Nichts geht über die Erfahrung von Unternehmern, die es schon mehrfach bewiesen haben: Serial Entrepreneurs, die einerseits eine gewisse Gelassenheit beim Aufbau eines Unternehmens mitbringen, andererseits immer noch von dem Feuer einer neuen Herausforderung getrieben sind. K.Genesh ist so einer, der auf einem abendlichen Panel letzten Donnerstag im Rahmen einer Veranstaltung von "The Indus Entrepreneur" (TiE) in Bangalore (Indien) aufgetreten ist. Das Thema fand ich mit "Building Scale at a Start-Up" erstklassig, weil nach nach einem ersten euphorischen Anfangserfolg zügig das weitere Wachstum vorangetrieben werden muss.

K.Ganesh hat in der letzten 23 Jahren vier Unternehmen erfolgreich aufgebaut und sein aktuelles Venture ist TutorVista, ein Abo-DIenst wo man sich als Schüler für US-$ 99.- pro Monat unbegrenzt Fernnachhilfe per Online-Plattform, E-Mail und Skype von indischen Lehrern geben lassen kann. Freilich beruht das Geschäftsmodell vor allem auf dem Arbeitskostenvorteil zwischen amerikanischen und indischen Lehrkräften, gleichwohl galt und gilt es eine ganze Reihe von Herausforderungen bei der technischen Infrastruktur, Qualität und "Proof of Concept" zu meistern. Im Rückblick auf seine geballte Unternehmererfahrung beschrieb Ganesh vier Phasen im Lebenszyklus eines Unternehmen.
Zwei Punkte fand ich in Geneshs Vortrag noch besonders erwähnenswert: Bevor man sich einen richtig dicken Batzen an Wachstumsfinanzierung besorgt, sollte man die Skalierbarkeit im Zielmarkt unter Beweis gestellt haben. Am Beispiel von TutorVista erläuterte er, dass es einfach gewesen wäre die Zielgruppe der "N.R.I.s" (Non Residential Indians = Indische Community im Ausland) in den USA schnell und erfolgreich als Kunden zu gewinnen. Aber das Potenzial wäre schnell ausgeschöpft und der Beweis für eine volle Skalierbarkeit nicht erbracht. Stattdessen machte man sich auf den harten Weg und akquirierte eine kritische Masse nicht-asienstämmiger Schüler in den Vereinigten Staaten als Wiederholungskunden, womit sich die Wachstumsstory deutlich besser untermauern ließ.
Schließlich war Genesh, dem Serial Entrepreneur, im Lauf seines Unternehmenlebens noch eine fundamentale Erkenntnis aufgegangen, die er heute zur Bewertung jeder neuen "Opportunity" heranzieht: "Ein Business, welches nicht skaliert, ist kein Business."
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Ja, ja. TutorVista wäre eine schöne Erweiterung von TutorLinker gewesen . Wer keinen Tutor in seiner Nähe findet, kann sich online unterrichten lassen. Dazu kann der Operator auch gerne mal in einem anderen Land sitzen.
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[...] Da in letzter Konsequenz Gewinne und nicht Umsätze die Bewertung von Geschäftsideen beeinflussen, schätzt man dann die (Umsatz)renditen auf dem Markt. Besonders wichtig ist in dem Zusammenhang auch die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Ein großer Vorteil vieler internetbasierter Geschäftsideen liegt in der Skalierbarkeit. Nachdem die Fixkosten für den Betrieb gedeckt, sind entstehen idealerweise nur noch wenige (variable) Kosten mit jedem weiteren Kunden oder Nutzer. Entscheidender Einfluss auf die Renditen kommt ebenfalls, vom Konkurrenzdruck auf dem Markt, der unter anderem von der Existenz von Markteintritts- und Austrittsbarrieren abhängt. [...]
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