Hier ein Feature und da ein Ajax – wir lieben sie, die Tools und Applikationen innerhalb der Web 2.0-Websites. Doch vor lauter Euphorie des Machbaren lohnt sich ein kurzes innehalten – versteht mein Nutzer und dessen Community meinen Fächer an variantenreichen Funktionen?
Ein Usability-Guru aus der Web 1.0-Welt sagt „nein“. Gemeint ist Jacob Nielsen der jetzt in London auf der Usability Week postulierte: Web 2.0 ‘neglecting good design’ . Ist das so? – Die Frage läßt sich wunderbar zwischen Glaubenskriegen und teuren Usability-Labors beantworten.
Was sich immer wieder lohnt, ist der einfache „Hausfrauentest“. Computer an, Website zeigen und dabei – sehr wichtig – „Mund halten“. Zuhören und Wege der Maus des Probanten beobachten. Die gewonnen Einsichten sind oft schmerzhaft, aber sie ermöglichen einen Web 2.0-Service für den Nutzer und nicht für den Elfenbeinturm zu bauen. Aus eigener leidlichen Erfahrung kann ich nur raten: Waget den Test!
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Seit ich mich damit abgefunden habe, dass auch ich dieses Unwort gebrauchen muss, weil man von Experten erwartet, dass Sie mit Fachbegriffen um sich werfen und jeden Hype kennen, mache auch ich mir Gedanken über das Thema Web 2.0 und Usability. Als Experte mit langjähriger Erfahrung im Bereich Webmarketing fragen mich viele Kunden, wie Sie Ihre Website Web 2.0 fähig machen können. Nach einer kurzen Abstimmung, was jeder eigentlich unter Web 2.0 versteht, sind die Konzepte meist einfach zu erstellen. Aber bring Web 2.0 auch etwas im Hinblick auf die Usability? Auch das hängt von der Definition ab. Neben beispielsweise dem "wir"-Gedanken, der allgemeinen Mitmach-Mentalität und Selbstdarstellungssucht fällt mir auf, dass die meisten Seiten sich an die Bedürfnisse insofern angepasst haben, als auf vielen Web 2.0 Projekten nur noch wenig Inhalt und Funktionalität zu finden ist. Das Ergebnis ist Übersichtlichkeit und durch die fehlenden Möglichkeiten auch eine eingeschränkte aber einfache Bedienung. Man muss ja schnell mitmachen können, sonst verliert der Besucher die Geduld und ist weg. Vieles spannendes auch auf meinem <a href="http://www.handbuch-usability.de">Online Tutorial Usability</a>.
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