Hinter "Scobelizer", nomen est omen, steht Robert Scoble-Bloggergott. Man muss ihm zu Gute halten, dass er als Erster das "Corporate Blogging" hoffähig gemacht hat, nämlich als ein von der PR-Weichspülung unabhängiges Kommunikationsrohr. Damals, als er noch bei Microsoft geschafft hat und mit seinem offenen, selbstkritischen Blog dazu beigetragen hat, das Image des Software-Gigangen aus dem Tal der Tränen zurückzuholen. In seinem Buch "Naked Conversations" beschreibt er nicht nur wie er dazu gekommen ist, sondern bietet auch einen brauchbaren Leitfaden für ehrliches und handwerklich feines Bloggen. Ich müsste lügen, wenn ich behaupte ich hätte mir nicht den einen oder anderen Tipp abgeschaut :- )
Und er bloggt und bloggt und bloggt. Mehrmals am Tag, inhaltlich viel und gut. Als Futter dienen ihm – was sonst – vor allem andere Blogs, mit denen er lebhafte Konversationen führt. Selbstverständlich behält er die Blogosphäre per RSS-Feeds im Geäuge und nutzt als Tool den Google Reader. Ich bin nach längerer Zeit mit der Online-Version von Newsgator auch auf das Google-Ding umgestiegen, weil ich bei aller Skepsis über die zunehmende Allgegenwart von dieser "Suchmachine und mehr" leider anerkennen muss, dass sie mal wieder das beste Produkt gebacken haben.
Um auf dem Laufenden zu bleiben, verfolgt Scoble 600 (!) RSS Feeds. Wie er das anstellt und zackig die Spreu vom Weizen trennt, zeigt er anschaulich in diesem knapp 12-minütigen Video.
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