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Archiv der Kategorie 'helpster'

Die Suche nach 'Archiv der Kategorie helpster' ergab 5 Treffer:


21. September 2007 | René Seifert

“Health 2.0″ …

… lautet der Titel eines lesenswerten Artikels aus dem "Technology Quarterly" von The Economist. Demnach haben mehr als ein Fünftel der US-amerikaner schon mal etwas zum Thema Gesundheit online beigetragen, vulgo "User Generated Content" produziert. Man kann den Trend freilich ganz allgemein als eine Sonderausprägung von Web 2.0 erklären, aber der Economist sieht noch themenbedingt eigene Gründe:

Those with multiple chronic conditions, such as diabetes and depression, or lesser-known illnesses such as chronic fatigue syndrome, are anxious to get tips from others in similar situations. And today’s body of medical knowledge is too vast for any one doctor to know it all. Cathy Fischer, a producer at a non-profit television company in San Francisco, for example, was not getting the information she needed from her doctor. So she joined an online group to connect with others who, like her, had undergone fibroid surgery.

Zugegebenermaßen ist beim Thema Medizin die Bedeutung von Richtigkeit sicher wichtiger als auf den Seiten einer Briefmarkensammler-Community. Dazu folgende Aussage:

A lot of user-generated health information is accurate. A panel of neurology specialists judged that only 6% of information posted in the epilepsy-support group of BrainTalk was factually wrong, according to a study published in 2004 in the British Medical Journal. And with enough people online, misinformation is often quickly corrected.

Spannend ist der Abschluss des Artikels, in dem es darum geht, dass neben der "Hilfe zur Selbsthilfe" eine durch Crowd-Sourcing angesammelte Wissensbasis auch für Ärzte wertvoll wird, die in diesem Detail und in den vielen Spezialfällen kaum aus eigener Anschauung und nur bedingt in der Fachliteratur den nötigen Überblick behalten können. Wenn man mal länger darüber nachdenkt, dann kann in den Ansatz Community aufbauen, dann Experten smart ans System anschließen, womöglich einiges an Innovations- und Wertschöpungspotenzial stecken.

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19. July 2007 | René Seifert

Fallstudie: “Enterprise 2.0″ bei helpster

Nachdem dieser Blog von Unternehmern für Unternehmer gedacht ist, möchte ich heute zur Abwechslung eine sehr hemdsärmlige Erfahrung im Projektmanagement vorstellen. So ein kleines operatives „Best Practise“ über den Einsatz von drei Anwendungen, die man gut unter die Klammer von „Enterprise 2.0“ stellen kann. Laut Definition aus einem Whitepaper von Osterman Research geht es bei dem Begriff um Folgendes:

‘Enterprise 2.0’ represents the migration of the Web from isolated silos of content to an integrated framework in which the Web becomes a computing platform that is able to provide greater value than traditional tools, like simple email messages and static web pages, have been able to offer. Enterprise 2.0 represents the collision of Web 2.0 business-to-consumer and consumer-to-consumer applications (e.g., blogs, wikis, mashups, RSS and social networking) with corporate users looking to achieve busi-ness-to-business benefits.

In unserem Fall ging es um ein Strategieprojekt für helpster mit der Anforderung das Team um Geschäftsführer Sönke Strahmann von geografisch verteilten Mitgliedern effektiv zu organisieren. Neben dem „No-Brainer“ E-Mail schälten sich nach kurzer Zeit die drei Plattformen bzw. Tools Skype, CVS und Socialtext heraus.

  1. Skype bewährte sich entweder für schnelle und wichtige Informationen „auf Zuruf“, sofern man entweder im 1:1- bzw. im Teamchat etwas loswerden wollte oder in seiner Funktion als Gratis-Telefon für längere Konferenzen eingesetzt wurde (manchmal sogar mit Video).
  2. Um Dateien in der gewohnten Verzeichnisstruktur abzulegen und zu aktualisieren, verwendeten wir das Open Source Tool CVS, welches üblicherweise dazu dient in einem Software-Projekt Code von mehreren Programmierern zu managen. Das Grundprinzip ist folgendes: Auf einem zentralen Server liegt der „Master“, den man sich zu Beginn des Projektes einmal lokal auf den eigenen Rechner repliziert. Fügt man einen Ordner und/oder eine Datei hinzu oder ändert man Bestehende, so lädt CVS diese auf den Server und verändert dadurch den Master. Umgekehrt bietet es sich an, vor jeder eigenen Arbeits-Sitzung den neusten Stand durch CVS bei sich lokal zu aktualisieren – falls ein anderes Teammitglied inzwischen etwas editiert hat. Das Schöne daran: Es kann nichts verloren gehen, weil CVS eine ausgereifte Versionskontrolle mitbringt, über die man auch auf vorherige Versionen zurückgreifen bzw. diese zur aktuellen Version machen kann. Für Datei-Management über Unternehmensgrenzen hinweg gibt’s nichts Besseres.
  3. Sicherlich die größte Innovation bestand im Einsatz eines „Corpoate Wikis“ von Socialtext. Wenn man über Wikis spricht, dann assoziiert man das üblicherweise sofort mit Wikipedia, so wie wie man „Tempo“ mit Taschentüchern verbindet. Ein Wiki zeichnet sich durch eine oder mehrere Webseiten aus, die von einer Gruppe kollektiv bearbeitet werden kann, während alte Versionen nicht verloren gehen sondern sich ganz einfach wieder herstellen lassen. Neben dem inhaltlichen „Hauptteil“ besteht zudem die Ebene eine Seite zu kommentieren, auf andere Seite im Wiki oder Web zu verlinken oder mit Tags zu versehen. Socialtext hat zudem die erfreuliche Begleiterscheinung, dass es für bis zu fünf Bearbeiter in einem „Workspace“ umsonst ist. Den Begriff find’ ich sehr treffend, weil man sich die Funktion wirklich so denken kann, als wäre man in einem gemeinsamen Meeting-Raum, der jedoch asynchron funktioniert und nicht die gleichzeitige Anwesenheit der Teammitglieder erfordert.

socialtext_helpster

Wir machten uns von Anfang an klar, dass wir dem Tool nicht allzulange geben würden, bis der Produktivitätsgewinn den Aufwand für Einarbeitung übersteigt. Allerdings wurden wir durchweg positiv überrascht wie schnell sich die Vorteile gegenüber dem üblichen E-Mail Ping-Pong eingestellt hatten. So ließen sich in kürzester Zeit drei wesentliche Vorteile identifizieren: Reduzierung des E-Mail Volumens, effizientes Projektmanagement und systematischer Aufbau einer Wissensbasis über den Aufbau einer Buttom-Up Ontologie mittels Links und Tags, sie sich prima nach Volltext oder eben über Tag-spezifischen Kontext durchsuchen lässt.

Weil das Tool die Web 2.0-Philosophie von Grund auf verinnerlicht hat, entsteht keineswegs der nächste starre Inhalte-Silo: Stattdessen kann man auch per E-Mail direkt ins Wiki schreiben bzw. benutzerfreundlich aus einer Wiki-Seite eine E-Mail erzeugen. Will man sich über einen Push-Mechanismus auf dem Laufenden halten was „es Neues gibt“, abonniert man wahlweise E-Mail Alerts oder den guten RSS-Feed.

Als erfolgskritisch hat sich bald herausgestellt, dass man sich gerade am Anfang oft über die bestmögliche Verwendung des Wiki austauscht. Ein paar Unzulänglichkeiten bringt derart unstrukturierter Inhalt manchmal mit sich: Er neigt gelegentlich zum Wuchern, wo thematisch zusammengehörender Content auf mehreren Seiten verstreut wird. Trotz Tagging und Linking kann es sinnvoll sein, dass ein Projektleiter etwas mehr Struktur in zumindest eine Art von „Top Level“ Navigation vorgibt (siehe Screenshot oben) und gegebenenfalls verstreute Inhalte auch mal in einer Seite konsolidiert. Auch wenn sich Dateien mit großen Volumina auf einer Seite speichern lassen, so kommt das Wiki von der Usablity bei weitem nicht da hin, was ein gemeinsames Datenverzeichnis leistet. Daher auch die integrierte Kombination zwischen Wiki und dem CVS von (2.)

Wer übrigens mehr zu Corporate Wikis wie Whitepapers und Fallstudien nachlesen möchte: Socialtext hat nach kurzer Anmeldung ein schönes Paket zusammengestellt.

Rückblickend haben wir so bei helpster in einer stetig wachsenden Lernkurve mit jeder Menge „Versuch und Irrtum“ eine recht passable Form gefunden, das Projekt mit mehreren Teilnehmern an unterschiedlichen Orten virtuell und doch straff zu managen. Ich glaub’, das ist dann ein bisschen „Enterprise 2.0“ …

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7. June 2007 | René Seifert

E-Health im Aufwind: Patienten haben das Wort

Gerne lassen wir uns immer wieder in die Karten schauen; und dieses mal legen wir das Blatt sogar offen auf den Tisch. Für helpster.de haben wir bei dem Marktforschungsinstitut Innofact eine Studie in Auftrag gegeben, bei der wir unter Internetnutzern allerlei rund ums Thema E-Health (=Gesundheit im Internet) abgefragt haben.

Wir wollten unter anderem wissen, welche Faktoren bei der Wahl eines neuen Arztes eine entscheidende Rolle spielen. An erster Stelle nannten gut drei Viertel der Befragten die "Bewertung durch frühere Patienten". Dahinter kommen Untersuchungen durch Institute wie z.B. die Stiftung Warentest, Peer-Bewertungen durch andere Ärzte, Qualitätssiegel und Daten des Statistischen Bundesamtes.

Wenn wir mal für einen Augenblick nicht "Internet spielen", sondern einfach aus der persönlichen Erfahrung Revue passieren lassen, wie wie selbst auf einen neuen Arzt gestoßen sind, dann ging dem meist die Frage an einen Bekannten voraus wie "Kennst Du einen guten HNO-Arzt in München?" Der Klassiker für Word-of-Mouth Marketing. Mit einem gut gemachten Arzt-Empfehlungsdienst im Internet lässt sich die geballte Erfahrung von weitaus mehr als dem eigenen Bekanntenkreis zusammenfassen und in einer schön skalierenden Form der Allgemeinheit zu Verfügung stellen.

Was darüber hinaus nicht zu wundern braucht: Dass diese zusätzliche Ebene an Qualitäts-Transpararenz künftig im Internet eine immer wichtigere Rolle spielen wird, haben 70 % der Befragten für ihre eigene Nutzung bejaht.

Was Nutzer zum Thema Medizin im Internet sonst noch interessiert, gibt es hier in der Pressemitteilung direkt auf helpster.

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25. April 2007 | René Seifert

eLAB übernimmt Mehrheit an helpster

Auf gut Bayerisch sagt man : "Wenn’s laaft, dann laaft’s!" (=Wenn es läuft, dann läuft es.) Es hat sich gezeigt, dass die eLAB-Systematik einer Risikoabstufung mittels Beta-Phase funktioniert. Mit Happy End, wenn sich schließlich dabei herausstellt, dass die eingangs aufgestellten Hypothesen eingetreten sind oder – weniger geschwollen ausgedrückt – der Dienst im Markt von den Nutzern erfolgreich angenommen wird. Freilich kommt es ebenso darauf an, dass man dank der Lernerfahrung aus der Beta-Phase eine klare Entwicklungsperspektive für die Zukunft erkennt.

Nachdem diese Voraussetzungen bei helpster.de erfüllt waren, hat eLAB seine bisherige Minderheitsbeteiligung an dem Gesundheitsnetzwerk in einer Mehrheit aufgestockt. Die ganze Pressemitteilung dazu gibt’s hier zu lesen. Dickes "Daumen hoch" für das Gründungs- und Aufbauteam rund um Sönke Strahmann. Wenn’s laaft, dann laaft’s …

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Kategorie: eLAB Intern, helpster
15. February 2007 | René Seifert

Gesundheit online im Aufwind

Das neue Wort des Tages gleich zum Start: "E-Health". So wie E-Banking oder E-Learning, jetzt also auch "E-Health". Es gibt eine neue Studie zum Thema, herausgebracht vom Branchenverband BITKOM.

Demnach sucht jeder dritte Deutsche medizinischen Rat im Internet; das kann sich mit weit über dem EU-Durchschnitt von 20 Prozent sehen lassen. Nur die Holländer liegen mit 45 Prozent und die Finnen mit 44 Prozent noch weiter vorne.

BITKOM-Vizepräsident Jörg Menno Harms macht zwei Gründe für den Trend verantwortlich: zum einen ein gestiegenes Gesundheitsbewusstein, zum anderen eine Zunahme von Qualität bei den Online-Angeboten. Der höheren Qualität stimme ich vorbehaltlos zu, glaube aber dass das höhere Gesundheitsbewusstsein insbesondere durch bessere Angebote im Netz geschärft worden ist. Ein typischer Fall von Innovation, der ein Henne-Ei Problem löst und sich im Erfolg nunmehr wechselseitig befeuert.

Arzt-PreisvergleichAls klassische Beispiele nennt BITKOM: "Infos über Krankheiten, Ernährungstipps für Babys oder Erläuterungen zu Arzneimitteln." Genau. Das Spannende daran ist aber, dass es über die "Old Media One-2-Many"-Berieselung auch zunehmend Dienste gibt, wo die Nutzer in ihren verschiedenen Rollen als Patienten oder Ärzte in sinnvoller Weise miteinander in Kontakt treten. Wir von eLAB sind in diesem Zusammenhang nicht ganz untätig geblieben und haben uns in den vergangenen Monaten an den beiden Plattformen Arzt-Preisvergleich.de und helpster.de beteiligt.

Arzt-Preisvergleich.de (APV) bahnt basierend auf einem gut operationaliserbaren Leistungsgesuch bzw. Heil- und Kostenplan mögliche Arzt-Patientenbeziehungen an, indem registrierte Ärzte ihre Gebote abgeben können. Für den nachfragenden Patienten kommt aber im Gegensatz zu z.B. eBay nicht automatisch beim niedrigsten Gebot ein verbindlicher Vertrag zu Stande. Stattdessen kann er in Ruhe – auch dank der Bewertungenen vorheriger Patienten auf dem Dienst – die für sich beste Entscheidung beim Preis-Leistungsverhältnis treffen.

helpster.dehelpster.de ist APV insofern vorgelagert, als dass es ein Informationsbedürfnis des Gesundheitsinteressierten auf Peer-2-Peer Ebene befriedigt, bevor man üblicherweise einen Arzt konsultiert. So bewerten Nutzer ihren Arzt, was anderen wiederum hilft einen vertrauensvollen Arzt in ihrer Nähe ausfindig zu machen. Andererseits tauschen sich Nutzer in Foren und Erfahrungsberichten zu Krankheiten und ihren Therapien aus. Das hilft ihnen als Patienten, beim nächsten Arztbesuch informierter aufzutreten.

Medizin in Internet steht noch ganz am Anfang und meine Prognose ist, dass in überschaubarer Zukunft bei "E-Health" Dienste entstehen, die das Gesundheitswesen ordentlich durcheinanderwirbeln werden. Und das ist im Sinne aller Beteiligten, denen die Gesundheit der Patienten und Fairness gegenüber Ärzten wirklich am Herzen liegt, kein schlechtes Szenario.

18:39 Comments 2 Kommentare » Trackback

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