Mein Eindruck am zweiten Tag Web 2.0 Expo ist, dass es in diesem Jahr um Social Media geht. Wie die Wiwo neulich schrieb, handelt es sich bei Social Software um das heutige New Media. Auch beim Afflilate Marketing ist diese Botschaft angekommen und lässt die Branche neue Wege gehen. Im Gegensatz zu der sonst knallharten Performance-Messung empfehlen zahlreiche Affiliates ihre Kunden zunächst ein eigenes Standing in der Community aufzubauen. Jones Soda, eine Getränkemarke, hat sich langem einen Namen auf Twitter und Facebook gemacht. Auf Basis dieser Authentizität und Glaubwürdigkeit lassen sich immer wieder Links auf die eigene Seite oder einen zugehörigen Blog setzen, auf dem dann die übliche Affiliate-Mechanismen zur Lead-Generierung greifen. Die Affiliates sind aber auch selbst direkt bei Communities schwer unterwegs, Social Shopping wie Kaboodle sind wenig überraschend die naheliegendsten Kandidaten. Technisch erfordert diese längerfristige Strategie auch ein Umdenken: Galt das Cookie früher nur für eine Session, so kann eine Konvertierung schon mal 60 bis 90 Tage später einen entsprechenden Publisher belohnen.
Alles in allem sieht sich die Branche in den rezessionsgeplagten USA recht robust aufgestellt. Als distribuierte Vertriebsmannschaft zu geringen Fixkosten hält man sich dank der weiterhin stark leistungsorientierten Natur Anbieter und Nachfrager zusammenzubringen, für Sparmaßnahmen weiter hinten auf der Prioritätenliste.
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