Wer heute den Tag der Arbeit etwas metaphysich interpretieren will, dem kann ich diesen Vortrag von Clay Shirky empfehlen, den ich letzte Woche in San Francisco gesehen habe. Clay Shirkey verschiebt mit seinen Thesen die Grenzen unserer Erkenntnis im Hinblick auf "Web 2.0-Phänomene" immer weiter nach außen, zuletzt mit seinem hoch gelobten Buch "Here comes Everybody".
In diesem Vortrag übeträgt er den aus der Ökonomie bekannten Gegriff des Überschusses auf die geistige Kapazität des Menschen und dabei kommt er auf den "kognitiven Überschuss" (=cogntive surplus). Damit lässt sich Wikipedia erklären. Warum beteiligen sich Menschen freiwillig an so etwas? Weil sie seit der industriellen Revolution plötzlich etwas haben, was es noch nie zuvor gab: Freizeit. Diese Freizeit ist aber seit den 60er Jahren zuverlässig in im geistigen Ausguss namens Fernsehen versunken. Mit dem Internet haben die Leute auch ein Medium, und wenigstens fangen sie jetzt aktiv etwas mit ihr an anstatt nur hohl in die Röhre zu glotzen. Trotz allem ist das genau mein Tipp für heute, mit dem Video, danach kann man ja wieder bloggen, xingen, facebooken, lokalistieren :-) Wünsche einen schönen Feiertag.
P.S.: Das Transskript zu dem Vortrag, wer doch lieber lesen mag, gibt’s hier.
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