Bei einem kurzen Ausflug heute Nachmittag auf die Medientage München ging es in einem Panel um "Mobile Media – wann kommt der Durchbruch?" Henning Röper von der Beratung Solon stellte in einer Startpräsentation eine saubere Klassifikation und die wesentlichen Trends in einer kompakten Form vor:
Die beiden Haupmotive für mobile Inhaltenutzung sind einerseits "save time", indem man überall, schnell und im Idealfall mit lokalem Bezug an Informationen herankommt. Andererseits zum "kill time", um in einer eh an ADD-leidenden Zielgruppe die Unerträglichkeit des Seins unterwegs oder beim inaktiven Warten zu überbrücken.
Klassifizierungen bzw. Ausprägungen für mobile Nutzung: Personalisierung, Infotainment, Location Based Services (LBS), Mobile Payment, Mobile Gaming, Mobile Music, Mobile Video
Es macht durchaus Sinn, den Gesichtskreis des mobilen Endgerätes über das "Handy" hinaus zu erweitern, sofern dieses über eine Datenanbindung von unterwegs verfügt, nämlich beispielsweise mobile Spielekonsolen, Sub-Notebooks oder MP3-Player.
Ebenso gibt es mehr Datenkanäle für unterwegs als die üblichen Verdächtigen GPRS oder UMTS von den Mobilfunkbetreibern bzw. W-LAN beim guten Kumpel oder auch von Fon. Der USB-Stick als "side loading" und der mobile Fernsehstandard DVB-H gehören auch dazu.
Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen, wo die Telcos als klassische Gatekeeper Inhalte in "walled gardens" kontrollierten und sich rückblickend sicher als Erfolgsverhinderer verdient gemacht haben, kommen z.B. aus England neue Geschäftsmodelle auf den Markt. Dort bietet der Mobilfunkbetreiber "3" für eine Flatrate von umgerechnet € 55.- pro Monat nicht nur 750 Minuten in alle Netze, sondern auch unbegrenztes Datenvolumen. Die Verwendung von Skype wird in diesem Zusammenhang ausdrücklich beworben. Eine ferne Welt, von der wir in Deutschland im Augenblick noch weit entfernt sind.
Als Werbemodelle liegen "Mobile Display Advertisement" und "Mobile Search Marketing" nahe, wo man vor allem auf ortsbezogene Werbung spekuliert. Witzigerweise wurde in der Präsentation als beispielhafter Dienst der eLAB-Dienst Pointoo genannt. Mobile Direct Marketing gilt bei hoher Profilierung des Nutzers als das goldene Kalb, auch wenn man sich der engen Grenzen des Datenschutzes als auch der raschen Ablehnung bei Missachten der allgemeinen "Permission Marketing"-Regeln bewusst ist.
Alles in allem maßen sämtliche Panelisten dem Thema Mobile sehr hohe Bedeutung bei, auch wenn sie unverhohlen eingestanden, dass sich die Umsätze zur Zeit noch im homöopathischen Bereich bewegen. Gleichwohl wird kräftig investiert, wenn hoffentlich ab Mitte nächsten Jahres im Zusammenspiel von Inhalteanbietern, Telcos und Endgeräteherstellern der ersehnte schnelle Aufwind mit Wachstumsraten zwischen 60-100 Prozent p.a. kommen soll.
Realitätsnähe und –ferne ist immer wieder der Spagat bei neuen Ideen und Gründungen. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Das sagte Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf 1980 (laut Spiegel 44/2002, S.26). Realpolitik ist in diesem Zusammenhang schnell gefordert …
Gerne werden die Visionen an Persönlichkeiten festgemacht. JFK hatte Träume und Visionen, seine politische Bilanz sieht aber mager aus. Wie viele Gründern träumten einen Traum, hatten eine Idee und gehen damit noch heute „schwanger“, doch umsetzen tun dies andere. Der Klassiker sind Gründerteams, die eine schlechte Idee habe, aber gute Management-Skills – und vice versa.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Management-Skills erlernbar sind. Es geht hier nicht um Talent und Charisma, sondern um „Handwerk“. Sehr anschaulich wird dies im sogenannten „Führungsrad“ von Malik (Management Zentrum St. Gallen)
Das Führungsrad besteht aus Aufgaben und Werkzeugen, dies es als Manager zu beherrschen gilt. Zu den Aufgaben zählen:
Für Ziele sorgen: D.h. erwartbare Ergebnisse formulieren und einfordern. „Mein“ Pointoo-Projekt bei eLAB durchlief den gesamten Funnel und wurde mit konkreten Zielen versehen.
Organisation: Ressourcen, Termine etc. müssen geplant und organisiert werden – eine Binsenweisheit und doch oft nicht erfüllt.
Entscheiden: Der Mut zur Entscheidung fehlt vielen Managern, weil Sie es nicht wollen, können oder dürfen. Ohne Entscheidungen geht es aber nicht voran. Wir haben bei Pointoo viel entschieden – einiges rückwirkend betrachtet falsch und einiges richtig … der Idee/Vision hat es voran geholfen: Werkstattbericht zu Pointoo: Aus Beta wird Version 1.0
Kontrollieren, Messen, Beurteilen: Ein Hoch auf Google Analytics und schon spricht man über Fakten und nicht Hoffnungen.
Fördern von Menschen: Die Weiterentwicklung von Mitarbeitern ist und bleibt ein zentrales Erfolgsgeheimnis von Firmen – wunderbar belegt von einem eLab-Praktikanten in Methodische Erfahrung im Brutkasten
Um diese Aufgaben zu meistern, sollten wir Manager, Freelancer und Visionäre einen Grundkasten an Tools beherrschen (Kann man üben und entwickeln!):
Sitzungen: Nicht lässt sich besser steuern als durch Sitzungen – natürlich zielgerichtet. Ich bin viel unterwegs, um meine Kunden-Projekte zu steuern. Gute Vorbereitung, Moderation und Dokumentation der Ergebnisse ist mehr als die halbe Miete.
Reports, schriftliche Kommunikation: Was soll ich sagen – selbstverständlich, oder?
Job Design & Assignment Control: Ja wer macht denn nun was? – Wenn solche Fragen im Projekt auftauchen, dann ist dieses Tool nicht genutzt worden – fahrlässig. Pointoo ist erfolgreich, weil jeder weiß, was und wann er es zu tun hat, oder eben nicht.
Persönliche Arbeitsmethodik: I did it may way – jeder wie er will, solange die Ziele klar sind – ich wiederhole mich …
Budget und Budgetierung: Der Klassiker – nicht bei eLab – aber sonst oft erlebt: Wir wollen die Top-Web 2.0-Anwendung, aber es darf nichts kosten und muss gleich Break Even haben. Hallo!- Wiederholt sich da das Jahr 2000?
Leistungsbewertung: Wichtig für Firmen und ich unterstelle auch eLab, dass ohne Leistung der Projektmanager keine Basis einer Zusammenarbeit da wäre – aller Visionen und Ideen zum Trotz.
WICHTIG: Systematische Müllabfuhr: Try and Error bedeutet nun einmal, dass Fehler passieren. Nach Erkenntnis gilt es, die Konsequenzen zu tragen und Funktionen etc. aufzugeben, zu verschieben etc. – Prinzip Hoffnung führt hier nicht weiter! Der Mut zum „Verwerfen“ sehe ich noch viel zu wenig …
Wenn diese Aufgaben und Werkzeuge sich paaren mit visionärem Denken und Mut zum Unternehmertum / Selbständigkeit, dann liegt hier die Keimzelle für erfolgreiche Projekt und Produkte. Visionärsarme Realpolitik haben wir genug in Unternehmen und öffentlichen Leben. Die Blase von realitätsfremden Angeboten haben wir alle 2000 live erlebt. Wenn die Theorie der Lernkurve stimmt, dann sind Management und Vision kein Widerspruch sondern ein zündendes „Etwas“.
Gestern Nacht war es soweit: Während Michael Munz und ich schliefen, legte Dirk Schornstein die Schalter um. Voilà … Es war ein langer und lehrreicher Weg zu Pointoo – location bookmark service. Zur CeBIT 2006 sind wir mit einer kleinen aber feinen Version als Pre-Beta für registrierte Tester gestartet. Themen wie Design und Usability standen damals nicht im Vordergrund, sondern wir wollten die technische Machbarkeit „beweisen“. Und siehe da, trotz Bonbon-Farben begann Pointoo zu „fliegen“. Im Juni 2006 startete dann im Sinne des eLAB-Funnels die Beta-Phase. Das Design wurde angepasst und wir konnten als eines der ersten deutschen Angebote von Anfang an unseren Nutzern die neue Google Map-Schnittstelle zur Verfügung stellen. Plötzlich konnte man im Web kostenlos geocodieren. Das war eine kleine Sensation und hat uns sehr nach vorne gebracht – ohne Werbung und Konferenzen-PR ist Pointoo stetig gewachsen. Seit August 2006 haben wir dann kontinuierlich das Feedback der Nutzer eingeholt sowie unsere Position und Positionierung (Eigenbild vs. Fremdbild) hinterfragt. Es ist faszinierend, welche Erkenntnis man gewinnt, wenn man zuhört, beobachtet und einem Service die Zeit zum Reifen gibt. Aktuelles Beispiel vor kurzem war ein Usability-Test, der uns eine Woche vor dem geplanten Launch der aktuellen Version wieder einmal „zwang“ die Homepage zu überarbeiten.
Es gibt weiterhin noch viel zu tun und zu verbessern, aber wie beim Segeln, der Wind stimmt, die Segel sind getrimmt. Wir als „Pointooler“ bleiben wachsam, denn jede Böe bringt uns weiter und jeder Dreher kann uns stoppen … Vorfahrtsregeln gibt es sowieso nicht im Web. In diesem Sinne: Ahoi!
Die letzten zwei Tage war ich in London auf der OPA07 – Forum of the Future. Neben vielen Higlights war die Session am Ende mit dem Futuristen Wolfgang Grulke ein intellektueller Höhepunkt.
Vorstellung: In den nächsten Jahren wandelt sich die uns umgebende technische Infrastruktur zu einer „Infreestruktur“, das heißt. jeder ist überall und kostenlos online, vernetzt etc. Tragen wir dann noch Notebooks mit uns zu den Konferenzen, oder reicht eine Identifizierung auf dem in den Tischen integrierten Bildschirmen aus, um auf alle unsere Daten, Netzwerke etc. zuzugreifen …? Desktop-Software macht da noch wenig Sinn – hat ja auch Microsoft erkannt und beginnt sein Portfolio zu ändern.
Wolfgang Grulke empfiehlt als Unternehmensstrategie das immer wiederkehrende Überprüfen des eigenen Marktes, der Zielgruppen etc., denn: "Eat yourself before somebody else does it!"
Genau dieses Phänomen erlebe ich seit einem Jahr mit dem eLAB Projekt Pointoo. Vor einem Jahr sind wir gestartet mit einer Private-Beta-Version. Damals gab es gerade die ersten Google Maps für Deutschland. Unsere Vision: „Tag your World“. Mit mobilen Endgeräten persönliche Orte „markieren“ und auf allen Geräten der Welt universall nutzen. Als Backend hierfür war das Web gedacht. Immer schneller drehte sich jedoch die digitale Kartographierung der Welt. Im Sommer war der Geocoder von Google Map kostenlos verfügbar. Unsere mobile Applikation für Symbian-Handys wurde geliebt und genutzt von einer ganz engen, kleinen Gruppe .
Da wir uns fast täglich selber hinterfragen und neue Entwicklungen „aufsaugen“, haben wir schnell die Strategie gewechselt und sind jetzt dabei einen Webservice aufzubauen. Rudimentär erahnbar unter dem heutigen Auftritt – es kommt bald viel mehr : -)
Wir bewegen uns mit Pointoo unter anderem im Umfeld der persönlichen Navigation – im Web und in der Realität. Welche Ableitungen für die Zukunft gibt es hier? Die mobile Navigation befindet sich im Preisverfall. Kostete früher ein TomTom deutlich über 400 EUR, so gibt jetzt erste Lösungen unter 200 EUR bei Mediamarkt und Co. Ein klarer Indikator, dass der Höhepunkt des Produktlebenszykluses erreicht wurde. Hier wieder ein Zitat von Wolfgang Grulke: „After the life of a product, there is no life!“
Parallel zu der Session bei OPA07 bekam ich folgende Info: BMW integriert nun Google Maps in der Incar-Navigation. (VW arbeitet schon seit über einem Jahr im Sillicon Valley mit Google zusammen.) Am PC werden Ziele ausgesucht und einfach via SMS-Gateway in den Service BMW Assist gesendet. Alles weitere im Video:
Und auch diese Entwicklung werden wir für Pointoo bewerten und unsere Antworten finden. Aber wer von uns wird in fünf Jahren noch Geräte an seine Windschutzscheibe „kleben“, um den Weg zu finden? Das Rad dreht sich immer schneller …
Nach einem Jahr eLAB ziehen wir ein erstes Resümee unserer Aktivitäten: eLAB hat einen Evaluierungsprozess („eLAB Funnel“) eingeführt, der helfen soll Ideen tatkräftig umzusetzen, schrittweise zu lernen aber ebenso auszusortieren um Plattformen nicht weiter zu betreiben. Ein wesentliches Element dieser Vorgehensweise sind unsere BETA Projekte, die sich in einer ersten „Live“-Phase am Markt bewähren müssen, um anschließend in eine Unternehmensgründung eingebracht zu werden. Bekannte Beispiele sind pointoo und kiwoo; beides Projekte die uns eine Menge an Erfahrung bei Contentdistribution, SEO und SEM gebracht haben.
Man durfte zurecht zweifeln, dass es keinen „Soft-Launch“ geben kann, um einen Markterfolg zu erzielen. Nur durch einen formvollendeten Launch von neuen Diensten ließen sich relevante Ergebnisse aufbauen. Denn wer wäre als Vergleich ernsthaft bereit, ein Auto ohne Lenkrad zu kaufen? Was ist nun richtig? Beta oder kein Beta, testen oder konsequenter Perfektionismus? Klare Antwort: Es kommt darauf an. Denn gerade bei recht neuen Produktideen oder Geschäftsmodellen sind Timing, systematisches Lernen und effizientes Kostenmanagement sehr wichtige Elemente. Im Fall pointoo zeigt sich das sehr schön. Der systematische Aufbau eines nutzergenerierten Inhaltekatalogs bedarf einer Menge Zeit. Einer der wesentlichen Reichweitenkanäle ist Google, auf den nur bedingt Verlass sein darf, zumal immer wieder grundsätzliche Elemente des Google-Algorithmus geändert werden. Ähnliche Angebote im englischsprachigen Internet bestätigen unsere Vorgehensweise, denn dort tritt man gerade auf die Kostenbremse.
Aber nur „sanft“ geht es nicht immer. Einige Konzepte, an denen wir gerade arbeiten, lassen sich in solch eine Vorgehensweise nicht einordnen, daher planen wir den direkten und umfänglichen Markteintritt. Darüber werden wir weiter berichten.
Bei Pointoo kann jeder Nutzer seine persönlichen Inhalte mit einem „Tag“ versehen. Dies führte schon dazu, dass wir plötzlich Wochentage in der Liste hatte. Also gab und gibt es Diskussionen darüber, ob die Begriffe „Tag“ bzw. „tagging“ dem deutschen Internetnutzer bekannt sind oder man doch besser die deutsche Übersetzung nehmen sollte – die da lautet? Alle bisher erfolgten Übersetzungen sind irgendwie nicht sexy, also steht weiter „Tag“ da.
Das „Taggen“ an sich scheint der Masse der Nutzer jedoch immer leichter von der Tastatur zu gehen. Die Sammlung der Tags ist dann eine Folksonomie und ein beliebtes Web 2.0-Element. Beispiel: Sehenswürdigkeiten bei Pointoo – neben dem klassichen Begriff „Sehenswürdigkeit“ tauchen von Nutzerhand weitere klassifizierende bzw. beschreibende Tags auf, die dem Suchenden in der Liste Sehenwürdigkeit helfen, sich in der Auswahl der Angebote aus Burgen, Schlösser, Denkmäler etc. seinen persönlichen Highlight auszuwählen.
Würde der Begriff „Sehenswürdigkeit“ entfallen, dann wären nur noch eine Vielzahl von kleinere Untergruppen vorhanden, die Klammer jedoch fehlt. Aus diesem Grund werde wir bei Pointoo zeitnah Kategorien einführen, um für alle Inhalte eine Klammer bieten zu können. Also zurück zu althergebrachten redaktionellen Taxonomie? Nein, wie immer bei erfolgreichen Web 2.0-Themen ist die Philosophie das eine (Neue) machen und das andere (Alte) nicht lassen.
Die Hoffnung stirbt zu letzt – das russische Sprichwort passt wie die berühmte Faust auf das Auge, wenn es um Location Based Services (LBS) geht. Stellen Sie sich vor: Sie landen in Barcelona und erhalten sofort von Ihrem Smartphone alles was Sie brauchen: Hotels, Restaurants, Tipps, Wetter, Navigation etc. – Das Tolle daran, dass Smartphone weiß von alleine wo Sie sind, was Sie machen und was Sie wollen.
Jeder kennt diese „Visionen“. Die Realität: Sie landen in Barcelona und als T-Mobile-Kunde brauchen Sie erst einmal eine extra PIN, damit Sie so was „altmodisches“ wie Ihre Mailbox abhören können …
Gesprächskiller Nummer Eins auf Kongressen etc. ist die Frage, was denn die Lunch-Teilnehmer so mit ihrem Handy machen … und schon sind Themen wie LBS selbst bei den „Heavy Usern“ unter ferner liefen. Was sind die Gründe?
Meine These: LBS funktioniert nur, wenn die Lokalisierung automatisch und kostenlos vorhanden ist. Aber der Empfang von GPS-Signalen setzt entsprechende Hardware voraus. Wer läuft schon mit einer Bluetooth-GPS-Maus um den Hals herum? GPS inside dem Handy gibt es vereinzelt (Siemens, Motorola, HP), aber es ist eine absolute Nische. Wird sich das ändern? Erst einmal nicht, denn die Integration einer GPS-Antenne steht auf der Prioliste weit hinten bei den Herstellern. Handys sollen flach sein, gut aussehen, lange Stand-by-Funktion haben etc. Die Nachfrage bestimmt den Markt und die fragt im Augenblick coole Farben nach …. Und dann gibt es noch die „ungenaue“ Ortung via Auslesen der Mobilfunkzelle. Jedoch bis die Aktivierung statt gefunden hat, vergehen oft einige Viertelstunden. Kein Wort zu den Kosten der Anbieter …
Und trotzdem, das Internet wird mobil. Google schließt Deals mit T-Mobile und Vodafone, um Google mobile als Gateway zum Internet auf den Handys vorab zu installieren. Nokia versteht sich genauso. Das Smartphone als Medium für alle bekannten Dienste und Services, die der Nokia-Besitzer kennt und nutzt. Hier die Grafik einer Nokia-Präsentation auf den Canalys Navigation Forum 2006:
Meine Meinung: Die Zukunft von LBS liegt nicht auf dem Handy sondern im Internet. Dienste wie Google Map, Yahoo Map und Live Search verändern die Präsentation und Verarbeitung von Informationen. Outllook direkt mit Virtual Earth verknüpft – eine Vision, die mit dem nächsten Windows Betriebsystem vor der Tür steht.
Ich erlebe und gestalte es gerade hautnah mit dem Projekt Pointoo von Holtzbrinck eLab. Pointoo bietet Nutzern die Möglichkeit, sich ihren eigenen indviduellen LBS aufzubauen und nach allen Regeln der Community-Kunst zu nutzen (Wir arbeiten daran!). Unter www.pointoo.mobi gibt es die optimierte Website für kleine Bildschirme und geringe oder teure Datentransfers zu den mobilen Medien. Fazit: Das World-Wide-Web wird lokal!