berichten der drei Gründer von www.kurzefrage.de bekannt. Jedenfalls konnten anscheinend alle KF-chen (so nennen sich die Mitglieder von kurzefrage.de selbst) sehr gut mit der umsichtigen und liebevollen Betreuung speziell durch Birgit Gentzsch leben. Auch wenn es zwischendurch immer mal wieder hoch herging. Da Frau Gentzsch die meisten heavy user auch persönlich kannte und in der Community hoch angesehen war, gelang es ihr immer die Wogen zu glätten. Die KF-Welt war in Ordnung….doch dann kamen wir von gutefrage.net ins Spiel.

2) Der Kauf von kurzefrage.de

Ich war erst wenige Wochen im Amt als Geschäftsführer der ersten eLAB Tochter gutefrage.net GmbH, als uns von den drei Gründern von kurzefrage.de die Plattform zum Kauf angeboten wurde. Das Gründungsteam hatte KF über Jahre in der Freizeit erfolgreich aufgebaut und wollte nun wieder mehr Zeit für private Dinge abseits von KF haben. Und gegenüber ein paar Euro Verkaufserlös war man auch nicht abgeneigt.

Zunächst waren wir unschlüssig, da der Aufbau von www.gutefrage.net unser kleines Team zeitlich voll in Anspruch nahm. Die KF-chen wurden uns als eine „selbst regulierende Community“ vorgestellt, die wenig Betreuung benötigt.

Wir wurden uns dann doch über alle Kaufmodalitäten einig. Denn speziell der umfangreiche Bestand an historischen Fragen und Antworten unter www.kurzefrage.de/siteindex/ weckte bei uns SEO-Phantasien.

kurzefrage_1

3) Die sich selbst regulierende Community in Aufruhr

Die Kommunikation des Verkaufs an die Community verlief recht erfolgreich, auch dank der Mithilfe der Gründungsmitglieder, die beschwichtigend aufgetreten waren. Natürlich gab es auch Vorbehalte gegenüber einer großen Mediengruppe wie Holtzbrinck als Käufer, aber wir waren mit Argumenten gut gerüstet. Schließlich wollten alle Seiten, dass kurzefrage.de noch lange stabil und technisch einwandfrei läuft.

Leider blieb uns für die Betreuung und Weiterentwicklung der Plattform noch weniger Zeit als geplant, da uns die Arbeit an gutefrage.net mehr einspannte, als wir uns jemals vorstellen konnten. Von einer sich selbst regulierenden Community konnte man nun leider auch nicht mehr sprechen. Immer wenn unsere Leitung Community Management Corinna Weinspach (auf die Plattform schauen konnte, musste sie unzählige Brandherde löschen, beschwichtigen und leider auch öfter als uns lieb war bei neuen technischen Entwicklungen die KF-Community vertrösten.

4) Der Ruf nach einem eigenen Community Manager  

Als die Erkenntnis gereift war, dass es ohne „Rund um die Uhr Betreuung“ auch bei kurzefrage.de nicht geht und wir selbst die Zeit dafür nicht finden, suchten wir nach einer passenden externen Unterstützung. Zum Glück wurde uns der internetaffine und forenerfahrene "thomas_kf" empfohlen. Thomas selbst beschreibt seine Arbeit auf kurzefrage.de selbst so:

„Die Arbeit als Moderator thomas_kf von KurzeFrage gestaltet sich als eine verantwortungsvolle, ungewöhnliche und kommunikative. Dachte ich anfangs noch, dass auf kurzefrage viele von Fragen geplagte Jugendliche tagein tagaus und unentwegt Fragen und Antworten posten (wie es gerade so aus ihnen herauskommt ;-), so wurde ich Grünling doch schnell eines Besseren belehrt: Mittlerweile weiß ich, dass auf kurzefrage einfach ein wundervoller Haufen von mindestens ungewöhnlichen Querdenkern, Agnostikern, Christen, Andersgläubigen, Müttern, Studenten, Berufstätigen, Reiselustigen, Beziehungsgeschädigten und Beziehunghabenden, Schwulen, Heteros, Wissensdurstigen und Nachdenklichen tagtäglich fragend und antwortend und hilfreich postet.

Das ist einfach sehr schön, schnell und ausgefallen bunt! Im KF-eigenen Jargon bezeichnen sich die User von kurzefrage auch gerne und liebevoll als „KF-chen“. Streng genommen versammelt kurzefrage KF-chen vom Hausaufgabenhilfe suchenden Schüler bis hin zum junggebliebenen, philosophierenden und aktiven Rentner. Ein erfrischend breites Spektrum. Man könnte die neugierigen KF-chen auch vielleicht einfach als „große“ Kinder beschreiben, die wach & neugierig (geblieben) sind für das, was so auf der Welt passiert und mit ihnen selbst.“

kurzefrage_heiligergeist

Wir können Thomas nur für seinen Einsatz und sein Geschick danken und stellen fest, dass die Community seitdem zufriedener und somit friedlicher ist.

5) Unsere Erkenntnisse im Community Management

Wir sind uns inzwischen sicher, dass es so was wie eine „sich selbst regulierende Community“ im Netz nicht gibt. Egal wie lange sich die Nutzer untereinander schon kennen, ohne Moderator führt das Prinzip „User generated Content“ zumindest bei Q&A Plattformen eher ins Chaos als zu konstruktiven Diskussionen bzw. sinnvollen Antworten. Speziell zwei Punkte scheinen für die Moderation unbedingt notwendig zu sein:

  • Ungereimtheiten und Streitfälle müssen zeitnah moderiert werden. Je früher man eingreift, desto schneller kann man die emotionalen Wogen glätten. Das bedeutet einen nicht unerheblichen Zeitaufwand 7 Tagen pro Woche.
  • Der Moderator muss ein Teil der betreuten Community werden. Nur wer sich auf die Nutzer einlässt und ihre Sprache spricht, wird akzeptiert.

Zur Info:

Sollte sich jemand mit uns direkt über das Thema Community Management austauschen wollen, so würden wir uns über eine Mail an info{at}gutefrage.net sehr freuen.

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20. June 2007 | René Seifert

gutefrage.net launcht Nischenplattformen für Sport und Motorrad

Ein sich sehr positiv entwickelnder Dienst im eLAB Portfolio ist gutefrage.net. Ich  verwende die Plattform inzwischen auch regelmäßig; einmal ging’s in Winter um verschiedene Varianten von Glühwein oder ein anderes mal habe ich eine Software für mathematische Graphen gesucht. Und man kann die Zeit im einstelligen Stundenbereich messen, bis man in der Regel sogar mehrere qualifizierte Antworten bekommt.

Jetzt hat der Dienst zusätzliche Äste ausgeschlagen und zwar zu zwei Spezialthemen.sportlerfrage.net Zur Linken - nomen es omen - im frischen Grünton sportlerfrage.net mit Fragen und Antworten rund ums Thema Sport. Ich schätze mal, dass man gutefrage-Geschäftsführer Markus Wölflick aus Rosenheim ("der Wölflickinger") als top-fitte Sportskanone auch selbst regelmäßig auf der Plattform antreffen wird :- )                                                                                                                  
                                                                                                                                              
mororradfrageUnd dann hätten wir zur Rechten noch im rasenden Ducati-Rot motorradfrage.net mit Fragen und Antworten zum Motorrad und wie es seine PS auf zwei runden Rädern auf den Asphalt bringt. Sicherlich eine gute Anlaufstelle zur vor kurzem begonnenen Motorradsaison …                                                                                                                                                               

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