Die Tage in San Francisco auf der Web 2.0 Expo hatten es in Punkte Inhaltsdichte in sich. Für unseren eLAB-Blog konnte ich somit genug frisches Futter für die nächsten Wochen sammeln. An dieser Stelle die Zusammenfassung von ein paar übergeordneten Entwicklungen.
Die Branche beschäftigt sich intensiv damit, wie sich die Konzepte von Web 2.0 auf Mobile 2.0 übertragen lassen und stellen bereits recht beeindruckende Dienste vor, die inzwischen auch drahtlos auf schnelle Bandbreiten zurück greifen können. Google CEO Eric Schmidt definierte die Zukunft seines Unternehmens während seiner Keynote unverhohlen mit "Mobile, Mobile, Mobile and Local".
In diesem Zusammenhang war häufig von der "Placelessness" von Content die Rede, auf den man egal wann, egal wo und unabhängig vo Endgerät und Medienform (Text, Bild oder sprachbasiert) zugreifen kann. In diesem Zusammenhang scheint sich als Standard zunehmend XHTML-MP (MP=mobile profile) herauszubilden.
Für Unternehmen wie Nokia ist dabei völlig klar, dass es für mobile kein "zweites Internet" gibt, sondern man vielmehr sinnvolle Dienste anbieten muss um, das bestehende Web auf einem kleineren Display adäquat zu präsentieren und ggf. mit relevanten ortsbezogenen Informationen zu Location Based Services (LBS) zu verbinden. Der finnische Hersteller sieht in in der Tatsache, dass bereits ein Drittel der Weltbevölkerung über ein mobiles Endgerät verfügt, für sich eine Riesenchance. Eine gute Übersicht kann man sich von einer Präsentation von Brian Fling von der Firma Blueflavor als PDF hier herunterladen.
Neben Produkten und Diensten sprach man sehr viel über Entwicklungs-Frameworks wie Ruby on Rails ebenso wie über Infrastrukturdienste. Wenn man diese Frameworks ordentlich im Griff hat, kann man die Entwicklung von Services um den Faktor 10 bis 20 gegenüber von 5 Jahren früher beschleunigen. Und Amazon sieht in seinen Infrasturkturdiensten wie S3 für beliebigen Speicherplatz sowie EC2 für elastische Rechnerleistung eine wesentliche Säule für seine zukünftige Unternehmensstrategie. Solche Lösungen werden um so wichtiger, wenn ein Dienst wie gewünscht im Markt abhebt und man vor der alles andere als trivialen Herausforderung steht, die Skalierung zu kontrolliert voranzutreiben. Denn wer das nicht drauf hat, bleibt trotz prima Produkt wie seinerzeit Friendster auf der Strecke.
Schließlich gab es eine neue Parade-Sau, die in fast jeder Verstaltung durchs Dorf getrieben wurde: Twitter. Was den Dienst neben seiner intuitiven Schlichtheit auszeichnet, ist der Schritt von einem Internet, welches man aktiv durchsurft zu einem Format, bei dem man statt einer statischen Darstellung einen Flow an Informationen in Echtzeit von seinen geschätzen Buddys zu sich geliefert bekommt, was diese gerade so treiben. Und wenn es am Ende so Banalitäten sind wie "Bin im San Francisco Chinatown und neben mir ist gerade ein Sack Reis umgefallen …" ;-)
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Hi,gibt es bereits einen Termin für 2008?
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[...] PORTFOLIO JOBS PRESSE BLOG KONTAKT Home > Blog > Spock: Erste brauchbare People-Search Spock: Erste brauchbare People-Search « gutefrage.net launchtNischenplattformen für Sport und Motorrad 21. Juni 2007 | René Seifert Vor zwei Monaten auf der Web 2.0 Expo in San Francisco wurde schon mal eine Vorschau gezeigt, jetzt drängelt sich Spock im Private Beta so langsam in die Öffentlichkeit. Spock ist eine "People Search" und aus meiner Sicht das mit Abstand Beste, was dazu bisher entwickelt worden ist. Zugegebenermaßen in das zu lösende Problem nicht nur nicht trivial, es ist geradezu eine Hammer-Herausforderung: Was macht man, wenn jemand "James Smith" heißt es uns es von diesem ein paar Tausend gibt? Informatisch ausgedrückt: Wie schafft man es, den gerade gemeinten James Smith als Datenobjekt eineindeutig zu definieren und diesem Primärschlüssel alle anderen dazu gehörigen Informationen richtig zuzuweisen? Rein algorithmisch über das Spidern des Internet bleibt es eine unlösbare Aufgabe. Daher bedarf es zusätzlich der Mithilfe der Community und von James Smith, DEM James Smith, ohne ihm deswegen die Möglichkeit zu geben die "Suchtreffer" nach Belieben zu manipulieren. Schließlich handelt es sich um eine Suche mit dem Anspruch unabhängiger Ergebnisse und nicht um ein selbst gestaltetes Profil auf LinkedIn. Auch wenn man nicht gänzlich bei der Lösung auf dieses verzichten kann. Alles in allem ein schmaler Grat zwischen verschiedenen konfligierenden Zielen. [...]
[...] Mobiles Netz: Ingesamt über 1 Milliarden Menschen sind heute weltweit bereits im Internet, die Mehrzahl über Desktop und Notebook. Die "Ausweitung der Kampfzone" in Richtung mobiler Nutzung hat gerade erst begonnen. Verfügen heute 250 Millionen Handys über einen Webbrowser, so sollen es im Jahr 2010 dann schon 814 Millionen sein. Erfreulicherweise sind sich die Experten einig, dass es kein paralleles mobiles Internet-Universum geben wird. Stattdessen geht es darum, die reduzierte "User Experience" auf einem kleineren Display durch schlaue Lösungen auszugleichen und vor allem bestehende Inhalte und Services mit georeferenzierten Informationen zum augenblicklichen Standort anzureichern. Endlich haben sich die Mobilfunkbetreiber in Deutschland bequemt, die Preise für mobiles Internet deutlich zu senken und so die Voraussetzung für eine Verbreiterung der Nutzerbasis zu schaffen. In diesem Eco-System werden sicherlich bald spannende neue Dienste gedeihen. [...]
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