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Archiv der Kategorie 'Verticals'

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14. January 2009 | René Seifert

Jogmap-Gründer Werner Bogula im TV-Interview

Morgenstund halt Gold im Mund, und so hat unser Werner Bogula von Jogmap keine Antrengungen gescheut um sich früh morgens in die Maske zu setzen, die Nase pudern zu lassen und um 7.10 h telegen on-air zu gehen. Zum Interview im “Frühcafé” beim Hamburger Lokalsender Hamburg 1.

Als Gründer und Geschäftsführer von Jogmap spricht er in dem 5-Minuten Interview wie alles anfing, was Jogmap kann und bringt, wie einen der Schweinehundalarm den Couchpotato auf die Laufstrecke treibt, Laufgruppen, Ligas zwischen verschiedenen Städten und wie er für sein Unternehmen optimistisch in der Krise bleibt. Motto: “Gelaufen wird immer.” Und geglotzt auch. Somit Vorhang auf und Film ab für Werner :-)

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15. December 2008 | René Seifert

Diätenfinder bei abnehmen.net

Gerade weil wir uns derzeit in der vorweihnachtlichen Aufbauphase für Hüftspeck befinden, kann man sich gar nicht früh genug mit den verfügbaren Gegenmaßnahmen beschäftigen. Denn, wie es zum Beispiel auf den redaktionell gefütterten Seiten von abnehmen.net zum gern genommenen Glühwein heißt:

Ein gemütliches Glas ist absolut in Ordnung. Beim Zweiten sollte man schon zweimal überlegen, besonders wenn dazu noch andere weihnachtliche Kaloriensünden gegessen werden. Schließlich regen der Alkohol im Glühwein und der leckere Duft auf dem Weihnachtsmarkt den Appetit an. Die meisten Fertig-Glühweine enthalten viel Zucker und liefern so pro 100 ml ca. 105 kcal. Ein großes Glas (250 ml) hat damit 263 kcal.

Ja Mahlzeit. Das Alleinstellungsmerkmal des Dienstes ist jedoch ein gründlich recherchierter und strukturell sauber umgesetzter Vergleich von Diäten. Im Mittelpunkt der Reise in die Untiefen des eigenen Ich steht die Frage "welche Diät passt zu mir", die einem der Diätenfinder über die eigene Diätgeschichte, Ernährungsgewohnheiten und Zielsetzungen in drei Schritten beantwortet.


 Ich hab mich selbst in derm Test auch gut wieder gefunden, nachdem ich dieses Jahr in 2,5 Monaten knapp 10 Kilo abgenommen hab’ und mir als Vorschlag im Diätfinder auch tatsächlich die von mir eingesetzte Almased-Diät mit 90 % Treffergenauigkeit empfohlen wurde. Wenn man sich registriert, kann man sich  in der Community mit anderen Mitgliedern austauschen, Diäten bewerten und kommentieren.

Die Entwicklung des redaktionell unabhängigen Seite hat vier Monate gedauert. Gründerin und Geschäftsführerin Peggy Reichelt: "Den ganzen Sommer gab es für uns als Lektüre Diätbücher, denn es mussten unzählige Diäten beschrieben und bewertet werden." Zielsetzung sei laut Reichelt kein Schlankheitsideal zu propagieren, sondern dem Nutzer zu seinem Wohlfühlgewicht, eines bewussten Ernährungsweise und einem ausgeglichenen Lebensstil zu begleiten.

Abnehmen.net refinanziert sich durch Werbung: Glam.com spielt Imagebanner von Markenartiklern auf TKP-Basis ein, ein kontextsensitives Beispiel für Affiliate findet sich bei Birchermüsli und Google AdSense spielt klickbasiert etwas ein.

Ich finden den Dienst eine interessante und klúge Herangehensweise an das ewige Thema, welches man guten Gewissens als unsere Zivilisationspest bezeichnen darf. Abnehmen.net sieht vom Design freundlich aus und folgt bei der Architektur für z.B. SEO gängigen Industriestandards. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist die relativ langsame Ladezeit der Seite. In der Summe schmälert das den positiven Gesamteindruck nicht – gerade in Zeiten wo wir alle den Gürtel enger schnallen müssen :-)

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17. October 2007 | René Seifert

Erste Eindrücke Web 2.0 Summit: Virgin Charters

Erster halber Tag geschafft und da hacke ich doch gerne ein paar Zeilen im Hotelzimmer in den Rechner. Ein guter Einstieg heute Morgen mit Workshops, ein paar Bekannte trifft man auch wie z.B. Martin Weber, CEO der Schwesterfirma Holtzbrinck Ventures. Auf meinem Flickr-Account hänge ich auf diesem "Web 2.0 Summit"-Set übrigens die ganzen Bilder, davon viele Slides der Sessions rein.

In einem der Workshops durften exemplarisch vier Firmen "from the Web’s Edge" präsentieren: Der demnächst startende E-Mail 2.0 Dienst Boxbe, der webbasierte Instant Messenger Meebo, die Local News Seite Topix und ein neuer Marktplatz Virgin Charters.

Letzteres Business welches im Februar 2008 an den Start geht fand ich besonders interessant, weil es zum einen gar nicht so zu Richard Branson’s Brick & Mortar Geschäften passt und es alles mitbringt, was Web 2.0 so zu bieten hat. (Außerdem erwärmt jedes Thema rund ums Fliegen selbstverständlich mein eigenes Privatpilotenherz :-) Wie der CEO Scott Duffy erläuterte hat sich Virgin zwei Jahre damit beschäftigt, in den USA einen Charterdienst zu starten. Mit eigenen Flugzeugen versteht sind.

Bis man im Research auf den Trichter kam, dass nicht das Angebot von Flugzeugen das zu lösende Problem darstellt. Denn die Verteilung von Flugzeugen genügt dem klassischen "Power Law". Das heißt die wenigen kommerziellen Fluggesellschaften zusammen besitzen wesentlich weniger Flugzeuge als das Intergral unter dem "Long Tail" der vielen kleinen unabhängigen Charteranbieter.

Web 2.0-Summit07-037

Vielmehr liegt das Problem in der fehlenden Markttransparenz, da die meisten Charterfirmen nach dem Motto "low tech or no tech" weiße Filzstifttafeln verwenden, um ihre Flugzeuge zu disponieren. Außerdem sind 40 % der Charterflüge in den USA leer, weil ein Flugzeug einen Gast oder eine Gruppe von Passagieren von A nach B fliegt, leer von B nach A und wieder von A nach B fliegt, um die gleichen Leute wieder von B nach A zurückzufliegen. Das Phänomen hat mit "Double Rate" einen Namen, den die Chartergäste zahlen, was im Ergebnis bisher diese Art von Transport definitiv zum Luxus gemacht hat.

Man kann sich schon denken wohin Virgin Charter hinaus will: Ein Marktplatz, der zum einem den Charterfirmen die Möglichkeit gibt ihre Flugzeuge samt Ausstattung und der bereits gebuchten Flüge abzubilden und den Nachfragern ein Auktionsverfahren eröffnet, um nach Eingabe einer gewünschten Route um die freien Kapazitäten zu bieten. Damit das Spiel nicht nur in einem reinen Preiskampf mündet, gibt man den Käufern über ein eigens aufgesetztes Qualitätsmessungstool noch zusätzliche Kriterien bei der Entscheidung an die Hand.

Web 2.0-Summit07-040

Der Mechanismus ist nicht ganz neu und hat mich aus dem eLAB-Portfolio ein bisschen an Arzt-Preisvergleich.de erinnert. Umgekehrt bin ich mir ziemlich sicher, dass man mit einem sauber aufgesetzten Dienst über das Prinzip "mehr Transparenz" auch noch weitere Märkte aufrollen kann.

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5. October 2007 | Jörg Malang

Jobsuchmaschinen: Effektives Recruiting für Start-Ups

Laut einer aktuellen Studie des BITKOM suchen 38% aller Deutschen ihren neuen Job über das Internet (bei unter 35 Jahren sind es sogar 55%) Große Unternehmen haben das Potenzial des Internets schon lange erkannt und schalten regelmäßig Ihre Stellen auf den verschiedenen Jobbörsen. Gleichzeitig ist ein Trend zum Arbeitnehmermarkt zu beobachten; es wird immer offensichtlicher, dass die Unternehmen Schwierigkeiten haben, die richtigen Bewerber anzusprechen. Im „War for Talents“ wird es immer wichtiger, Aufmerksamkeit zu erregen. Image soll und wird transportiert, um attraktiv zu erscheinen. Das „Employer Branding“ ist derzeit in aller Munde. Aber, was machen die zahlreichen  kleineren Unternehmen? Wie können sie auf diese Konkurrenz um Kandidaten reagieren?

Positionierung als Start-Up

Wenn das Budget für groß angelegte Personalmarketingkampagnen fehlt, ist es wichtig, sein Budget so effizient wie möglich einzusetzen. Daher ist es entscheidend, so zielgenau wie irgend möglich dort zu sein, wo sich die potenzielle Bewerberin aufhält.  Einer der beliebtesten Einstiegspunkte im Internet sind die Suchmaschinen, allen voran Google. So ist es nur logisch, dass der Kandidat dort nach seinem Job sucht. Meist hat er eine genaue Vorstellung vom Traumjob – und wird von den Suchergebnissen nicht selten enttäuscht. Der nächste Schritt führt zu Jobbörsen wie Monster & Co.

Die Abdeckung aller in Frage kommenden Stellenanzeigen können Jobbörsen jedoch nicht leisten, die Folge ist oftmals Frust und eine ewige Odyssee durch den unübersichtlichen Online-Stellenmarkt. Genau hier müssen sich Start-Ups, die im Employer Branding – Konzert nicht mithalten können, positionieren. Sie müssen ihre Stellen von Suchmaschine auffindbar machen, um dann zum Zuge zu kommen, wenn ein Bewerber nach genau dem sucht, was das junge Unternehmen zu bieten hat.

Spezialsuchmaschinen zeichnen sich dadurch aus, dass sie spezielles Know-How in einem bestimmten Bereich haben. Sie verstehen, wie der Nutzer sucht und bieten meist relevantere Ergebnisse als die Googles dieser Welt. Kimeta ist z. B. eine Jobsuchmaschine, die sich durch hohe Relevanz der Treffer im Bereich der Jobsuche auszeichnet.

Doch wie kommt ein Start-Up, das Personal sucht, in den Index solcher Suchmaschinen? Zunächst einmal ist es wichtig, dass sich die ausgeschriebenen Stellen auf einem speziellen Bereich der Unternehmenswebsite befinden. Am besten ist es, wenn jede Stelle eine eigene URL erhält. Weiterhin ist es wichtig, dass diese Seiten von den Suchmaschinen-Crawlern gut gelesen werden können. Es sollte auf Flash-/Ajax-Technologie so weit wie möglich verzichtet werden, viel wichtiger ist Text im HTML-Format. Wenn man von Google gut lesbar ist, ist eine gute Voraussetzung dafür gegeben, dass man auch von einer der Jobsuchmaschinen gelesen werden kann.

Es kann allerdings nicht schaden, wenn man sich  bei den Jobsuchmaschinen mit seinen Stellen anmeldet. Bei Kimeta kann man dies unter dieser URL jederzeit tun.

071004_kimeta_unternehmen

Erfolgsfaktoren bei der Personalsuche

Neben der optimalen Lesbarkeit der Jobseiten ist es wichtig, sein Personalmarketing-Budget zu effizient wie möglich einzusetzen. Dies sollte über einen kontinuierlichen Optimierungsprozess erreicht werden, bei dem verschiedene Marketingmaßnahmen ausprobiert, ausgewertet und entsprechend priorisiert werden. Das Internet bietet die Möglichkeit, sehr genau zu verstehen, wie sich die Nutzerinnen und Nutzer auf seiner Website verhalten. Es ist sogar möglich, genau zu tracken, woher die Bewerber genau kommen und das Budget entsprechend zu verteilen.

Weiterer Erfolgsfaktor ist die Abrechnungsgrundlage. Ist das Geschäftsmodell „pay-per-publish“ (bezahlt wird ein fixer Betrag, unabhängig davon, wieviele Nutzer auf die Stellenanzeige auf der eigenen Website kommen), ist es schwieriger, sein Budget zu optimieren. Eine faire Abrechnungsgrundlage ist daher anzustreben („per-per-click“, bezahlt wird nur dann, wenn der Nutzer auf die Stellenanzeige kommt). Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Stellenanzeigen so spezifisch wie möglich getextet sind
  • Jede Stellenanzeige hat eine eigene URL
  • HTML is King
  • Achten Sie auf das Abrechnungsmodell
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Erfolg messbar ist
  • Setzen  Sie das Budget dort ein, wo der beste Erfolg zu erzielen ist.

Trends aus den USA

Wie so oft, ist man in den USA schon weiter. Dort ist der Trend zur Jobsuchmaschine schon deutlicher ausgeprägt. Die wichtigsten Player dort sind Indeed bzw. Simplyhired.

071004_simplyhired

Ausgerechnet Monster hat vor kurzer Zeit etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in deren Hauptquartier in den USA abgebaut. Wir beobachten einen Rückgang der Reichweite der Jobbörsen, nicht nur bei Monster.

071004_monster_alexa

Offenbar erkennen immer mehr Nutzer den Mehrwert einer Jobsuchmaschine: Zeit und Nerven sparen, indem man mit einer Jobsuchmaschine den größtmöglichen Überblick über alle online verfügbaren Stellenausschreibungen hat. Aus diesem Grund haben Indeed bzw. Simplyhired Abermillionen von Anzeigen gelistet.

Die Unternehmenskunden werden durch Produkte angesprochen, die auf die oben genannten Erfolgsfaktoren voll einzahlen. Der Trend geht hin zu „pay-per-applicant“ (bezahlt wird nur dann, wenn sich jemand beim Unternehmen bewirbt). Gleichzeitig werden die Web 2.0 Mechanismen mehr und mehr eingesetzt. Diese Maßnahmen sind nicht zwangsläufig  für Unternehmen kostenintensiv und daher auch für Start-Ups geeignet.

In Deutschland gibt es drei relativ große Jobsuchmaschinen: jobs.de, ICjobs und Kimeta Insgesamt bleibt deren Reichweite (noch!) hinter den etablierten Jobbörsen à la Stepstone zurück. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande sowohl die kleineren Unternehmen als auch die Nutzer das Potential der Jobsuchmaschinen für sich entdecken.

Fazit

Auch als Start-Up mit Personalbedarf hat man eine Chance, qualifizierte Bewerber anzusprechen. Neben der optimalen Lesbarkeit für Google & Co., sollten Jobsuchmaschinen mit einbezogen  werden, um neue Kandidaten anzuziehen. Wenn dann ein professionelles Online-Controlling und ein effizienter Einsatz des Budgets hinzukommen, steht einem Erfolg nur noch im Wege, dass es insgesamt vielleicht zu wenig gute Kandidaten gibt.

Der Autor Jörg Malang ist geschäftsführender Gesellschafter der Kimeta GmbH.

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28. September 2007 | Christine Hattemer

Gemeinsam groß werden? ein Werkstattbericht aus der FamilyLounge.

Auch die FamilyLounge folgt dem von vielen Programmierern landauf landab vorsorglich verordneten „Agile Software Development“ und erlebt eine schrittweise Annäherung hin zu einer funktionierenden Plattform.

Im Gegensatz zu anderen eLAB Projekten haben wir den enormen Vorteil, dass wir uns den Sessel mit den Programmierern teilen, besser gesagt: dass wir uns dort wie kleine Bakterien eingenistet, gemeinsam viele Kinderkrankheiten durchgemacht und nach einigen Missverständnissen (die gehören bei Projekten dieser Kategorie wohl dazu!) eine gute Kommunikations-Kultur entwickelt haben. Die schließt neben Email, TRAC und SCRUMWORKS (zu beiden Tools am Ende mehr…) den Zuruf und eben auch die Face2Face Kommunikation inklusive nonverbaler „Äußerungen“ mit ein.

Eine gute Kommunikation ist absolut keine Selbstverständlichkeit, zumal das Verhältnis Auftraggeber – Dienstleister klar definiert ist, trotz guter Sympathiewerte. Und sie ist essentiell, um flexibel auf die unterschiedlichsten Einschläge reagieren zu können.

Die FamilyLounge haben wir – früher als geplant – aus einer „Private Beta“ in eine frei zugängliche Version überführt. Und wir merken, was „gemeinsam groß werden“ bedeutet, wie mühsam die Akquisition von Mitgliedern sein kann. Liegt’s an der Umsetzung? An der Konkurrenz? Am nur minimal eingesetzten en Marketing? Daran, dass wir die Gesetze für den Aufbau einer Online-Community nicht beherrschen? Oder einfach daran, dass die Klientel für eine Familienplattform – gerade aus dem privaten Umfeld heraus akquiriert – einfach eine träge Masse ist, die nur noch wenig Interesse an der Teilnahme der X.ten ambitionierten Betaphase hat?

Wenn man „Gutes tut“, muss man auch darüber reden! Klaro. Nachdem wir anfänglich ausschließlich auf die persönliche Ansprache von Freunden als möglichen Nutznießern unserer Plattform gesetzt haben und unsere Coaches und Experten die eine oder andere Mundtrockenheit beklagten, setzen wir nun endlich auf deutlich effizientere Mittel, etwa SEM und SEO. Schön, wenn man da auf Experten zugreifen kann, die nicht lediglich Dienstleister in Spezialdisziplinen sind, sondern selbst Familie haben und so eine gewisse Affinität zum Thema mitbringen. Und wir werden auf gezielte Incentivierung setzen. Mit Speck fängt man ja bekanntlich Mäuse. Wenn einige der Mäuse dann auch noch Schwangere und Eltern mit wirklichem Bedarf an einem gepflegten Austausch unter Gleichgesinnten sind, umso besser!

So, jetzt aber noch mal fix zu den eingesetzten Tools:

TRAC ist ein didaktisch ganz gut strukturiertes Instrument zur zeitgleichen Information aller am Projekt Beteiligten und gut geeignet für die Projektsteuerung: wir als Projektverantwortliche haben mit diesem Tool die Möglichkeit, alle anstehenden Tasks in Form von Tickets zu definieren, zu priorisieren, und einem Projektbeteiligten zuzuordnen. Besonders gut daran ist, dass selbst kleinste Veränderungen innerhalb einer einzelnen Aufgabe genau dokumentiert werden können und nichts mehr „hinten überkippt“.

Theoretisch. Praktisch funktioniert dieses Tool allerdings nur, wenn sich alle daran halten, ausschließlich über dieses zu arbeiten. Und: aufgrund der sich permanent ändernden Prioritäten landen wichtige Produkt-Enhancements gern mal so weit unten auf der Liste, dass die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen Realisation mitunter leider in den unendlichen Weiten des Universums landet. Glücklicherweise sind wir inzwischen dreimal durch den gesamten TRAC-Orbit und wieder zurück gereist.

trac_familylounge

SCRUMWORKS ist ein ganz brauchbarer Ersatz für ein Plichten- und Lastenheft und als das Tool der Wahl fürs Agile Software Development zu betrachten: alle Bereiche und Funktionen einer Plattform werden mit diesem Instrument in Form von einzelnen, in sich geschlossenen „Stories“ festgehalten und genau beschrieben. So, dass jeder Programmierer genau weiß, wie die einzelnen Funktionen im Detail umzusetzen sind.

Der eindeutige Vorteil besteht darin, dass hiermit sehr flexibel und von verschiedenen Orten aus auf die innerhalb eines Projektes erforderlichen Veränderungen reagiert werden kann. Aber: auch hier bleibt ein gewisser Freiraum für die Interpretation der Stories durch Programmierer, was gerade dann außergewöhnliche Ergebnisse zum Vorschein bringen kann, wenn neue Mitarbeiter ins Team eingebunden sind, die andere „IT Konventionen“ mitbringen.

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21. September 2007 | René Seifert

“Health 2.0″ …

… lautet der Titel eines lesenswerten Artikels aus dem "Technology Quarterly" von The Economist. Demnach haben mehr als ein Fünftel der US-amerikaner schon mal etwas zum Thema Gesundheit online beigetragen, vulgo "User Generated Content" produziert. Man kann den Trend freilich ganz allgemein als eine Sonderausprägung von Web 2.0 erklären, aber der Economist sieht noch themenbedingt eigene Gründe:

Those with multiple chronic conditions, such as diabetes and depression, or lesser-known illnesses such as chronic fatigue syndrome, are anxious to get tips from others in similar situations. And today’s body of medical knowledge is too vast for any one doctor to know it all. Cathy Fischer, a producer at a non-profit television company in San Francisco, for example, was not getting the information she needed from her doctor. So she joined an online group to connect with others who, like her, had undergone fibroid surgery.

Zugegebenermaßen ist beim Thema Medizin die Bedeutung von Richtigkeit sicher wichtiger als auf den Seiten einer Briefmarkensammler-Community. Dazu folgende Aussage:

A lot of user-generated health information is accurate. A panel of neurology specialists judged that only 6% of information posted in the epilepsy-support group of BrainTalk was factually wrong, according to a study published in 2004 in the British Medical Journal. And with enough people online, misinformation is often quickly corrected.

Spannend ist der Abschluss des Artikels, in dem es darum geht, dass neben der "Hilfe zur Selbsthilfe" eine durch Crowd-Sourcing angesammelte Wissensbasis auch für Ärzte wertvoll wird, die in diesem Detail und in den vielen Spezialfällen kaum aus eigener Anschauung und nur bedingt in der Fachliteratur den nötigen Überblick behalten können. Wenn man mal länger darüber nachdenkt, dann kann in den Ansatz Community aufbauen, dann Experten smart ans System anschließen, womöglich einiges an Innovations- und Wertschöpungspotenzial stecken.

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5. September 2007 | René Seifert

eLAB launcht guut.de: Täglich ein Schnäppchen

Ein neues Unternehmen "Live Shopping GmbH" mit einem neuen Dienst hat Anfang der Woche das eLABoratorium verlassen und ist stramm in den Markt marschiert: guut.de

guut_home

So sehr ich mich auch angestrengt habe, womöglich etwas erklären zu können, ich habe nichts gefunden. Die Shopping-Seite spricht für sich, und das ist auch guut so: Jeden Tag ein Produkt, und zwar genau einen Tag lang von 0 bis 24 Uhr. Heute gibt’s übrigens 6 Pullen Rotwein von "Garnacha Estremadura D.O.", Jahrgang 2004  für € 19.99 zzgl. Versand. Das Angebot ist begrenzt, d.h. falls im Lauf des Tages das Produkt vergriffen ist, dann hat man eben Pech gehabt. Ebenso kann man sich anschauen, was man in den letzten Tagen verpasst hat, beispielsweise gestern das Funkgeräteset:

guut_verpasst

Inhaltlich geht es darum, Shopping mit Entertainment zu verbinden und eine eigene Community zum Mitmachen anzuregen. Auf der Produktseite kennt man eigentlich keine Berühungsängste, so dass das Sortiment recht breit aufgestellt ist. Dazu aus der guut.de-Selbstbeschreibung:

Von A wie Apple iPod© nano bis Z wie Zwerchfellkitzler suchen wir weltweit für guut.de alles Guute und Schöne aus den Bereichen Multimedia, Lifestyle, Wohnen, Freizeit, Genuss und vieles mehr, was modern, neu, erstrebenswert, stylisch, praktisch, trendy ist und Ihre und vor allem unsere Lebensqualität steigert.

Vorbild für den Dienst ist sicherlich der US-amerikanische Shoppinganbieter Woot (da gibt’s heute übrigens so ein Teil für IPTV). In den deutschen Blogs hat Exciting Commerce guut.de auch schon erwähnt.Heute gibt’s den Wein zu kaufen, was es morgen gibt, weiß keiner. Das ist ein streng gehütetes Geheimnis, welches erst punkt 0 Uhr gelüftet wird. Am besten heute Nacht zur Geisterstunde mal selbst vorbeischauen. Ich wünsche dem Team rund um die Gründer Robert Stephan und Peter Posztos alles Guute ;-)

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28. June 2007 | René Seifert

?Man kann nicht nicht kommunizieren?…,

… geht die geflügelte Weisheit von Paul Watzlawick, um die mächtige Allgegenwart der Kommunikation zu beschreiben. Nokia , die von Berufswegen recht intensiv in dem Thema herumrühren, haben ein paar Forschungsergebnisse ihres firmeninternen Anthroplogen veröffentlicht. Das schreibt der „The Economist“ in seinem jüngsten „Technology Quarterly". Die Highlights in Auszügen.

  •  60 % der Männer tragen ihr Handy in der Hosentasche, 61 % der Frauen in der Handtasche. Die Hälfte der Frauen berichtet deswegen regelmäßig von „missed calls“, weil sieihres Telefons nicht schnell genug habhaft wird. Kein Scheiß.
  • Das Handy mit einer neuen Schale, Bändchen und sonstigem Firlefanz zu dekorieren findet erwartungsgemäß am häufigsten in Asien (Seoul und Tokio) statt.

Auch die Swisscom hat für den Artikel in seinem „User Adoption Lab“ die Tür einen kleinen Spalt weit geöffnet. Erstaunlich: Trotz perfektem Telefonnummerverzeichnis im Handy verbringen die Nutzer 80 % ihrer Zeit am am mobilen Rohr damit, sich nur mit den vier engsten Menschen in ihrem Bekanntenkreis zu unterhalten. Ansonsten hat das schweizer Telco-Unternehmen diverse Kommunikationskanäle unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich dabei sehr unterschiedliche Nutzungsprofile ergeben.

  • Das Festnetztelefon hat einen überwiegend öffentlichen Charakter, weil der Apparat von mehreren Familienangehörigen im Haushalt genutzt wird.
  • Das Handy wird vor allem dafür genutzt, kurzfristig etwas zu planen oder Reisen, Treffen usw. zu organisieren.
  • SMS stehen für „Intimität, Gefühle und Effizienz“.
  • E-Mail ist bei Jugendlichen als Inbegriff einer Zwangsjacke der Erwachsenenwelt mehr und mehr auf dem Rückzug. Und für die etwas Älteren unter uns dient die klassische elektronische Post für administrative Aufgaben sowie den Austausch von Dokumenten, Bildern und Musik.
  • Instant Messaging und Voice of IP fungiert als ständig offener Kanal, während man schwerpunktmäßig mit etwas anderem beschäftigt ist.

Eine der größten Überraschungen: Obwohl das Telefonieren immer billiger wird, bei Skype und Konsorten sogar ganz unsonst ist, verzeichnet man quasi keine Zuwäche im Gesprächsvolumen. Stattdessen ist das Schreiben enorm auf dem Vormarsch, weil offensichtlich die asynchrone bzw. semi-synchrone Form des Austausches gegenüber der rein synchnronen Kommunikation als weniger penetrant und mehr effizient angesehen wird.

Auch wenn einige der Erkenntnisse aufgrund gewisser technologischer Eigenheiten oder der daraus resultierenden Wirtschaftlichkeit unausgesprochenen Vemutungen entsprechen, so gehen einem bei anderen durchaus mit Erhellung die Augen auf. Vor allem aber können einem die geschilderten Muster helfen, die geistige Vefasstheit seiner Zielgruppe besser zu begreifen, wenn man entsprechende Dienste für sie entwickelt.

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26. June 2007 | René Seifert

FABRIKNEU: Autoplenum.de lässt den Motor an

Ein bisschen ist es wie früher als Schumi noch Rennen gefahren ist und Mitten während der Sommerpause in Maranello die roten Tücher von den neuen Ferrari-Boliden gezogen wurden. Auf die Spannung folgte die Überraschung, und die war meistens positiv. Wir von eLAB sind heute auch ein bisschen aufgeregt, weil ein neuer Dienst vom Start rollt: Autoplenum.de

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Um präzise zu sein und im Bild zu bleiben: Gründer und Teamchef Malte Krüger hat in den letzten drei Wochen im Rahmen einer "Private Beta" schon ein paar Testrunden im Erlkönig gedreht und hält den Dienst jetzt für ausgereift, um ihn für die Öffentlichkeit in Serie zu stellen. Weiterhin im „Public Beta“, wo nach entsprechendem Feedback emsig an der Plattform getuned wird und weitere Features nach und nach dazukommen werden. Der Name ist bei Autoplenum Programm, so auch der Slogan "Wissen, was abfährt". Autofahrer und Autoliebhaber geben sich Tipps zu allem, was einem im Autofahrerleben irgendwann mal unterkommt. Herzstück der Plattform ist eine mega-umfangreiche Datenbank, bei der man ganz einfach Automodelle nach sieben relevanten Kriterien auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet. Äußerst wertvolle Information für andere Nutzer, die sich zum Beispiel mit dem Gedanken tragen diesen Wagen zu kaufen.

Nach dem gleichen eingängigen Prinzip funktioniert die Bewertung von Werkstätten und Autohändlern – Berufsgruppen die nicht immer für die Barmherzigkeit von Klosterschwestern bekannt sind. Somit höchste Zeit, für mehr Durchsichtigkeit in der Branche zu sorgen und vor allem die wirklich Ehrlichen aufs verdiente Podest zu heben. Schließlich stehen auch noch Teile- und Zubehörhändler sowie Waschanlagen unter dem kritischen Lichtkegel der Auto-Community.

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Was mir an dem Dienst gut gefällt, ist die reichhaltige Erlebniswelt rund umsThema Auto: Profilfelder, Bilder, Icons und Textelemente in reduzierter und gleichzeitig durchgängiger Form, so dass sie einem nicht als aufgesetzt auf den Senkel gehen. Gut gelungen sind ebenso die Social Networking-Features, wo man Kontakte hinzufügen und sich mit illustrierten Bausteinen wie "Du bist Experte" oder "Du bist lustig" gegenseitig anstacheln kann. Insgesamt zeichnet den Dienst, ähnlich wie Facebook, ein hohes Maß an themenspezifischer Struktur aus, was ihn so positiv von den vielen Forum-Quatschbuden abhebt.

Wer was mit Autos und mit Internet anfangen kann, einfach mal ausprobieren und bei Autoplenum probefahren. Von meiner Seite in jedem Fall: Dicker Schumi-Daumen hoch für Malte und sein Team! 

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7. June 2007 | René Seifert

E-Health im Aufwind: Patienten haben das Wort

Gerne lassen wir uns immer wieder in die Karten schauen; und dieses mal legen wir das Blatt sogar offen auf den Tisch. Für helpster.de haben wir bei dem Marktforschungsinstitut Innofact eine Studie in Auftrag gegeben, bei der wir unter Internetnutzern allerlei rund ums Thema E-Health (=Gesundheit im Internet) abgefragt haben.

Wir wollten unter anderem wissen, welche Faktoren bei der Wahl eines neuen Arztes eine entscheidende Rolle spielen. An erster Stelle nannten gut drei Viertel der Befragten die "Bewertung durch frühere Patienten". Dahinter kommen Untersuchungen durch Institute wie z.B. die Stiftung Warentest, Peer-Bewertungen durch andere Ärzte, Qualitätssiegel und Daten des Statistischen Bundesamtes.

Wenn wir mal für einen Augenblick nicht "Internet spielen", sondern einfach aus der persönlichen Erfahrung Revue passieren lassen, wie wie selbst auf einen neuen Arzt gestoßen sind, dann ging dem meist die Frage an einen Bekannten voraus wie "Kennst Du einen guten HNO-Arzt in München?" Der Klassiker für Word-of-Mouth Marketing. Mit einem gut gemachten Arzt-Empfehlungsdienst im Internet lässt sich die geballte Erfahrung von weitaus mehr als dem eigenen Bekanntenkreis zusammenfassen und in einer schön skalierenden Form der Allgemeinheit zu Verfügung stellen.

Was darüber hinaus nicht zu wundern braucht: Dass diese zusätzliche Ebene an Qualitäts-Transpararenz künftig im Internet eine immer wichtigere Rolle spielen wird, haben 70 % der Befragten für ihre eigene Nutzung bejaht.

Was Nutzer zum Thema Medizin im Internet sonst noch interessiert, gibt es hier in der Pressemitteilung direkt auf helpster.

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