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McKinsey-Studie: Wie Online-Nachrichten nachgefragt werden





7. August 2007 | René Seifert

In der Rubrik "Media & Entertainment" der recht brauchbaren Online-Ressource The McKinsey Quarterly wurde dieser Tage eine Studie über den Nachrichten-Konsum von US-Amerikanern veröffentlicht (kostenlose Registrierung erforderlich). Im Mittelpunkt stand insbesondere das Nutzungsverhalten von Online-News. Wie es immer ist mit diesen national fokussierten Untersuchungen, so kann man sie sicher nicht 1:1 auf z.B. Deutschland übertragen, aber gewisse Makro-Trends haben sich in einer global vernetzten Welt aus den USA gerne auch nach Europa durchgedrückt. Nun ja, soll sich jeder seine eigenen Schlüsse ziehen …

Also, Ergebnis der McKinsey Befragung von 2.100 Teilnehmern: Erstaunlichste Erkenntnis ist, dass die meisten Nutzer bei News einer regelrechte Marken-Promiskuität frönen und sich aus bis zu 16 Nachrichten-Quellen pro Woche über sämtliche Medien-Plattformen hinweg informieren. Darunter werden Fernsehen und Internet als wesentlich nützlicher angesehen als Zeitung, Radio und Zeitschriften. Überraschung: Die Qualität der Medien spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle, stattdessen steht die Bequemlichkeit bei Zugang eindeutig im Vordergrund (siehe Grafik):

mckinsey_online-news

Aus der Verbindung von effektiven Nutzungsverhalten und Zufriedenheit von Online-News hat McKinsey drei Cluster an Nutzern ausgemacht, die insgesamt 75 % des Online-Nachrichten Marktes abbilden: "Citizen Readers", "Digital Cynics" und "News Lovers". Für diese wurden schließlich gewisse Potenzial-Analysen für "Medienmacher" abgeleitet:

  • Einem Nachrichten-Aggregator, der verschiedene Quellen zusammenfasst, werden Chancen eingeräumt. (Aha, bei mir heißt das einfach "RSS-Reader" …)
  • Ein überregionaler Nachrichten-Lieferant könnte neben seiner eigenen Berichterstattung zusätzliche Links zu externen Quellen zur Story sowie Blogs und Videos einbinden. Klingt gut.
  • Überregionale Marktteilnehmer im Nachrichtensektor bauen via Partnerschaften mit Lokalnachrichten eine regionale Note in ihr Angebot ein.
  • Ausbau von Nischen-Angeboten, vor allem für die 24 Millionen "Digital Cynics", für die es bisher noch keine rechte Nachrichten-Heimat im Internet gibt und die sich bisher aus "Comedy News" und ähnlichem "informieren". 

Lustig, was.


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1 Kommentar »
7. August 2007 - 22:45, abgelegt in Kategorie: Best Practices, Content, Makro-Trends

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Eine Reaktion zu “McKinsey-Studie: Wie Online-Nachrichten nachgefragt werden”
  1. netzausfall Am 8. August 2007 um 11:31 Uhr

    Wer macht den Gatekeeper?…

    Wenn ich schon das Wort Studie in einer Übersschrift oder im Lead lese, rolle ich mit den Augen. Zahlen, Zahlen, Zahlen. PR, PR, PR. Nichts anderes habe erwartet, als ich im eLAB-Blog “McKinsey-Studie: Wie Online-Nachrichten nachgefragt werden&#…

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