In der Rubrik "Media & Entertainment" der recht brauchbaren Online-Ressource The McKinsey Quarterly wurde dieser Tage eine Studie über den Nachrichten-Konsum von US-Amerikanern veröffentlicht (kostenlose Registrierung erforderlich). Im Mittelpunkt stand insbesondere das Nutzungsverhalten von Online-News. Wie es immer ist mit diesen national fokussierten Untersuchungen, so kann man sie sicher nicht 1:1 auf z.B. Deutschland übertragen, aber gewisse Makro-Trends haben sich in einer global vernetzten Welt aus den USA gerne auch nach Europa durchgedrückt. Nun ja, soll sich jeder seine eigenen Schlüsse ziehen …
Also, Ergebnis der McKinsey Befragung von 2.100 Teilnehmern: Erstaunlichste Erkenntnis ist, dass die meisten Nutzer bei News einer regelrechte Marken-Promiskuität frönen und sich aus bis zu 16 Nachrichten-Quellen pro Woche über sämtliche Medien-Plattformen hinweg informieren. Darunter werden Fernsehen und Internet als wesentlich nützlicher angesehen als Zeitung, Radio und Zeitschriften. Überraschung: Die Qualität der Medien spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle, stattdessen steht die Bequemlichkeit bei Zugang eindeutig im Vordergrund (siehe Grafik):
Aus der Verbindung von effektiven Nutzungsverhalten und Zufriedenheit von Online-News hat McKinsey drei Cluster an Nutzern ausgemacht, die insgesamt 75 % des Online-Nachrichten Marktes abbilden: "Citizen Readers", "Digital Cynics" und "News Lovers". Für diese wurden schließlich gewisse Potenzial-Analysen für "Medienmacher" abgeleitet:
Lustig, was.
Trackback URL für diesen Artikel:
Wer macht den Gatekeeper?…
Wenn ich schon das Wort Studie in einer Übersschrift oder im Lead lese, rolle ich mit den Augen. Zahlen, Zahlen, Zahlen. PR, PR, PR. Nichts anderes habe erwartet, als ich im eLAB-Blog “McKinsey-Studie: Wie Online-Nachrichten nachgefragt werden&#…
Einen Kommentar schreiben