Seit gestern steigt in San Francisco der „Web 2.0 Summit", der auf die Schnelle von „Web 2.0 Conference“ umbenannt worden ist. Gerade ging der zweite von drei Tagen zu Ende und ich habe mir quasi keine einzige Veranstaltung entgehen lassen. Ergebnis: Volle Ladung auf die Schädelfestplatte, dafür Flasche ein bisschen leer.
Mein Hauptmotiv für den Besuch liegt eindeutig darin, durch aktuelle Trends und die diversen „Konversationen“ auf dem Panel und in den Fluren neue Produktideen zu entwickeln. Mittendrin statt nur dabei beim Web 2.0 Gipfel bringt dies jeden nur erdenklichen Blickwinkel mit sich: Was macht Google? CEO Eric Schmidt hat’s gestern erläutert.
Was machen die anderen großen Player? Ray Ozzie, Chief Software Architect von Microsoft und Jon Miller, CEO von AOL gerade eben. Interessant vor allem aber sind die zahlreichen Start-Ups, die hier im „Valley“ innovative Dienste gelauncht haben. Was mir auffällt: Der Pegel an „Hurra“-Bullshitting über Millionenfinanzierungen und schnelles Geld durch Exits ist angenehm niedrig. Vielmehr spricht man davon, dass man sich radikal am Endnutzen orientieren muss. Ansonsten besteht das Ergebnis aus 20 Prozenz Inspiration und der große Rest aus harter Arbeit am Detail. Ansonsten immer leicht stiefmütterlich vernachlässigt, aber für das Funktionieren jedes Dienstes unerlässlich: Infrastruktur. Dazu hat Jeff Bezos, CEO und Gründer von Amazon, heute den neuen outgesourcen Dienst für jedermann vorgestellt:

Ein paar Start-Ups, die mir besonders aufgefallen sind und die gestern im Rahmen der Veranstaltung Launch-Pad die Gelegenheit zum Präsentieren hatten:
• Ning ermöglicht es jedem Nutzer sein eigenes Social Network anzulegen, dabei frei Profilfelder zu defnieren und Bilder oder Videos mit anderen zu teilen
• Inthechair ermöglicht es Hobbymusikern über das Internet virtuell mit Profis zu spielen bzw. zu üben und sofort Feedback zu bekommen. Die selbst eingespielte Musik ist quasi der User Generated Content.
• oDESK ist ein Marktplatz für technische Ressourcen, der eine ganze Reihe von sinnvoillen Tools zur Kooperation und Ergebnisüberwachung mit sich bringt.
• TUM TURN ist ein äußerst durchdachtes, unabhängiges Online-Advertisement Netzwerk, bei dem mit hoher Automatisierung über „Cost per Action“ abgerechnet wird.
Im Rahmen eines Workshops über „Mobile“ kristallisiert sich auch immer deutlicher heraus, dass das mobile Endgerät dank 3G, UMTS oder WLAN beim Internetzugang ebenbürtig sein wird. Die Besonderheiten für Applikationen bzw. Bedienung werden eher durch zwei grundsätzliche Besonderheiten herrühren: Das kleine Display bzw. das reduzierte User-Interface sowie die Möglichkeit durch einen Bezug zum aktuellen Standort zusätzliche Dienste zu entwickeln.
Mehr Fotos der Veranstaltung gibt es hier.
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[...] Sitze auf gepackten Koffern und freue mich schon wie ein Schnitzel auf den Abflug heute Nachmittag mit LH 458 von MUC nach SFO. Ab morgen gibt es dort den vierten Web 2.0 Summit. mit einer interessanten Agenda und spannenden Speakers. Nachdem das Event letztes Jahr wirklich lohnend war, hab’ ich mich entschlossen auch heuer wieder rüberzumachen und werde so artig wie es geht an dieser Stelle bloggen. [...]
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