Nach den Urlaub noch ein verspätetes Gutes Neues Jahr, in dem sich während der sonst üblichen Weihnachtspfunde-Verdauungslethargie mehr getan hat als sonst so üblich. Wir finden es Klasse, dass es zum Jahreswechsel mit der Übernahme von StudiVZ einen großen Deal unserer Kollegen von Holtzbrinck Networks zu vermelden gab. Es existiert in Deutschland derzeit sicherlich kaum ein vergleichbar heißes Eisen im Internet wie diese hoch frequentierte Studentenplattform.
Und auch wir von Holtzbrinck eLAB waren nicht untätig und freuen uns, eine Beteiligung an Helpster bekannt zu geben. Wie ich vor ein paar Wochen versprochen hatte, hier die Motive in aller Offenheit: Helpster ist ein Gesundheitsnetzwerk, bei dem man als Nutzer seinen Arzt bewerten kann. Einen solchen Dienst in einem zeitgemäßen Web 2.0-Zuschnitt gibt es in Deutschland bis dato nicht. Wir glauben, dass es an der Zeit ist, mündigen Patienten ein Instrument für ein mehr an Transparenz und dadurch letztlich ein mehr an Qualität an die Hand zu geben. Ärzte bilden als Diensteister das normale Leben ab, womit die Bandbreite freilich von spitze bis vollkommen daneben rangiert. Wir sind uns der Herausforderung bewusst, dass medizinische Laien bei dieser Plattform medizinische Experten in einem hoch emotionalen Thema noch dazu in einem hohen Maß an persönlicher Betroffenheit bewerten müssen. Gleichwohl sind wir der Überzeugung, dass es über ein gut gestricktes Produkt in Verbindung mit solider Moderation möglich sein wird, bei alldem Fairness für alle Beteiligten als wichtigstes Prinzip walten zu lassen.
Neben Ärztebewertungen bietet Helpster auch jede Menge Foren, in denen sich Menschen themenspezifisch Hilfe zur Selbsthilfe leisten oder ihren Erfahrungsbericht zu ihrer Krankheit bzw. ihrer Genesung mit anderen Nutzen teilen können. Gleichzeitig dienen redaktionelle Inhalte, die als solche klar gekennzeichnet sind, zur Vertiefung von ausgewählten Krankheitsbildern und deren Therapien.
Aus Sicht von eLAB und Holtzbrinck ist Helpster Teil einer gesamtheitlichen Medizinstrategie im Internet, die wir vor ein paar Monaten durch die Beteiligung an der MediKompass GmbH („Arzt-Preisvergleich“) begonnen haben. Während dieser Dienst auf das Zustandekommen einer Arzt-Dienstleistungen hinwirkt, ermöglicht Helpster den Austausch auf Peer-2-Peer Ebene. Beiden Plattformen ist gemein, dass sie Informationsasymmetrien abbauen und dadurch Patienten in eine kundigere Position im Umgang mit der eigenen Krankheitsgeschichte versetzen.
Ich selbst bin eng in das Projekt Helpster involviert, wo ich den Geschäftsführern Sönke Strahmann und Arnd Benninghoff behilflich bin, die Nutzung des Dienstes zum nächsten Reichweitensprung zu bringen. Wir werden über das weitere Fortkommen hier auf unserem Blog darüber berichten.
Viel Erfolg, und wenn wir schon im beruflichen Kontext darüber sprechen, auch persönlich ein gesundes 2007.
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Hallo liebe elabs.Zuerst einmal finde ich es schön, dass Ihr, die Ihr zu einem großen Verlagshaus gehört (das ja im Moment in aller Munde ist), offen über Eure Maßnahmen sprecht. Das sieht und liest man selten!Doch eins verstehe ich nicht: Seitdem Ihr letztes Jahr mit Euren Ideen in die Öffentlichkeit getreten seid, da habt Ihr kundgetan, dass Ihr lediglich an eigenen Gründungen Interesse habt. Ich kann mich dabei auch an einen Artikel in der Internet World Business erinnern, in dem Herr Roppel sagte, dass es pro Jahr ein bis zwei Eigen-Gründungen geben wird. Warum jetzt trotzdem die Zukäufe? Warum der Konzeptwechsel? Was steckt dahinter? Geht es Euch nicht schnell genug?Alles Gute weiterhin Mark Bold
[...] Der „erste Geburtstag“ von eLAB ist ein guter Zeitpunkt, ein aktualisiertes „programmatisches Statement“ abzugeben: Konkreter Anlass ist auch der Blog-Kommentar von Mark Bold, in dem richtigerweise angemerkt wird, dass eLAB nicht wie ursprünglich mitgeteilt ausschliesslich selbst gründet, sondern sich auch an Startups beteiligt (aktuelle Beispiele sind die Plattformen helpster.de und Arzt-Preisvergleich.de). [...]
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